Typ-2-Diabetes, Vegane

Typ-2-Diabetes: Vegane Kost senkt Leberfett in 16 Wochen um 33 Prozent

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine 16-wöchige Studie bei Typ-2-Diabetes zeigt weniger Leberfett, Gewicht und HbA1c unter fettarmer veganer Kost.
Eine Auswahl an frischem, unverarbeitetem pflanzlichem Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes stützt sich neben medikamentösen Therapien maßgeblich auf Ernährungsinterventionen. Eine klinische Studie des Physicians Committee for Responsible Medicine in Zusammenarbeit mit der Yale School of Medicine, veröffentlicht im Fachjournal BMJ Open Diabetes Research & Care im Jahr 2026, liefert detaillierte Einblicke in die metabolischen Effekte einer rein pflanzlichen Kost.

Über einen Zeitraum von 16 Wochen nahmen erwachsene Probanden mit Typ-2-Diabetes eine fettarme vegane Kost nach Belieben zu sich. Der Speiseplan bestand zu etwa 75 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 15 Prozent aus Protein und zu 10 Prozent aus Fett, wobei die Teilnehmenden keine Kalorien zählen mussten.

Deutliche Reduktion von Leberfett und verbessertes Stoffwechselprofil

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen weitreichende Veränderungen bei zentralen Stoffwechsel- und Organwerten. Das Leberfett der Teilnehmenden sank im Verlauf der 16 Wochen um 33 Prozent.

Parallel dazu ging das Körpergewicht um 6,0 Kilogramm beziehungsweise 6,6 Prozent zurück. Dieser Rückgang spiegelte sich auch in der Zusammensetzung des Gewebes wider: Die Fettmasse reduzierte sich um 4,2 Kilogramm, während das viszerale Fett um 290 Kubikzentimeter abnahm.

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Neben der Reduktion von Fettgewebe verbesserten sich auch die glykämischen Marker deutlich. Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c sank um 1,0 Prozentpunkt. Zudem verzeichneten die Forschenden signifikante Senkungen beim Gesamt- und LDL-Cholesterin. Bei den physiologischen Steuerungsmechanismen verbesserte sich die Insulinresistenz, gemessen über den HOMA-IR-Index.

Zugleich stieg die Insulinsensitivität, bestimmt über die Parameter OGIS und PREDIM, während sich die Funktion der Beta-Zellen verbesserte. Darüber hinaus wurden sogenannte fortgeschrittene Glykationsendprodukte (AGEs) im Gewebe signifikant reduziert.

Proteinquellen und Gewichtsverlust im Vergleich

Ergänzende Erkenntnisse zu den Wirkmechanismen pflanzlicher Ernährungsformen liefert eine Sekundäranalyse einer randomisierten Crossover-Studie, die 2026 im Journal BMJ Nutrition, Prevention & Health erschien.

In der Untersuchung an 62 übergewichtigen Erwachsenen in Washington D.C. wurde eine 16-wöchige fettarme vegane Diät mit einer mediterranen Diät nach dem PREDIMED-Protokoll verglichen. Nach einer vierwöchigen Auswaschphase wechselten die Gruppen für weitere 16 Wochen das Regime, was einer Gesamtdauer von 36 Wochen entsprach; 52 der 62 Teilnehmenden (84 Prozent) schlossen die Studie ab.

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Bereits in der Ursprungsstudie aus dem Jahr 2022 hatte sich unter der veganen Kost ein Gewichtsverlust von 6,0 Kilogramm gezeigt, während unter der mediterranen Ernährung keine signifikante Veränderung eintrat.

Die Auswertung der Ernährungsprotokolle verdeutlichte gravierende Verschiebungen in der Nährstoffaufnahme unter der veganen Kost: Die Gesamtaufnahme von Protein sank signifikant um 33,3 Gramm pro Tag. Dabei ging das tierische Protein um 47,7 Gramm pro Tag zurück, während das pflanzliche Protein um 14,4 Gramm pro Tag anstieg.

Unter der mediterranen Diät blieben signifikante Änderungen dieser Werte hingegen aus. Die Analyse ergab zudem, dass der stärkste Rückgang an tierischem Protein und der höchste Anstieg an pflanzlichem Protein mit dem größten Gewichtsverlust korrelierten. Auf Ebene der einzelnen Aminosäuren waren insbesondere Isoleucin, Lysin, Methionin und Tyrosin mit der Gewichtsabnahme assoziiert.

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