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Trump Mobile: Hacker veröffentlichen 3.615 Kundeneinträge im Netz

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 21:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Veröffentlichte Kundendaten wurden teilweise von Betroffenen bestätigt; Umfang und Zugriffsweg des Vorfalls sind weiterhin ungeklärt.

Trump Mobile: Hacker veröffentlichen Daten von 3.615 Kundeneinträgen
Dunkler Serverraum mit metallischen Schränken und blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die Hackergruppe BYOD hat vertrauliche Kundendaten des US-amerikanischen Mobilfunkanbieters Trump Mobile im Internet veröffentlicht. Nach Angaben der Angreifer habe das Unternehmen auf grundlegende Sicherheitsvorkehrungen wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verzichtet.

Sicherheitsforscher Dominic Alvieri hält es zudem für möglich, dass die Veröffentlichung und ein vorangegangener Vorfall auf denselben ursprünglichen Angriff zurückgehen könnten.

Insgesamt umfasst der von BYOD publizierte Datensatz 3.615 Kundeneinträge. Betroffen sind sowohl aktive Abonnenten als auch Personen mit abgebrochenen Registrierungsvorgängen, während Bestellungen für das beworbene T1-Smartphone nach vorliegenden Informationen nicht enthalten sind.

Die offengelegten Datensätze beinhalten sensible persönliche Informationen wie vollständige Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnadressen sowie Bestellverläufe und Kündigungsdaten.

Fehlende Schutzmaßnahmen und Vorwürfe der Hacker

Den Behauptungen der Hackergruppe zufolge verschafften sich die Akteure über ein mit einem Remote-Access-Trojaner infiziertes Endgerät eines Mitarbeiters von Liberty Mobile Zugang zum System. Liberty Mobile stellt als Betreiber die technische Infrastruktur für das virtuelle Mobilfunknetz von Trump Mobile bereit.

BYOD gab an, weiterhin Zugriff auf die Kundenbestände gehabt zu haben, und warf sowohl Trump Mobile als auch Liberty Mobile vor, keine Mehr-Faktor-Authentifizierung eingerichtet zu haben. Zudem verfüge Trump Mobile über kein eigenes internes Cybersicherheitsteam und habe die Hackergruppe als Terroristen eingestuft. Eine öffentliche Stellungnahme des Unternehmens lag hierzu nicht vor.

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Berichten vom 7. Oktober 2026 zufolge prüfen IT-Sicherheitsanalysten den Fall eingehend. Cybernews bewertete die geprüften Datensätze als authentisch und sah keine Anzeichen dafür, dass diese aus früheren Datenlecks stammen.

Der von den Angreifern behauptete Zugriffsweg über einen Mitarbeiter von Liberty Mobile ist bislang ebenso wenig unabhängig bestätigt wie der genaue Infektionsweg und die Dauer des Systemzugriffs. Laut Daily Kos bleibt zudem unklar, ob die Zahl von 3.615 Betroffenen den gesamten Kundenstamm widerspiegelt oder lediglich den von den Hackern ermittelten Teilbereich darstellt.

Prominente Betroffene und Bestätigung der Daten

Unter den betroffenen Einträgen befinden sich die Daten von Eric Brunnett, dem Vizepräsidenten und CIO der Trump Organization. Daten von Donald Trump oder weiteren Mitgliedern der Familie Trump tauchen in den Listen hingegen nicht auf.

Mehrere Betroffene bestätigten gegenüber Reportern die Korrektheit der veröffentlichten Angaben. Unter anderem verifizierte das IT-Magazin PCMag bei drei betroffenen Nutzern deren frühere Inanspruchnahme der Dienste. Ein Anwalt der Trump Organization bestätigte ebenfalls die frühere Nutzung von Trump Mobile.

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Kunden schilderten im Zuge der Berichterstattung unterschiedliche Vertragsdetails. So bestätigte ein Nutzer eine im Jahr 2025 geleistete Anzahlung in Höhe von 100 US-Dollar für ein T1-Gerät, das bislang nicht geliefert worden sei. Andere Kunden zahlten demnach rund 55 bis 65 US-Dollar für einen 30-Tage-Tarif mit unbegrenzten Telefonaten, SMS und Datenvolumen.

Weder die Trump Organization nor Liberty Mobile reagierten auf journalistische Anfragen zu den Geschehnissen. Der Vorfall folgt auf ein vorangegangenes Datenleck durch die Gruppe EndZone, die etwa eine Woche zuvor einen separaten Cyberangriff auf rund 4.000 Nutzer für sich reklamiert hatte.

Während ein direkter Zusammenhang bislang unbestätigt bleibt, verweist Sicherheitsforscher Dominic Alvieri auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Ursache beider Zwischenfälle.

Mehr zum Thema bei Golem.de: „Goldenes Trump Phone: Hacker veröffentlichen Kundendaten von Trump Mobile“

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