Transkranielle Pulsstimulation: 17.690 Sitzungen belegen hohe Verträglichkeit
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 10:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
000 Behandlungssitzungen. Die nicht-invasive Methode wird seit ihrer CE-Zulassung 2018 zunehmend in der klinischen Praxis eingesetzt, besonders im deutschsprachigen Raum.
Hohe Verträglichkeit bei tausenden Sitzungen
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 wertete Daten aus 33 Zentren aus. Die Untersuchung umfasste 785 Alzheimer-Patienten, die insgesamt 17.690 Behandlungssitzungen erhielten. Das Ergebnis: Keine klinisch relevanten Nebenwirkungen. Nur vereinzelt berichteten Patienten über leichte, vorübergehende Kopfschmerzen.
Die Analyse deutet zudem darauf hin, dass die Erkrankung bei den Teilnehmern während des Beobachtungszeitraums nicht weiter fortschritt. Bis Mitte 2026 wurden weltweit rund 290.000 TPS-Sitzungen dokumentiert. Das Standardprotokoll sieht sechs Initialbehandlungen innerhalb von zwei Wochen vor.
So funktioniert die Methode
Die Transkranielle Pulsstimulation arbeitet mit Schallpulsen, die bis zu acht Zentimeter tief ins Hirngewebe eindringen. Ziel ist die nicht-invasive Stimulation bestimmter Hirnareale. Die Verfügbarkeit hat sich deutlich ausgeweitet: Von den weltweit über 250 Kliniken mit TPS-Angebot befinden sich mehr als 100 in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde ein spezielles Alzheimer-Register eingerichtet. Es erfasst systematisch Langzeitdaten und begleitet die klinische Anwendung wissenschaftlich.
Die Sorge vor Nebenwirkungen neuer Alzheimer-Therapien ist verständlich. Doch es gibt eine nicht-invasive Alternative: Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) wurde bereits in über 17.000 Sitzungen ohne relevante Nebenwirkungen getestet. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, wie TPS funktioniert und welche Kliniken in Ihrer Nähe diese sanfte Behandlung anbieten. Kostenlosen TPS-Leitfaden anfordern
Neue Forschungsfelder
Neben Alzheimer untersuchen Forscher das Potenzial der TPS in weiteren Bereichen. Die Medizinische Universität Wien führt eine randomisierte, doppelblinde Studie mit 102 Patienten durch. Sie prüft die Wirksamkeit bei Long-Covid-Erkrankungen.
Die Universität Hongkong forscht mit 180 Teilnehmern zur Anwendung bei Aufmerksamkeitsstörungen – der bislang größten Einzelstudie in diesem Kontext.
Flankiert wird die apparative Therapie durch neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung. Die Biotechnologin Esther Hellmann vom IMC Krems untersucht den Toll-Like-Rezeptor 10 (TLR10) in Mikroglia-Zellen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine gezielte Beeinflussung dieser „Entzündungsbremse“ im Gehirn neue Ansätze für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen bieten könnte.
Antikörper-Medikamente wie Lecanemab sind nur für einen Bruchteil der Alzheimer-Patienten geeignet. Für alle anderen bleibt oft nur die Suche nach verträglichen Alternativen. Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) bietet eine schonende, nicht-invasive Option – mit über 100 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie TPS wirkt und wo Sie sie finden. TPS-Klinik-Checkliste jetzt herunterladen
Medikamentöser Kontext
Die Entwicklung der Hirnstimulation fällt in eine Zeit des Wandels auf dem Alzheimer-Medikamentenmarkt. Seit Juni 2026 sind in Deutschland die Antikörper-Therapien Lecanemab und Donanemab verfügbar. Diese Optionen kommen Schätzungen zufolge für etwa 120.000 der rund 1,2 Millionen Betroffenen infrage. Das unterstreicht die Bedeutung ergänzender Therapieformen wie der TPS.
