Ugreen HomeAgent: Kickstarter am 27. Oktober mit 50% Rabatt
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 01:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Debatte um einen möglichen Apple-Computer fürs vernetzte Zuhause bekommt neue Nahrung: Während The Verge in einem Bericht vom 11. September 2026 dafür plädierte, dass Apple seinen nächsten Computer als Bündel aus Smart-Home-Hub, Router und lokalem KI-Speicher konzipieren solle, zeigen aktuelle Produktvorstellungen, dass andere Hersteller genau in diese Richtung bereits liefern.
Auf der IFA Berlin präsentierten sowohl Anker mit seiner Marke Eufy als auch Ugreen entsprechende Geräte – und Apple selbst hinterließ auffällige Spuren in einem Open-Source-Projekt, die auf eigene Ambitionen hindeuten könnten.
Ugreen HomeAgent als neuer Mitbewerber
Neu in der Debatte ist die Vorstellung des Ugreen HomeAgent, den das Unternehmen laut T3 auf der IFA 2026 als seinen ersten Smart-Home-Hub präsentierte. Das Gerät kombiniert lokale KI, NAS-Speicher, Sicherheitsfunktionen und Smart-Home-Steuerung und unterstützt den Verbindungsstandard Matter.
Laut T3 plant Ugreen für den 27. Oktober 2026 einen Kickstarter-Start mit einem Rabatt von 50 Prozent für frühe Unterstützer. Zur Produktfamilie gehören demnach die Modelle HA100 und HA100 Pro sowie der MasterAgent MA100, der auf einem NVIDIA-Jetson-Thor-Chip basiert, ergänzt um SynCare-Kameras, einen Smart Speaker und digitale Bilderrahmen der Gallery-Serie.
Bereits zuvor hatte The Verge auf das Eufy MindBase von Anker verwiesen, das ebenfalls auf der IFA gezeigt wurde: Das Gerät bietet Dual-Band-WLAN, Bluetooth, Thread und Zigbee, einen Matter-Controller sowie ein integriertes Sprachmodell, unterstützt bis zu 16 Kameras und bietet Speicherkapazitäten von bis zu 48 Terabyte. Diese beiden Vorstellungen zusammen liefern nach Einschätzung von The Verge den Beleg dafür, dass der Markt für ein zentrales Smart-Home-Gerät mit lokaler KI-Verarbeitung bereits in Bewegung ist – während Apple noch keinen vergleichbaren eigenen Ansatz präsentiert hat.
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Spuren in Apples OpenWrt-Beiträgen
Ein weiteres neues Detail nährt Spekulationen über Apples eigene Pläne: Laut The Verge und MacGeneration hat Apple Beiträge zu einem Open-Source-Projekt namens OpenWrt geleistet, die sich auf einen sogenannten "Matter Home Router Access Point" beziehen. Diese Beiträge werden als Hinweis darauf gewertet, dass Apple intern an einer Router-Lösung mit Matter-Unterstützung arbeitet – ein Baustein, der für ein zentrales Smart-Home-Gerät nötig wäre.
Als Kandidat für ein solches Apple-Gerät nennt MacGeneration in einem Bericht vom 12. September 2026 den Mac mini M4 mit Apple-Silicon-Chip. Als Argument für die technische Machbarkeit verweist MacGeneration darauf, dass Apple sein WLAN-Router-Produkt AirPort bereits 2018 eingestellt hatte, gleichzeitig aber Thread-Chips – ein für Smart-Home-Vernetzung relevanter Standard – bereits in Geräten wie dem HomePod mini und dem Apple TV 4K verbaut sind.
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Die technische Basis für ein zentrales Hub-Gerät wäre demnach im Apple-Ökosystem längst vorhanden, müsste aber erst in einem eigenständigen Produkt gebündelt werden.
Was der Vergleich zeigt
Die Gegenüberstellung macht deutlich, in welche Richtung sich der Markt für Smart-Home-Zentralen bewegt: weg vom reinen Hub für Lampen und Steckdosen, hin zu Geräten, die Netzwerkfunktion, Datenspeicherung und KI-Verarbeitung direkt im Haushalt bündeln.
Anker und Ugreen haben mit ihren IFA-Vorstellungen gezeigt, dass diese Kombination technisch machbar ist. Ob und wann Apple ein vergleichbares Produkt liefert, lässt sich aus den bekannten OpenWrt-Beiträgen allein nicht ableiten – sie belegen bislang lediglich, dass sich Apple mit der zugrundeliegenden Technik befasst.
