Tremfya, PPP

Tremfya bei PPP: 88,9 Prozent erreichen nach 84 Wochen PPPASI-50

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 11:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei Palmoplantarer Pustulosis stiegen die PPPASI-Ansprechraten unter Guselkumab bis Woche 84; Real-World-Daten ergÀnzen die Studienergebnisse.
Abstrakte, minimalistische Darstellung einer hellen, neutralen architektonischen FlÀche mit weichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Behandlung der Palmoplantaren Pustulosis (PPP) gewinnen langfristig angelegte Therapiestrategien zunehmend an Bedeutung. Wie Fachleute anlÀsslich eines Symposiums des Unternehmens Koreanisches Janssen auf dem 78. Herbstkongress der Koreanischen Dermatologischen Gesellschaft am 18. Oktober 2026 hervorhoben, reicht eine reine kurzfristige Symptomkontrolle oft nicht aus.

FĂŒr eine nachhaltige Verbesserung der LebensqualitĂ€t der Betroffenen sei vielmehr ein dauerhaftes Krankheitsmanagement erforderlich. Im Mittelpunkt der Fachdiskussion standen dabei klinische Daten zum Interleukin-23-Inhibitor Tremfya (Guselkumab).

Phase-3-Daten belegen anhaltende Krankheitskontrolle

Die auf der Fachtagung prÀsentierten Phase-3-Daten zu Tremfya verdeutlichen das Potenzial einer kontinuierlichen Behandlung bei PPP. Der therapeutische Nutzen wurde anhand des Palmoplantar Pustulosis Area and Severity Index (PPPASI) gemessen.

In Woche 16 erreichten 57,4 Prozent der mit dem Wirkstoff behandelten Patienten eine mindestens 50-prozentige Verbesserung ihres Hautbefunds (PPPASI-50), wÀhrend dies in der Placebogruppe auf 34,0 Prozent zutraf.

Mit fortlaufender Behandlungsdauer zeigte sich eine weitere Zunahme der Ansprechraten: Nach 60 Wochen lag der Anteil der Patienten mit PPPASI-50 bei 79,6 Prozent, nach 84 Wochen stieg dieser Wert auf 88,9 Prozent. Auch bei den anspruchsvolleren Kriterien einer 75-prozentigen Befundbesserung (PPPASI-75) dokumentierten die klinischen Daten einen deutlichen Anstieg.

WĂ€hrend in Woche 16 rund 20,4 Prozent der Behandelten diesen Endpunkt erreichten, waren es in Woche 60 bereits 63,0 Prozent und nach 84 Wochen 68,9 Prozent. Das Sicherheitsprofil erwies sich dabei als konsistent: Rund 88 Prozent der erfassten unerwĂŒnschten Ereignisse unter Tremfya wurden als leicht oder mittelschwer eingestuft.

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Kurzfristige Symptomkontrolle reicht bei Palmoplantarer Pustulosis selten aus — entscheidend ist, was nach Woche 16 passiert. Die Phase-3-Daten zeigen einen Anstieg der PPPASI-50-Ansprechrate von 57,4 Prozent in Woche 16 auf 88,9 Prozent nach 84 Wochen. Unser Praxis-Report zeigt Ihnen Schritt fĂŒr Schritt, wie Sie Verlaufskontrollen ĂŒber 84 Wochen planbar aufsetzen. Kostenlosen Praxis-Report jetzt anfordern

Real-World-Evidenz bei therapierefraktÀren VerlÀufen

ErgÀnzend zu den kontrollierten Zulassungsstudien liefert eine retrospektive Single-Center-Real-World-Studie Einblicke in die Versorgungspraxis. Untersucht wurden 17 koreanische PPP-Patienten mit einem medianen Ausgangs-PPPASI von 12,2. Das Kollektiv wies eine hohe Vorbehandlungsrate mit klassischen Systemtherapien auf: 94,1 Prozent der Patienten waren zuvor mit Acitretin und 82,4 Prozent mit Ciclosporin behandelt worden.

Unter der Gabe des IL-23-Inhibitors erzielten in dieser Real-World-Kohorte 82,4 Prozent der Betroffenen ein PPPASI-50-Ansprechen. Eine Reduktion des Schweregrads um mindestens 75 Prozent (PPPASI-75) wurde bei 47,1 Prozent der Patienten dokumentiert.

Versorgungsrahmen und regulatorischer Status

In SĂŒdkorea ist Tremfya seit dem Jahr 2019 fĂŒr erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer PPP zugelassen. Seit Mai 2021 wird das PrĂ€parat im dortigen Gesundheitssystem erstattet und stellt das einzige erstattungsfĂ€hige Biologikum fĂŒr diese Indikation im Land dar.

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Bei therapierefraktĂ€ren PPP-VerlĂ€ufen entscheidet oft der Versorgungsrahmen, nicht nur die Substanz: In der Real-World-Kohorte waren ĂŒber 90 Prozent der Betroffenen zuvor mit Acitretin behandelt, 82,4 Prozent mit Ciclosporin. Unser Leitfaden ordnet ein, welche Erstattungs- und Zugangswege fĂŒr Langzeittherapien relevant sind und wie Sie die Dokumentation dafĂŒr vorbereiten. Leitfaden Erstattung und Zugang jetzt sichern

Die Rahmenbedingungen fĂŒr Betroffene haben sich zudem durch gesundheitspolitische Weichenstellungen verĂ€ndert: Im Jahr 2024 stufte die sĂŒdkoreanische Gesundheitspolitik die Palmoplantare Pustulosis als seltene Erkrankung ein. Diese Einstufung ermöglicht ab dem Jahr 2025 eine SondervergĂŒtung in der Versorgung, was den Zugang zu spezialisierten Langzeittherapien weiter festigt.

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