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Trump Mobile: Hacker veröffentlichen Daten von 3.615 Abonnenten im Darknet

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 16:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PCMag bestätigte Teile der geleakten Kundendaten; Trump Mobile hat sich bislang nicht öffentlich zum Vorfall geäußert.

Trump Mobile: BYOD veröffentlicht Daten von 3.615 Abonnenten im Darknet
Ein langer, dunkel beleuchteter Korridor in einem Serverraum mit metallischen Schränken auf einem glänzenden Betonboden. Illustration mit AI erstellt.

Die Hackergruppe BYOD hat Datensätze von 3.615 Abonnenten des Mobilfunkanbieters Trump Mobile im Darknet veröffentlicht. Nach Angaben der Gruppe verschafften sich die Angreifer über einen kompromittierten Mitarbeiter des Netzpartners Liberty Mobile Zugriff auf die Systeme. Das Datenleck war am 5. Oktober 2026 bekannt geworden, wobei die genannte Zahl der Betroffenen von BYOD stammt und bisher nicht unabhängig verifiziert wurde.

Umfangreiche Kundendaten im Netz einsehbar

Die veröffentlichten Datensätze enthalten sensible persönliche Informationen, darunter Namen, Wohnanschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Kunden. Zudem sind Angaben zu Bestellungen, Tarifen sowie Kündigungen enthalten. Nach Darstellung von BYOD umfasst der Datensatz auch unvollständige oder abgebrochene Anmeldeprozesse.

Die Gruppe gab am 6. Oktober 2026 an, dass die Datensätze aktive Mobilfunkkunden und abgebrochene Mobilfunkbestellungen betreffen, nicht jedoch Bestellungen des angekündigten Mobiltelefons T1. Dennoch wies laut Medienberichten mindestens ein Datensatz eine nicht erfüllte Vorbestellung eines T1-Geräts mit einer Anzahlung von 100 US-Dollar aus.

Recherchen des IT-Magazins PCMag stützen die Echtheit von Teilen der Daten: Drei kontaktierte Personen bestätigten demnach eine bestehende oder frühere Kundenbeziehung zu Trump Mobile. Unter anderem dokumentierte ein Eintrag korrekt die Kündigung eines 30-Tage-Tarifs mit unbegrenzten Gesprächsminuten, SMS und Datenvolumen.

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Während der Datenbestand laut Berichten keine Angaben zu Donald Trump oder seiner Familie enthält, sind persönliche Daten hochrangiger Führungskräfte betroffen. So findet sich nach Medienberichten der Name von Eric Brunnett, CIO und Vizepräsident der Trump Organization, unter den geleakten Einträgen.

Sicherheitsmängel und anhaltender Systemzugriff

Den Einbruch führten die Hacker nach eigenen Angaben über das Endgerät eines Liberty-Mobile-Mitarbeiters aus, das mit einem Remote-Access-Trojaner beziehungsweise einem Infostealer infiziert worden sei. BYOD behauptet zudem, weiterhin Zugriff auf das Backend von Trump Mobile und ein internes Dashboard zu besitzen. Weder dieser fortbestehende Zugriff noch der genaue Angriffsweg sind bislang unabhängig bestätigt.

Die Hackergruppe warf beiden beteiligten Unternehmen erhebliche Versäumnisse vor; so sei auf den genutzten Systemen keine Mehr-Faktor-Authentifizierung eingerichtet gewesen. Auf einen entsprechenden Hinweis der Hacker habe Trump Mobile laut BYOD mit der Aussage reagiert, man verfüge über kein Team, das sich um solche Vorfälle kümmere. Diese Schilderung wurde bislang nicht von dritter Seite bestätigt.

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Keine Stellungnahme des Unternehmens

Trump Mobile hat den Vorfall bislang nicht öffentlich bestätigt und ließ Medienanfragen unbeantwortet. Eine offizielle Stellungnahme blieb aus. Bis zum 6. Oktober 2026 war zudem keine erkennbare Wiederherstellung oder Sicherung der betroffenen Systeme gemeldet worden. Auf der Website des Anbieters wird derzeit ein Mobilfunktarif für 47,45 US-Dollar pro Monat sowie das T1-Gerät für 750 US-Dollar beworben.

Der Vorfall reiht sich in vorherige Berichte über Sicherheitslücken bei dem Dienst ein. Etwa eine Woche zuvor hatte eine andere Gruppe namens EndZone Daten veröffentlicht, die mutmaßlich aus demselben Einbruch stammten. Bereits im Vormonat hatte zudem eine unbekannte Gruppe behauptet, Daten von 4.000 Trump-Mobile-Nutzern entwendet zu haben. Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen ist bislang jedoch nicht belegt.

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