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Tesla FSD in Europa: EU-Abstimmung über Zulassung frühestens im Dezember

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die EU-Abstimmung über Teslas überwachtes Fahrsystem steht frühestens im Dezember an; mögliche Europa-Erlöse könnten 2027 beginnen.

Tesla FSD: EU-Entscheidung frühestens im Dezember, Europa-Rollout verzögert
Eine leere Autobahnkreuzung bei Dämmerung, die die moderne Infrastruktur in Europa darstellt. Illustration mit AI erstellt.

Die für Oktober erwartete Entscheidung über eine EU-weite Zulassung von Teslas überwachtem „Full Self-Driving“-System (FSD) verzögert sich. Wie aus der aktuellen EU-Agenda hervorgeht, wurde die Abstimmung auf frühestens Dezember verschoben. Damit bleibt der kommerzielle Rollout der Software in Europa vorerst blockiert, was Auswirkungen auf die kurzfristige Umsatzplanung des Automobilherstellers hat.

Verzögerungen im EU-Ausschuss für Kraftfahrzeugtechnik

Für den 6. Oktober ist eine Sitzung des zuständigen EU-Ausschusses für Kraftfahrzeugtechnik (TCMV) anberaumt. Entgegen früherer Erwartungen sieht die Tagesordnung jedoch lediglich eine 25-minütige Fortsetzung der Gespräche über einen niederländischen Antrag nach Artikel 39 vor.

Eine Abstimmung ist für diesen Termin nicht vorgesehen. Da der Ausschuss den Antrag bereits in zwei vorangegangenen Sitzungen behandelt hat, gilt nun das Treffen im Dezember als nächster möglicher Zeitpunkt für eine Entscheidung.

Tesla hatte selbst am 1. September über die Plattform X den 6. Oktober als potenziellen Abstimmungstermin kommuniziert. Elon Musk brachte in den sozialen Netzwerken seinen Unmut über die erneute Verschiebung zum Ausdruck. Marktbeobachter wiesen darauf hin, dass durch den geänderten Zeitplan Erlöse aus FSD-Softwareabonnements und Lizenzen in Europa frühestens im Jahr 2027 anfallen könnten.

An der Börse reagierte die Tesla-Aktie (TSLA) negativ auf die Nachricht und lag zum Berichtszeitpunkt mit 1,4 % im Minus, nachdem sie zur Eröffnung zunächst Gewinne von fast 2 % verzeichnet hatte. Im bisherigen Jahresverlauf verlor das Papier bereits 17 %.

Hürden für eine EU-weite Genehmigung

Eine EU-Zulassung ist die Voraussetzung für einen flächendeckenden Einsatz des Systems. Um diese zu erreichen, müssen 15 der 27 Mitgliedstaaten zustimmen, die zusammen mindestens 65 % der EU-Bevölkerung repräsentieren. Derzeit wird das System in sieben EU-Staaten anerkannt, die sich der niederländischen Genehmigung angeschlossen haben, darunter Litauen, Estland und Dänemark.

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Die für Oktober erwartete EU-Abstimmung über Teslas überwachtes FSD-System wurde auf frühestens Dezember verschoben — die TCMV-Agenda für den 6. Oktober sieht nur weitere Gespräche vor. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Erlöse aus FSD-Abonnements und Lizenzen in Europa damit frühestens 2027 anfallen könnten. Unser kostenloser Report ordnet die Zulassungshürden, die Umsatzprognose und den Genehmigungsstand in den EU-Staaten ein. Kostenlosen Analyse-Report jetzt anfordern

Am 21. September 2026 erkannte auch Tschechien die vorläufige Zulassung an. Da jedoch große Märkte wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien bislang fehlen, decken die befürwortenden Staaten lediglich etwa 12 % der EU-Bevölkerung ab.

Frankreich hatte das System im Juli 2026 zunächst abgelehnt. Nach weiteren Gesprächen Anfang September testet das Land derzeit zwei Fahrzeuge mit der FSD-Software. Tesla sieht die Zulassung als strategisch wichtig an, um die Wettbewerbsfähigkeit in Europa gegenüber der wachsenden Konkurrenz durch chinesische Elektrofahrzeughersteller zu sichern.

Sicherheitsbedenken und unterschiedliche Studienlagen

Ein Hindernis für die Zulassung bleiben Sicherheitsbedenken einiger Mitgliedstaaten. Unter anderem äußerte Schweden Vorbehalte wegen möglicher Geschwindigkeitsüberschreitungen durch die Software. Ein Bericht der belgischen Verkehrssicherheitsgruppe Johanna.be vom 7. September forderte eine Neubewertung der bisherigen Zulassungen.

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Nur sieben EU-Staaten erkennen die niederländische FSD-Genehmigung bislang an — zusammen etwa 12 Prozent der EU-Bevölkerung. Große Märkte wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien fehlen, und Sicherheitsbedenken etwa zu Tempolimit-Überschreitungen bleiben ungeklärt. Wer die regulatorischen Risiken für seine Tesla-Position einschätzen will, findet in diesem kostenlosen Report den aktuellen Genehmigungsstand und die offenen Streitpunkte. FSD-Zulassungsstand als Report sichern

Die Gruppe stützte sich dabei auf Tests aus dem Juli, bei denen FSD-Fahrzeuge in mehr als der Hälfte der untersuchten 30-km/h-Zonen das Tempolimit überschritten hätten. Zudem seien Fehler in Wohnstraßen mit 20-km/h-Limit sowie riskante Überholmanöver gegenüber Radfahrern beobachtet worden.

Tesla hielt diesen Vorwürfen Anfang September eine eigene Studie entgegen. Laut dem Unternehmen würden FSD-Fahrzeuge nicht übermäßig schnell fahren, sondern ihr Tempo dem Verkehrsfluss anpassen. Tesla gab zudem an, dass bei über 70.000 Kunden und mehr als einer Million täglich gefahrenen Kilometern die Unfallrate des Systems etwa 4,1-mal niedriger liege als beim rein manuellen Fahren in den vorangegangenen fünf Monaten.

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