Twint-Betrug, Kriminelle

Twint-Betrug: Kriminelle geben sich als EWZ-Mitarbeiter aus

24.06.2026 - 23:33:04 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen Identitätsdiebstahl und Spoofing, um Twint-Konten zu übernehmen. Die Kantonspolizei Zürich warnt vor der perfiden Betrugsmasche.

Twint-Betrug: Neue Masche mit falschen EWZ-Mitarbeitern
Twint-Betrug - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine betrügerische Twint-App-Oberfläche mit Glitch-Effekten. Im Hintergrund eine Person, die telefoniert. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Kantonspolizei Zürich schlägt Alarm: Die Täter kombinieren Identitätsdiebstahl mit technischer Manipulation, um an Konten von Verbrauchern zu gelangen.

Täter geben sich als EWZ-Mitarbeiter aus

Die Masche ist ausgeklügelt. Am Telefon behaupten die Betrüger, sie seien Mitarbeiter des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ). Um glaubwürdig zu wirken, setzen sie auf Spoofing. Dabei erscheint auf dem Display der Angerufenen eine gefälschte Telefonnummer – sie täuscht eine offizielle Stelle vor.

Im Gespräch locken die Kriminellen ihre Opfer auf manipulierte Internetseiten. Diese Fake-Seiten sind darauf ausgelegt, die Zugangsdaten der Twint-Konten abzugreifen. Sind die Daten erst einmal in falschen Händen, übernehmen die Betrüger die Konten und autorisieren selbstständig Zahlungen oder transferieren Geld.

So schützen Sie sich

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Die Polizei rät zu äußerster Vorsicht. Wer unaufgefordert kontaktiert und zur Preisgabe von Daten aufgefordert wird, sollte misstrauisch sein. Klicken Sie niemals auf Links in Nachrichten von unbekannten oder vermeintlich offiziellen Absendern. Persönliche Daten, Passwörter oder Validierungscodes gehören weder ans Telefon noch auf zugesandte Web-Links.

Ist Ihr Konto bereits kompromittiert? Dann lassen Sie die App oder das Konto sofort sperren. Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der zuständigen Polizeistelle.

Cyberkriminalität in der Schweiz nimmt zu

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Die Warnung passt in ein besorgniserregendes Gesamtbild. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) verzeichnete für 2024 rund 63.000 gemeldete Cybervorfälle – ein Plus von etwa 26 Prozent. Neben Identitätsdiebstahl bei Bezahldiensten bereiten Ransomware-Angriffe und Sicherheitslücken in der vernetzten Infrastruktur zunehmend Probleme.

Branchenexperten beobachten eine Professionalisierung der Angriffsmethoden. Kriminelle setzen verstärkt künstliche Intelligenz für Phishing-Kampagnen ein oder verbreiten Schadsoftware über Messengerdienste wie WhatsApp. Häufig nutzen sie präparierte Dateianhänge – etwa vermeintliche Rechnungen –, um Fernzugriff auf Computer zu erlangen. Die Polizei empfiehlt generell erhöhte Wachsamkeit bei jeder digitalen Kommunikation, die zur Übermittlung von Finanzdaten oder zum Öffnen externer Inhalte auffordert.

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