Typ-2-Diabetes bei Jungen: Inzidenz bei Frauen um 69% gestiegen
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 15:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Zahl der Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes bei jungen Erwachsenen schieĂt in die Höhe â besonders bei Frauen unter 30.
Eine neue Studie im Fachblatt âLancet Regional Health Europeâ zeigt das AusmaĂ der Entwicklung am Beispiel Englands. Demnach stieg die Inzidenz bei Frauen zwischen 20 und 29 Jahren zwischen 2011 und 2024 um 69 Prozent. Bei MĂ€nnern derselben Altersgruppe betrug der Anstieg 43 Prozent.
Ăltere profitieren von PrĂ€vention
WĂ€hrend die JĂŒngeren immer hĂ€ufiger betroffen sind, sinken die Neuerkrankungsraten bei Ă€lteren Menschen leicht. Bei den 60- bis 79-JĂ€hrigen gingen die FĂ€lle bei MĂ€nnern um 7 Prozent zurĂŒck, bei Frauen um 4 Prozent.
In England leben aktuell rund 12.000 Menschen unter 30 Jahren mit einer Typ-2-Diabetes-Diagnose. Frauen machen einen wachsenden Anteil aus. Dr. Shivani Misra vom Imperial College London betont: âDie Skala der VerĂ€nderungen bei jungen Erwachsenen ist neu.â Das sinkende Diagnosealter fĂŒhrt sie auf schwere Adipositas zurĂŒck.
Adipositas als Haupttreiber
Die Studiendaten zeigen einen klaren Zusammenhang: Bei unter 40-JÀhrigen stieg der Body-Mass-Index (BMI) zum Zeitpunkt der Diagnose doppelt so schnell wie bei Àlteren Patienten.
Besonders betroffen sind weiĂe Frauen unter 30 Jahren. Ihr durchschnittlicher BMI bei Diagnose kletterte von 37,7 im Jahr 2011 auf 40,7 im Jahr 2024 â das entspricht schwerer Adipositas. Experten von Diabetes UK warnen: Die Erkrankung verlĂ€uft bei JĂŒngeren oft aggressiver. Eine frĂŒhe Diagnose sei entscheidend, um langfristige OrganschĂ€den zu vermeiden.
Die Zahl der Neuerkrankungen bei jungen Frauen ist um 69% gestiegen â doch Remission ist möglich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie eine kohlenhydratarme ErnĂ€hrung und neue Medikamente Ihnen helfen können. Jetzt kostenlosen Remissions-Leitfaden anfordern
Gefahr fĂŒr Schwangere
Der Trend hat auch Folgen fĂŒr die Geburtsmedizin. Eine US-Studie mit Daten von 25 Millionen Krankenhausgeburten (2016 bis 2022) zeigt: Typ-2-Diabetes bei Schwangeren nahm um 38 Prozent zu, Schwangerschaftsdiabetes um 34 Prozent. Beides erhöht das Risiko fĂŒr schwere Komplikationen.
Weltweit hat sich die Inzidenz bei den 15- bis 34-JÀhrigen zwischen 1990 und 2021 fast verdoppelt. Forscher nennen als Ursachen: Adipositas, Insulinresistenz, kalorienreiche ErnÀhrung, zuckerhaltige GetrÀnke und Bewegungsmangel.
Remission ist möglich
Trotz der steigenden Zahlen gibt es Hoffnung. Eine Studie der La Trobe University vom Juli 2026 belegt: Eine kohlenhydratarme ErnĂ€hrung fĂŒhrte bei 18 Prozent der Teilnehmer zur Remission â Blutzuckerwerte unterhalb der Diagnoseschwelle ohne Medikamente. Bei 78 Prozent verbesserten sich die Werte signifikant.
Schwangerschaftsdiabetes und Typ-2-Diabetes bei jungen Frauen nehmen rasant zu â mit schweren Komplikationen fĂŒr Mutter und Kind. Dieser Report zeigt, wie Sie durch FrĂŒherkennung und gezielte ErnĂ€hrung Risiken minimieren. Report zur Diabetes-PrĂ€vention jetzt sichern
Auch neue Medikamente helfen. GLP-1-PrĂ€parate fördern die Gewichtsreduktion. Studien deuten zudem darauf hin, dass SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Agonisten das Risiko fĂŒr Begleiterkrankungen wie Alzheimer senken könnten. Die WHO hat ihre Richtlinien zur DemenzprĂ€vention im Juli 2026 aktualisiert und hebt dabei die Bedeutung von Polyphenolen hervor.
Deutschland reagiert auf die Entwicklung: FĂŒr 2028 ist ein bundesweites Diabetes-Screening geplant. Experten empfehlen zudem eine verstĂ€rkte Kontrolle risikobehafteter Gruppen bereits vor dem 35. Lebensjahr.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
