Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Fertigung in Fremont startet, 20.000 Roboter pro Woche geplant

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der frühe Produktionsstart trifft auf technische Hürden; zugleich sank Teslas Quartalsnettoergebnis um 43 Prozent auf 787 Millionen US-Dollar.
Leere, moderne Industriehalle mit langen Fertigungslinien und poliertem Betonboden in einer Fabrik. Illustration mit AI erstellt.

Tesla hat die frühe Fertigung seines humanoiden Roboters Optimus im Werk im kalifornischen Fremont aufgenommen. Das geht aus dem Aktionärsbrief des Unternehmens zum dritten Quartal 2026 hervor.

Die Fertigungslinie wurde in einem früheren Produktionsbereich für Elektrofahrzeuge eingerichtet und ist für hohe Stückzahlen ausgelegt. Unternehmenschef Elon Musk bezeichnete den aktuellen Status als frühe Produktion, die zunächst mit einem langsamen Hochlauf anlaufen werde.

Hohe Fertigungsziele treffen auf technische Hürden

Bis Ende 2027 peilt der Konzern eine Produktionsrate von 20.000 Robotern pro Woche an. Musk räumte jedoch ein, dass das Erreichen dieses Taktes mindestens ein Jahr, womöglich auch etwas länger dauern werde. Geplant ist, gegen Ende 2027 auch erste Einheiten an externe Unternehmen auszuliefern.

Zuvor müssen jedoch wesentliche Entwicklungsherausforderungen bewältigt werden. Zu den noch offenen Problemfeldern zählen die Funktionalität der Hände, die allgemeine Sicherheit, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit sowie künstliche Intelligenz für ergebnisoffene Aufgaben. Genaue Stückzahlen und spezifisch beherrschbare Tätigkeiten nannte der Konzern bislang nicht.

Fachleute blicken differenziert auf das Vorhaben. So wies Ken Goldberg von der University of California in Berkeley darauf hin, dass die erforderliche Software für Optimus noch fehle und die Erfolgsraten entsprechender Systeme in Robotiklaboren derzeit bei 70 bis 80 Prozent verharren.

Für den Antrieb der Systeme plant Tesla für April 2027 den Einsatz eines AI5-Chips, der die zehnfache Rechenleistung des Vorgängers AI4 liefern soll. Um die Software adäquat zu trainieren, erachtet das Unternehmen den Einsatz von rund 10.000 bis 20.000 Robotern in einer speziellen Trainingsumgebung als erforderlich.

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Roboter und Robotaxis als strategische Pfeiler

Die Weiterentwicklung humanoider Roboter läuft parallel zu Teslas Bemühungen im Bereich des autonomen Fahrens. Musk erklärte im Rahmen der Quartalskonferenz, dass autonome Fahrdienste bald eine signifikante Umsatzquelle darstellen würden.

Die Nutzung der hauseigenen Robotaxi-Flotte wachse exponentiell. Finanzchef Vaibhav Taneja ergänzte, dass das eigens konzipierte Cybercab überwiegend im Eigenbetrieb verbleiben solle.

VP Lars Moravy erklärte, Tesla plane trotz einer laufenden Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zu Fahrzeugen ohne manuelle Steuerungselemente, das Cybercab bis Ende 2026 auch an Endkunden zu verkaufen. Die Behörde setzte dem Konzern für eine Antwort auf bestehende Fragen eine Frist bis zum 30. Oktober.

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Bei der vollständig unüberwachten Selbstfahr-Software rechnen Unternehmensvertreter wie Musk und Software-Chef Ashok Elluswamy mit ersten Einsätzen in Kundenfahrzeugen bis zum zweiten Quartal 2027.

Geschäftszahlen des dritten Quartals 2026

Finanziell bildete das dritte Quartal 2026 eine gemischte Ausgangslage für die Neuausrichtung. Der Gesamtumsatz lag bei 28,04 Milliarden US-Dollar nach 28,09 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis sank im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um 43 Prozent auf 787 Millionen US-Dollar.

Die Auslieferungen beliefen sich auf 486.532 Fahrzeuge. Gestützt wurde das Quartal durch die Dienstleistungssparte, die mit 4,6 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Rekord-Bruttogewinn von 734 Millionen US-Dollar erzielte, sowie durch einen freien Cashflow von 1,53 Milliarden US-Dollar.

Die Gesamtinvestitionen für das laufende Jahr senkte Tesla laut Taneja auf rund 20 Milliarden US-Dollar, die vorrangig aus dem operativen Mittelzufluss bedient werden sollen.

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