Apple-Chips, A12A13

usbliter8-Exploit: Apple-Chips A12/ A13 anfĂ€llig fĂŒr Hardware-Fehler

25.06.2026 - 04:44:37 | boerse-global.de

Hardware-Fehler in A12- und A13-Chips ermöglicht Jailbreaks, bleibt aber ohne Software-Patch. Nutzerdaten in der Secure Enclave sind geschĂŒtzt.

Apple-SicherheitslĂŒcke usbliter8: Ältere Chips dauerhaft betroffen
Apple-Chips - Nahaufnahme eines Mikrochips mit komplexen Schaltkreisen, beleuchtet von blauem Licht, mit unscharfen digitalen Linien im Hintergrund. 25.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das Sicherheitsforschungsunternehmen Paradigm Shift entdeckte einen Hardware-Fehler namens "usbliter8", der die SecureROM von Apple-Chips betrifft. Das Besondere: Weil der Fehler im Nur-Lese-Speicher der Chips sitzt, kann Apple ihn nicht durch Software-Updates beheben.

Welche GerÀte betroffen sind

Die SicherheitslĂŒcke betrifft GerĂ€te mit den A12- und A13-Bionic-Chips sowie die Wearable-Prozessoren S4 und S5. Konkret gefĂ€hrdet sind:

  • iPhones: XS, XR, 11er-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation
  • iPads: iPad Air der dritten Generation, iPad mini der fĂŒnften Generation sowie iPad der achten und neunten Generation
  • Weitere GerĂ€te: Apple TV 4K (zweite Generation), Studio Display und Apple Watch Series 4, 5 sowie das SE der ersten Generation

Die Forscher betonen: Der Exploit erfordert physischen Zugriff auf das GerĂ€t ĂŒber eine USB-Verbindung. FĂŒr die DurchfĂŒhrung ist offenbar externe Hardware wie ein Raspberry Pi nötig, um die entsprechenden Befehle wĂ€hrend des Startvorgangs auszufĂŒhren.

Technische Details und Sicherheitsbewertung

Der usbliter8-Exploit nutzt eine Kombination aus einem Fehler im USB-Controller und einer Schwachstelle in der DART-Firmware. Dadurch lassen sich die ersten Sicherheitschecks beim Booten umgehen – ein entscheidender Schritt fĂŒr die Entwicklung permanenter Jailbreaks.

Allerdings gibt es eine gute Nachricht: Die Secure Enclave bleibt verschont. Das bedeutet, dass sensible Nutzerdaten wie biometrische Informationen oder verschlĂŒsselte Passwörter weiterhin geschĂŒtzt sind. Auch ein direkter Zugriff auf Nutzerdaten ist nicht möglich.

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Vergleich mit frĂŒheren SicherheitslĂŒcken

Die Entdeckung erinnert an den Checkm8-Exploit aus dem Jahr 2019, der ebenfalls Ă€ltere Apple-Hardware betraf. Damals wie heute liegt die eigentliche Gefahr in der Möglichkeit, nicht signierten Code in frĂŒhen Phasen des GerĂ€testarts auszufĂŒhren.

Was Apple-Nutzer jetzt wissen mĂŒssen

Apple selbst hat klargestellt: Neuere Hardware ist nicht betroffen. GerÀte mit A14-Chip oder neuer sowie Apple Watches ab der S6-Serie sind sicher. Auch die Mac-Reihe bleibt verschont.

FĂŒr die Millionen noch genutzten GerĂ€te mit A12- oder A13-Prozessoren gibt es allerdings keinen Software-Fix. Sicherheitsexperten raten betroffenen Nutzern:

  • Starke Passwörter verwenden
  • Vorsicht bei öffentlichen USB-AnschlĂŒssen und unbekannten Ladekabeln
  • Physische Sicherheit ernst nehmen
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Apple selbst verweist auf den Lockdown-Modus und regelmĂ€ĂŸige iOS-Updates als allgemeine Sicherheitsmaßnahmen – auch wenn diese den Hardware-Fehler nicht beheben können. Wer höchste Sicherheitsanforderungen hat, sollte ĂŒber einen Wechsel zu neuerer Hardware nachdenken.

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