Phoenix, Einsatzkräfte

Übung Phoenix: 400 Einsatzkräfte trainieren Katastrophenfall in Wiesbaden

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei Phoenix trainierten bis zu 400 Beteiligte zwei Großschadenslagen, die Versorgung von Verletzten und die Zusammenarbeit mit drei Kliniken.

Katastrophenschutzübung Phoenix testet Einsatzabläufe in Wiesbaden
Leerer Übungsplatz mit medizinischer Ausrüstung und Tragen bei Dämmerung nach einer Katastrophenschutzübung. Illustration mit AI erstellt.

Großangelegte Übungen im Katastrophenschutz dienen dazu, Einsatzkräfte auf außergewöhnliche Belastungssituationen vorzubereiten und Schnittstellen zwischen Behörden, Rettungsdiensten sowie Kliniken unter realistischen Bedingungen zu erproben.

Am Wochenende des 12. und 13. September 2026 stand die hessische Landeshauptstadt im Mittelpunkt einer solchen Großübung: Unter dem Namen „Phoenix“ probten rund 350 bis 400 Einsatzkräfte und Mitwirkende auf dem Gelände der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) in Wiesbaden den Ernstfall. Bei der Übung kamen über 50 Fahrzeuge zum Einsatz, um Einsatzabläufe für den Ernstfall zu koordinieren.

Realitätsnahe Simulation zweier Katastrophenszenarien

Die Übungskonzeption sah die Bewältigung von zwei voneinander unabhängigen Notlagen vor, die das Rettungswesen vor unterschiedliche logistische und organisatorische Herausforderungen stellten.

Eines der simulierten Szenarien umfasste eine lang anhaltende Hitzeperiode, die zu einer starken Überlastung der regionalen Krankenhäuser führte. Hierbei standen logistische Steuerungsmechanismen und die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung bei anhaltendem Ressourcendruck im Fokus.

Parallel dazu wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Massenanfall von Verletzten simuliert. Konkret bildete das Drehbuch die Notlage ab, dass ein Automobil in eine Menschengruppe fuhr, wodurch 25 Verletzte zu versorgen waren. Solche Lagen erfordern von den Einsatzkräften eine schnelle Lageerfassung, unmittelbare Erste Hilfe unter Hochdruck sowie eine stringente Sichtung der Betroffenen direkt an der Unfallstelle.

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Die Übung „Phoenix“ in Wiesbaden hat am 12. September mit rund 400 Einsatzkräften, über 50 Fahrzeugen und einem Behandlungsplatz für bis zu 50 Verletzte gezeigt, worauf es bei parallelen Großschadenslagen ankommt. Wer die eigenen Alarmierungsketten und MANV-Abläufe daran ausrichten will, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die passenden Checklisten und Vorlagen. Kostenlosen Übungs-Leitfaden jetzt anfordern

Koordinierte Versorgung an der Schnittstelle von Rettungsdienst und Klinik

Um die Versorgung realitätsnah abzubilden, wirkten rund 50 Verletztendarsteller an der Übung mit. Für deren strukturierte medizinische Erstversorgung und Stabilisierung wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet, der auf die Versorgung von bis zu 50 Verletzten ausgelegt war. Dieser Behandlungsplatz fungiert bei schweren Schadensereignissen als Bindeglied zwischen der direkten Rettung vor Ort und dem Weitertransport in geeignete Krankenhäuser.

Die Übung verdeutlichte die Notwendigkeit abgestimmter Prozesse zwischen präklinischer Versorgung und stationärer Weiterbehandlung. In Wiesbaden waren drei Kliniken direkt in die Übungsabläufe eingebunden, um die Aufnahme sowie die Verteilung der simulierten Notfallpatienten zu testen.

Interdisziplinäre Kooperation über Stadtgrenzen hinweg

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Wenn bei einer Hitzewelle die Kliniken an ihre Grenzen kommen und parallel ein Verkehrsunfall mit 25 Verletzten abgearbeitet werden muss, entscheidet die Abstimmung zwischen Rettungsdienst und Klinik über die Versorgung. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die Schnittstelle präklinisch-stationär belastbar aufstellen. Leitfaden zur Klinik-Schnittstelle jetzt sichern

Ein wesentliches Merkmal der Übung „Phoenix“ war die breit gefächerte behördliche und verbandliche Zusammenarbeit. Neben den Feuerwehren waren die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Johanniter sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eingebunden. Zudem operierten die Polizei sowie der Rettungshubschrauber Christoph 2 im Übungsgeschehen.

Über die Stadtgrenzen von Wiesbaden hinaus erstreckte sich die Kooperation auf Nachbarkreise sowie Kräfte aus Mainz. Das gemeinsame Training verschiedener Träger und Fachdienste stellt sicher, dass Alarmierungsketten, Kommunikationswege und Einsatzstrukturen bei komplexen Gefahrenlagen überregional ineinandergreifen.

Mehr zum Thema bei FAZ: „Wiesbaden und Frankfurt: Hunderte Einsatzkräfte bei Übung für Katastrophenschutz“

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