Unisys, MDR

Unisys MDR: Microsoft Security Copilot und agentic AI integriert

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 11:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Unisys verknüpft seine MDR-Lösung mit Microsofts Sicherheitsplattformen und agentischer KI, um Analysen sowie Reaktionen auf Vorfälle zu beschleunigen.

Unisys erweitert MDR mit Microsoft Security Copilot und KI
Moderne Serverräume mit leuchtenden LED-Anzeigen in einer professionellen IT-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt.

Unisys (NYSE: UIS) hat zum Anfang September eine technologische Erweiterung seines Sicherheitsportfolios bekannt gegeben. Das Unternehmen integriert den Microsoft Security Copilot sowie agentic AI in seine Managed Detection and Response (MDR)-Lösung. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Effizienz bei der Erkennung und Abwehr von Cyberbedrohungen in komplexen hybriden IT-Infrastrukturen maßgeblich zu steigern.

Durch die Verknüpfung der MDR-Lösung mit dem Microsoft Security Copilot sowie den Plattformen Microsoft Defender und Microsoft Sentinel schafft Unisys eine zentrale Instanz für die Sicherheitsüberwachung. Diese Integration ermöglicht eine lückenlose Sichtbarkeit über verschiedene digitale Ebenen hinweg, einschließlich Endpunkten, Identitätsmanagement, Cloud-Workloads und Netzwerkstrukturen.

Automatisierung gegen Alarmmüdigkeit

Ein wesentliches Merkmal der Neuerung ist der Einsatz von agentic AI zur Automatisierung zeitintensiver Sicherheitsprozesse. Die Technologie übernimmt künftig Aufgaben wie die Triage von Phishing-Versuchen, die Analyse von Bedrohungsinformationen (Threat Intelligence) sowie die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen.

Durch diese automatisierte Unterstützung werden Sicherheitsanalysten entlastet, da die KI bei der Incident-Investigation assistiert und relevante Daten vorab aufbereitet.

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Ein zentraler Aspekt der neuen Funktionalitäten ist die gezielte Bekämpfung der sogenannten Alarmmüdigkeit (Alert Fatigue) in Sicherheitszentralen. Das System ist in der Lage, Vorfälle mit geringem Risiko automatisch zu unterdrücken, sofern definierte Konfidenzschwellen erreicht werden. Um die Nachvollziehbarkeit und Compliance-Anforderungen zu erfüllen, erfolgt diese automatisierte Unterdrückung unter Erstellung eines lückenlosen Audit-Trails.

Fokus auf Prozesse und Expertise

Philip Swarbrick, Vice President Cybersecurity Solutions bei Unisys, ordnete die technologische Entwicklung strategisch ein. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, dass für eine effektive Cyberabwehr die reine Bereitstellung von Technologie allein nicht genüge.

Vielmehr sei die konsequente Kombination aus fortschrittlichen technologischen Lösungen, optimierten Prozessen und fachlicher Expertise der entscheidende Faktor, um aktuellen Bedrohungslagen zu begegnen.

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Die Vorteile für Anwenderunternehmen liegen laut den Angaben des Dienstleisters in einer gestärkten Incident-Response und einer deutlich verbesserten Übersicht über die gesamte Bedrohungslage.

Durch die Automatisierung der Alert-Triage und die Anreicherung von Bedrohungsdaten soll zudem der notwendige Kontextwechsel für die Bearbeiter reduziert werden. Dies führt insgesamt zu einer beschleunigten Bearbeitung von Vorfällen, was insbesondere in hybriden Betriebsumgebungen als kritischer Sicherheitsfaktor gilt.

Mit diesem Schritt baut Unisys seine Kapazitäten im Bereich der KI-gestützten Sicherheitsdienstleistungen aus. Das Unternehmen adressiert damit den steigenden Bedarf an automatisierten Lösungen, die in der Lage sind, das wachsende Volumen an Sicherheitsmeldungen effizient zu bewältigen und die Reaktionszeiten bei tatsächlichen Angriffen zu verkürzen.

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