Tofu-Test: Soja-Gehalt variiert zwischen 15 und 60 Prozent
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Untersuchung des Forschungsinstituts fĂŒr biologischen Landbau (FRC) legt deutliche Differenzen in der Zusammensetzung gĂ€ngiger Tofu-Produkte offen. Im Rahmen einer im August 2026 veröffentlichten Analyse wurden zwölf verschiedene Erzeugnisse auf ihre Inhaltsstoffe und QualitĂ€t geprĂŒft. Dabei standen insbesondere der Soja-Anteil sowie der Proteingehalt im Fokus der Experten.
Diskrepanzen beim Soja-Gehalt und NĂ€hrwertprofil
Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen eine hohe VolatilitÀt bei der Rezepturgestaltung pflanzlicher Proteinquellen. Den erhobenen Daten zufolge schwankt der Gehalt an Soja zwischen den einzelnen Produkten erheblich: WÀhrend einige Erzeugnisse lediglich einen Anteil von 15 % aufweisen, erreichen andere Werte von bis zu 60 %. Diese Spanne verdeutlicht, dass die Produktkategorie Tofu am Markt Erzeugnisse mit sehr unterschiedlicher Substanz umfasst.
Hinsichtlich des NĂ€hrwerts ermittelten die PrĂŒfer einen durchschnittlichen Proteingehalt von 13 g pro 100 g ĂŒber alle getesteten Produkte hinweg. Diese Kennzahl gilt als wesentlicher Indikator fĂŒr die QualitĂ€t eines Fleischersatzprodukts, da Protein der primĂ€re funktionale Bestandteil in dieser Lebensmittelgruppe ist. Der Test macht deutlich, dass der Gehalt der namensgebenden Komponente Soja massiv variiert und der tatsĂ€chliche ErnĂ€hrungswert somit stark vom spezifischen Herstellungsverfahren abhĂ€ngt.
Rohstoffherkunft und preisliche Einordnung
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Ein einheitliches Bild zeichnete die Analyse bei den ökologischen Standards und der Herkunftssicherung. Alle zwölf untersuchten Tofu-Produkte enthielten Bio-Soja. Das Forschungsinstitut hielt fest, dass die verwendeten Rohstoffe hÀufig aus Schweizer Anbau stammten, was auf eine stabile regionale Verankerung der Lieferketten im Bio-Segment hindeutet.
Wirtschaftlich betrachtet zeigt der Markt eine deutliche Preisspreizung. Die Kilogrammpreise der untersuchten Waren bewegten sich in einem Korridor von 4 bis 25 Schweizer Franken. Diese Differenz zwischen dem gĂŒnstigsten und dem teuersten Produkt unterstreicht die heterogene Preisgestaltung im Bereich der pflanzlichen Proteine, die ĂŒber verschiedene Handelssegmente hinweg angeboten werden.
Bewertung der Marktakteure und Testergebnisse
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In der qualitativen Gesamtbetrachtung konnten sich insbesondere bestimmte Eigenmarken des Einzelhandels profilieren. Als Testsieger gingen aus der Untersuchung drei Varianten des Anbieters Coop hervor, die jeweils eine Bewertung von 8,7 von 10 Punkten erhielten.
Zusammenfassend zeigt die Analyse des Forschungsinstituts fĂŒr biologischen Landbau (FRC), dass bei pflanzlichen Proteinquellen signifikante QualitĂ€tsunterschiede bestehen. Diese Differenzen betreffen nicht nur den reinen Soja-Anteil, sondern spiegeln sich auch in der NĂ€hrstoffdichte wider. FĂŒr Marktbeobachter und Verbraucher unterstreichen die Ergebnisse die Relevanz einer detaillierten InhaltsprĂŒfung, da der reine Produktname Tofu nur bedingt RĂŒckschlĂŒsse auf die tatsĂ€chliche Zusammensetzung und den ökologischen Nutzwert zulĂ€sst.

