Tesla baut KI-Chipfabrik: 10 Millionen Optimus-Roboter pro Jahr
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bestätigung einer groß angelegten KI-Chipfabrik markiert einen wesentlichen Schritt in Teslas Bestrebungen, die vertikale Integration seiner Robotik-Sparte voranzutreiben. Diese spezialisierte Fertigungsstätte soll essenzielle Edge-Inferenz-Chips produzieren, die für den Betrieb der Optimus-Roboterflotte notwendig sind. Damit rückt die technologische Unabhängigkeit bei der Hardware-Versorgung für Teslas autonomes Ökosystem weiter in das Zentrum der Unternehmensstrategie.
Ambitionierte Produktionsziele in Texas und Fremont
Im Rahmen der langfristigen Planung gab Teslas Direktor für Autopilot und KI, Ashok Elluswamy, Ende Juli 2026 Einblicke in die Kapazitätsziele. Für die zweite Optimus-Produktionslinie in der Gigafactory Texas werde ein jährliches Ziel von 10 Millionen Robotern angestrebt. Dieses Volumen würde die Automobilverkäufe der meisten Nationalstaaten übersteigen und könnte bei den anvisierten Preispunkten etwa das Dreifache des aktuellen Tesla-Umsatzes generieren.
Bereits im Mai 2026 wurde mit dem Bau der entsprechenden Anlagen in Texas begonnen. Der offizielle Start der Serienproduktion an diesem Standort wird für das Jahr 2027 erwartet. Parallel dazu nutzt Tesla bereits bestehende Infrastrukturen: In Fremont wurde die Produktion der Modelle S und X im Frühjahr 2026 eingestellt, um Raum für die erste Optimus-Produktionslinie zu schaffen. Diese Anlage in Kalifornien ist auf eine Kapazität von einer Million Einheiten pro Jahr ausgelegt.
Wirtschaftlichkeit und technologische Entwicklung der Optimus-Serie
Hinsichtlich der Kostenstruktur liegen konkrete Schätzungen für eine Produktion im industriellen Maßstab vor. Elon Musk bezifferte die Kosten pro Einheit auf 20.000 bis 25.000 US-Dollar, sofern ein Volumen von einer Million Stück erreicht wird. Für das weitaus größere Ziel von 10 Millionen Einheiten wurden bisher keine spezifischen Kalkulationen veröffentlicht.
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Die technische Weiterentwicklung zeigt sich insbesondere beim Optimus Gen 2. Dieser verfügt über eine verbesserte Geschicklichkeit und erreicht eine Gehgeschwindigkeit von bis zu 5 km/h. Während Pilotproduktionseinheiten dieses Modells noch im Laufe des Jahres 2026 intern in Tesla-Einrichtungen zum Einsatz kommen sollen, wird die kommerzielle Verfügbarkeit für externe Kunden für 2026 oder 2027 anvisiert – unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Für die nachfolgende Generation Optimus V3, die bisher noch nicht offiziell enthüllt wurde, wird eine Markteinführung für das Jahr 2027 angestrebt.
Modulare Fertigung und interne Logistik
Die industrielle Umsetzung der Roboterfertigung erfordert laut Lars Moravy, Teslas Vizepräsident für Fahrzeugtechnik, hochkomplexe Strukturen. Er verwies auf ein modulares Design der Produktionslinien, das aufgrund der Vielzahl benötigter Aktuatoren insgesamt 40 Linien umfasst.
In den Tesla-Werken wird zudem der Einsatz autonomer Systeme in der Logistik weiter vorangetrieben. Fahrzeuge bewegen sich unter dem Begriff „Full-Self Hearing“ selbstständig vom Ende des Bandes zum Logistikhof. In internen Veröffentlichungen wurde zudem eine spezielle Prototyp-Variante des Optimus (Version 2.5) in goldener Farbgebung dokumentiert, die zur internen Differenzierung dient und bereits Aufgaben wie die Übergabe von Wasserflaschen übernimmt.
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Obwohl frühere Prognosen den Einsatz von Tausenden Einheiten bereits für Ende 2025 vorgesehen hatten, konzentriert sich Tesla nun auf den Aufbau der massiven Fertigungskapazitäten und der chipseitigen Infrastruktur, um die ambitionierten Auslieferungsziele für die kommenden Jahre abzusichern.
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