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Universal Robots Gen 7: Neue Cobot-Serie mit 40% mehr Rechenpower

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Universal Robots zeigt drei neue Cobots mit stärkerem Controller und KI-orientierter Software. Ein Verkaufspreis steht weiterhin aus.

Universal Robots präsentiert Gen 7 mit KI-Fokus auf der IMTS
Eine moderne, helle Industriehalle mit poliertem Betonboden und minimalistischen Stahlstrukturen in einer Produktionsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Fachmesse IMTS in Chicago hat der Robotikspezialist Universal Robots, ein Tochterunternehmen von Teradyne, am 14. September 2026 seine neue Robotergeneration Gen 7 offiziell präsentiert.

Die neue Serie umfasst drei Modelle der sogenannten g-Serie, die speziell für die Anforderungen der KI-gestützten Automatisierung entwickelt wurden. Mit der Einführung der Modelle UR10g-1750, UR17g-1300 und UR18g-950 erweitert das Unternehmen sein Portfolio an kollaborativen Robotern (Cobots) für unterschiedliche Traglasten und Reichweiten.

Technische Spezifikationen und Hardware-Erweiterungen

Die neuen Robotermodelle decken ein breites Spektrum industrieller Anwendungen ab. Der UR10g-1750 verfügt über eine Traglast von 10 kg bei einer Reichweite von 1.750 mm.

Für schwerere Lasten bietet die g-Serie den UR17g-1300 mit 17 kg Traglast und 1.300 mm Reichweite sowie den UR18g-950, der 18 kg bei einer Reichweite von 950 mm bewegen kann.

Zentraler Bestandteil der siebten Generation ist der neu entwickelte CB7 Core Controller. Nach Unternehmensangaben bietet dieser eine um 40 % gesteigerte Rechenleistung im Vergleich zu Vorgängermodellen und weist eine um 30 % kleinere Bauform auf. Das dazugehörige TP7 Core Teach Pendant wurde ebenfalls überarbeitet und ist nun mehr als 20 % leichter. Es ist mit einem Full-HD-Display sowie einem virtuellen Joystick ausgestattet. Zur Integration von Sensorik verfügt der neue Tool Flange über integrierte Kamera-Ports und eine Kraft-Drehmoment-Sensorik.

Software-Architektur und Konnektivität

Die technologische Basis der Gen 7 bildet das Betriebssystem PolyScope X, das auf ROS2 basiert und offene Programmierschnittstellen (APIs) bereitstellt.

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Der CB7 Controller unterstützt die Multi-Netzwerk-Kommunikation für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) sowie Vision-Systeme und Manufacturing Execution Systems (MES). Die Hardware ist mit drei 1-Gb-Ethernet-Ports sowie 16 konfigurierbaren digitalen Ein- und Ausgängen ausgestattet.

In Chicago trat Universal Robots gemeinsam mit über 20 Partnern aus seinem Ökosystem auf, darunter Unternehmen wie Cognex, Schunk und Robotiq. Eine Besonderheit stellt die Integration des Partners Inbolt dar, dessen Vision-Lösungen nativ auf dem UR-Controller ausgeführt werden können.

Jean-Pierre Hathout, Präsident der Teradyne Robotics Group, erklärte im Rahmen der Vorstellung, dass Roboter im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zwar fortschrittlich, aber nicht kompliziert in der Handhabung sein dürften.

Sicherheitsstandards und Marktentwicklung

Die Sicherheitssysteme der neuen Generation entsprechen dem Performance Level d (PLd) der Kategorie 3 gemäß ISO 13849-1. Die Geräte sind zudem nach ISO 10218-1 und UL 1740 zertifiziert. Ein wesentliches Merkmal der Sicherheitsarchitektur ist, dass der Sicherheitscontroller jederzeit Vorrang vor Befehlen der KI-Steuerung hat.

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Universal Robots hat nach eigenen Angaben weltweit bereits mehr als 100.000 Cobots abgesetzt. Muttergesellschaft Teradyne verzeichnete zuletzt das fünfte Quartal in Folge ein Wachstum, wobei KI-Anwendungen als wesentlicher Treiber identifiziert wurden.

Branchenberichte beziffern den Marktwert für Cobots im Jahr 2026 auf circa 11,3 Mrd. US-Dollar, bei einer jährlichen Wachstumsrate von über 30 %. Ein konkreter Verkaufspreis für die Modelle der Gen 7 wurde bisher nicht veröffentlicht.

Unabhängige Benchmarks für KI-Robotik

Parallel zu den Hardware-Innovationen gewinnt die Evaluierung von KI-Modellen in der Robotik an Bedeutung. Das Unternehmen Robocurve gab am 14. September 2026 den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Mio. US-Dollar bekannt. Das Ziel ist der Aufbau unabhängiger Tests für KI-Modelle an realen Robotern.

Erste Testergebnisse der sogenannten StationeryBench vom 10. September 2026 verdeutlichen die aktuellen Herausforderungen: Beim Vergleich zwischen GPT-6 Astra und MolmoAct2 an YAM-Roboterarmen erreichte GPT-6 Astra lediglich in 7 von 100 Versuchen eine vollständige Aufgabenerfüllung, während MolmoAct2 keinen der Durchläufe erfolgreich abschloss.

Dennoch beobachten Experten eine deutliche Beschleunigung der Token-Geschwindigkeit. Eine flächendeckende Echtzeit-Robotersteuerung auf Basis großer Sprachmodelle wird zwischen Ende 2026 und 2029 für praktikabel gehalten.

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