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Ubuntu 26.10 Beta: Linux 7.3 RC kommt vor dem Start am 15. Oktober

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 20:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Testfassung bringt neue Sicherheitsfunktionen und Softwarekomponenten; die finale Ausgabe ist für den 15. Oktober 2026 vorgesehen.

Canonical veröffentlicht Ubuntu 26.10 Beta mit Linux 7.3 und GNOME 51
Ein moderner, minimalistischer Serverraum mit schlichten, unbeschrifteten Server-Racks in einer ruhigen, industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Softwareunternehmen Canonical hat die Beta-Version von Ubuntu 26.10 freigegeben. Die Veröffentlichung des unter dem Codenamen „Stonking Stingray“ entwickelten Betriebssystems erfolgte rund eine Woche nach dem ursprünglich für den 24. September geplanten Termin.

Berichten zufolge führten Infrastrukturprobleme zu dieser Verzögerung. Die Beta-Phase dient primär Testzwecken und wird von den Entwicklern nicht für den Einsatz auf produktiven Systemen empfohlen.

Die Testversion umfasst Images für verschiedene Einsatzbereiche, darunter Desktop, Server, das Windows-Subsystem für Linux (WSL) sowie Cloud-Umgebungen und offizielle Derivate. Nutzer der Beta-Version können ihr System durch reguläre Updates auf den Stand der finalen Version bringen, deren Veröffentlichung für den 15. Oktober 2026 vorgesehen ist.

Aktualisierter Kernel und neue Softwarekomponenten

Ein zentraler Bestandteil der neuen Version ist der Linux 7.3-Release-Candidate. Laut Berichten war ursprünglich die Integration von Linux 7.2 vorgesehen, bevor die Entscheidung für den Wechsel auf den neueren Kernel-Zweig fiel. In der grafischen Benutzeroberfläche setzt Ubuntu 26.10 auf GNOME 51.

Die neue Desktop-Umgebung bietet funktionale Erweiterungen wie eine Auswahl für Fenster-Layouts, eine verbesserte Verwaltung der Monitorhelligkeit und optimierte Offline-Karten. In den Systemeinstellungen sind nun Informationen zu Hardware-Zertifizierungen für Ubuntu-Geräte hinterlegt.

Zudem wurde der Schutz der Desktop-Sitzung bei geringem verfügbarem Arbeitsspeicher verbessert. Sicherheitsrelevante Neuerungen umfassen FIDO2- und Passkey-Logins sowie die Unterstützung für Passwörter und die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) von Microsoft.

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Technologische Architektur und Sicherheitsfunktionen

Ubuntu 26.10 markiert einen technologischen Wendepunkt durch die Integration von vollständig in der Programmiersprache Rust geschriebenen Coreutils (uutils), darunter grundlegende Befehle wie cp, mv und rm. Zudem ersetzt der dbus-broker den bisherigen dbus-daemon. Im Bereich der Grafiktreiber kommen Mesa 26.2 sowie die NVIDIA-Treiber der Serie 615 zum Einsatz, während für Multimedia-Anwendungen GStreamer 1.30 integriert wurde.

Die Sicherheit der Distribution soll durch den Einsatz von Sequoia PGP und Modifikationen an OpenSSH erhöht werden, um die potenzielle Angriffsfläche zu verringern. Für RISC-V-Architekturen bietet die Beta offizielle Unterstützung für die Systeme SpacemiT K3 und SiFive BigSky sowie für Hardware mit dem RVA23-Profil.

Toolchain und Performance-Einordnung

Die enthaltene Toolchain umfasst nach aktuellem Stand GCC 16, Python 3.14 und Rust 1.97. Bezüglich der Java-Laufzeitumgebung herrscht Uneinigkeit in den vorliegenden Dokumenten: Während Berichte angeben, dass OpenJDK 27 im Hauptarchiv verfügbar sei, nennen vorläufige Paketnotizen OpenJDK 25.0.4. Eine Bestätigung für OpenJDK 27 als Standardversion liegt somit noch nicht vor.

Im Vorfeld der Veröffentlichung durchgeführte Benchmark-Tests in der Mitte des vergangenen Monats deuteten auf Effizienzsteigerungen hin. In über 160 Tests auf einem CHUWI UnniBook mit einem Intel Core 3 Wildcat Lake wurde eine um rund 4 % höhere Geschwindigkeit im Vergleich zu Ubuntu 26.04 gemessen. Diese Ergebnisse beziehen sich jedoch spezifisch auf die getestete Hardwarekonfiguration.

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Bei Ubuntu 26.10 handelt es sich um eine sogenannte Interim-Version mit einer Supportdauer von neun Monaten. Gemäß der Supportpolitik von Canonical wird dieses Betriebssystem bis Juni 2027 unterstützt, wobei Berichte das endgültige Supportende für Juli 2027 terminieren. Solche Zwischenversionen erscheinen alle sechs Monate und dienen der Einführung neuer Technologien zwischen den langfristig unterstützten LTS-Versionen.

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