Tesla, SpaceX

Tesla und SpaceX prüfen Fusion mit 3,48 Billionen Dollar Wert

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 03:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Tesla und SpaceX prüfen auf Wunsch von Aktionären einen Zusammenschluss. Musk betont, dass die Fusion keineswegs sicher sei und Tesla-Aktionäre zustimmen müssten.

SpaceX meldet starke Quartalszahlen

  • SpaceX erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 4,4 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz stieg binnen eines Jahres von 5,58 auf 14,58 Milliarden Dollar.
  • Starlink zählte zum 30. September 13,6 Millionen Kunden in 3.800 Flugzeugen.
  • SpaceX und Tesla prüfen einen Zusammenschluss. (Archivbild) - Bild: Eric Gay/AP/dpa
  • Teslas Roboter Optimus könne das erfolgreichste Produkt der Geschichte werden, behauptet Musk. (Archivbild) - Bild: Christoph Soeder/dpa
  • Soll zwei Mal pro Woche starten: Die große Rakete Starship. (Archivbild) - Bild: Eric Gay/AP/dpa
SpaceX und Tesla prüfen einen Zusammenschluss. (Archivbild) - Bild: Eric Gay/AP/dpa Teslas Roboter Optimus könne das erfolgreichste Produkt der Geschichte werden, behauptet Musk. (Archivbild)  - Bild: Christoph Soeder/dpa Soll zwei Mal pro Woche starten: Die große Rakete Starship. (Archivbild)  - Bild: Eric Gay/AP/dpa

Fusion von Tesla und SpaceX wird geprüft

Die von Elon Musk geführten Unternehmen Tesla und SpaceX prüfen einen Zusammenschluss. Dafür haben beide Firmen auf Wunsch von Aktionären spezielle Ausschüsse gebildet, wie Musk bei einer Videokonferenz zu den SpaceX-Quartalszahlen sagte.

Musk hält sich aus Prüfung heraus

Musk erklärte, er sei wegen möglicher Interessenkonflikte nicht Teil der Ausschüsse. Er ist Großaktionär beider Unternehmen und verfügt laut der Meldung über ein geschätztes Vermögen von rund 920 Milliarden Dollar.

Über eine Fusion wird seit längerer Zeit spekuliert. Musk bezeichnete ein Zusammengehen persönlich als gute Idee, warnte aber davor, von einer sicheren Umsetzung auszugehen. Für die Transaktion wäre die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre erforderlich.

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Bewertungen erreichen Billionenhöhe

SpaceX ist laut der Meldung aktuell mehr als 1,9 Billionen Dollar wert, Tesla rund 1,48 Billionen Dollar. Zusammen wäre es die bisher gewichtigste Fusion zweier Unternehmen.

Die Bewertungen hängen bei beiden Firmen stark von Erwartungen an künftige Produkte und Dienstleistungen ab. Tesla setzt auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter. SpaceX baut neben Raketenstarts vor allem das Satelliteninternet Starlink und KI-Rechenzentren aus.

Fusion könnte Musks Kontrolle stärken

Bei SpaceX besitzt Musk dank Aktien mit mehreren Stimmrechten bereits die volle Kontrolle. Bei Tesla folgt die Mehrheit der Aktionäre häufig seinen Vorschlägen, doch Musk strebt seit Jahren eine stärkere Absicherung seiner Führungsposition an.

Im vergangenen Jahr stellten Tesla-Aktionäre ihm ein umfangreiches Aktienpaket in Aussicht. Daran sind jedoch anspruchsvolle Zielmarken geknüpft. Bei einer Übernahme von Tesla würden diese Vorgaben laut der Meldung hinfällig.

Politisches Gewicht bleibt relevant

Musk spendete 2024 mehrere hundert Millionen Dollar für den Wahlkampf von Donald Trump und war zeitweise ein enger Vertrauter des US-Präsidenten. Derzeit unterstützt er erneut den Wahlkampf der Republikaner für das US-Parlament.

SpaceX ist für die US-Raumfahrt einschließlich militärischer Programme von großer Bedeutung. Auch Starlink spielt im Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle. Musk ist zudem Co-Chef eines Gremiums, das das Pentagon zur Kriegsführung der Zukunft berät.

Quartalsgewinn bei SpaceX

SpaceX verbuchte im vergangenen Quartal einen Nettogewinn von 4,4 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Verlust von gut einer Milliarde Dollar ausgewiesen.

Der Umsatz stieg von rund 5,58 Milliarden auf 14,58 Milliarden Dollar. Starlink setzte 5,2 Milliarden Dollar um, 69 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit KI-Rechenzentren steigerte seine Erlöse von 813 Millionen auf 7,56 Milliarden Dollar.

Weitere Pläne für Starship und Starlink

Musk kündigte an, Starship solle gegen Ende des kommenden Jahres zweimal pro Woche starten. Die Rakete war bislang 14-mal testweise geflogen. Zudem soll die Zahl der Starlink-Satelliten binnen drei Jahren auf 100.000 steigen; zuletzt waren es etwas mehr als 10.000.

Nach der Ankündigung legte die Tesla-Aktie im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu. SpaceX hatte zuvor Musks KI-Firma xAI aufgenommen.

Ein Zusammenschluss von Tesla und SpaceX würde zwei sehr unterschiedlich ausgerichtete Unternehmen unter einem Dach verbinden: Tesla steht für Elektrofahrzeuge, Energiespeicher, Robotaxis und humanoide Roboter, während SpaceX sein Geschäft mit Raketenstarts, Starlink und inzwischen auch KI-Rechenzentren ausgebaut hat. Die Verbindung würde deshalb nicht nur industrielle Größenordnungen, sondern auch sehr unterschiedliche regulatorische und operative Anforderungen zusammenführen.

Entscheidend ist die Rolle Elon Musks. Er ist Großaktionär beider Unternehmen und könnte von einer Fusion profitieren, zugleich schafft diese Doppelrolle erhebliche Fragen zu Interessenkonflikten. Dass Musk nach eigenen Angaben nicht in den eigens gebildeten Ausschüssen sitzt, soll diese Prüfung organisatorisch abgrenzen; über die Transaktion müssten bei Tesla dennoch die Aktionäre entscheiden.

Bewertung und Kontrolle

Die hohen Bewertungen beruhen stark auf Erwartungen an künftige Geschäfte. Bei Tesla betrifft das vor allem autonome Fahrzeuge und Roboter, bei SpaceX Starlink, KI-Infrastruktur und neue Raumfahrtprojekte. Eine Fusion könnte gemeinsame Technologien und Kapital bündeln, würde aber auch die Abhängigkeit beider Unternehmen von Musks strategischen Versprechen weiter verstärken.

Für Anleger ist zunächst relevant, dass die Prüfung noch keine beschlossene Übernahme bedeutet. Ein möglicher Abschluss dürfte umfangreiche Aktionärs-, Börsen- und gegebenenfalls Wettbewerbsprüfungen auslösen. Die unmittelbare Kursreaktion deutet darauf hin, dass der Markt den Schritt zwar als relevant, aber nicht als sicheren wirtschaftlichen Vorteil bewertet.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Focus: „Musk bestätigt: Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss“ (20.10.2026)

Der Beitrag bestätigt die Prüfung eines Zusammenschlusses durch die von Musk geführten Unternehmen. Einen eigenständigen Schwerpunkt über den dpa-Faktenkern hinaus setzt der Artikel nicht.

Stern: „Elon Musk bestätigt: Tesla und SpaceX prüfen Zusammenschluss“ (20.10.2026)

Auch dieser Bericht bestätigt Musks Aussage und die Bildung spezieller Ausschüsse. Im Mittelpunkt steht ebenfalls die noch offene Entscheidung über einen möglichen Zusammenschluss.

Beide Beiträge stimmen beim Kernereignis überein. Offen bleibt, ob die Aktionäre zustimmen und wie die unterschiedlichen Geschäftsbereiche organisatorisch verbunden werden könnten.

Disclaimer...
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