Vanguard, On-Demand

Vanguard On-Demand: Nur 35% der Spieler erfüllen neue Anforderungen

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 02:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Riot Games verlangt für Vanguards neuen Modus aktuelle Sicherheitsfunktionen. Nur etwa 35 Prozent der Spieler erfüllen die technischen Bedingungen.

Riot Vanguard: On-Demand-Modus stellt hohe PC-Anforderungen
Ein moderner Gaming-PC auf einem Schreibtisch in einem Raum mit sanftem, natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Riot Games hat am 24. Juni 2026 für seinen Anti-Cheat-Schutz Vanguard einen neuen On-Demand-Modus ausgeliefert. Der Modus ist optional und lädt den Kernel-Treiber nur bei Bedarf, statt dauerhaft im System zu laufen.

Die Voraussetzungen dafür sind jedoch anspruchsvoll: Nutzer benötigen Windows 11 25H2 sowie aktivierte Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot, TPM 2.0, Virtualization Based Security (VBS), Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI) und IOMMU.

Nur ein Bruchteil der Spieler startklar

Laut Riot-Mitarbeiter Phillip Koskinas erfüllen aktuell rund 35 Prozent der Spieler diese Anforderungen. Für den Großteil der VALORANT-Community bleibt der On-Demand-Modus damit vorerst unzugänglich, da moderne Sicherheitschips, aktivierte Firmware-Optionen und ein aktuelles Windows-Update gleichzeitig vorhanden sein müssen – eine Kombination, die insbesondere ältere oder nicht konfigurierte Systeme selten von Haus aus bieten.

Verbreitete Fehlercodes und ihre Ursachen

Im Zusammenhang mit den neuen Anforderungen häufen sich Support-Anfragen zu spezifischen Fehlercodes. Der Fehler VAN9001 tritt auf, wenn TPM 2.0 im BIOS deaktiviert ist.

Der Code VAN9003 verweist ebenfalls auf Probleme mit Secure Boot: Betroffene sollen die Funktion im BIOS im UEFI-Modus aktivieren, den Status über das Windows-Tool msinfo32 überprüfen und bei einem MBR-formatierten Datenträger zunächst eine Konvertierung zu GPT vornehmen.

Ist Secure Boot bereits aktiv, der Fehler besteht aber weiterhin, wird empfohlen, das Compatibility Support Module (CSM) im BIOS zu deaktivieren. Der Code VAN9090 steht ebenfalls im Zusammenhang mit TPM 2.0. Linux-Systeme werden von Riot Vanguard grundsätzlich nicht unterstützt.

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Fall eines Gaming-PCs zeigt Tragweite der Anforderungen

Wie hart die neuen Vorgaben in der Praxis greifen können, zeigt ein Fall aus Japan: Der Käufer eines 540.000 Yen teuren Gaming-PCs aus einer Kollaboration von BANDAL GAMING und Kenki erhielt vier Tage nach Erhalt des Geräts eine VALORANT-Strafe samt Hardware-Sperre.

Riot begründete die Maßnahme damit, dass die Anforderungen an Secure Boot, VBS und HVCI nicht erfüllt gewesen seien. Die Sperre gilt nach aktuellem Stand bis zum 21. September 2026, 02:05 Uhr Ortszeit (JST).

BANDAL GAMING reagierte am 29. August mit einer öffentlichen Entschuldigung und bot dem betroffenen Kunden Ersatz an. Der Vorfall verdeutlicht, dass selbst spezialisierte Gaming-Hardware nicht automatisch die von Riot Vanguard geforderte Sicherheitskonfiguration mitbringt – und dass Hersteller ihre Systeme künftig gezielt auf die entsprechenden BIOS- und Firmware-Einstellungen prüfen müssen, um Kunden vor unerwarteten Sperren zu bewahren.

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Was Spieler jetzt beachten sollten

Wer den On-Demand-Modus nutzen oder Sperren vermeiden möchte, sollte vorab prüfen, ob Secure Boot und TPM 2.0 im BIOS aktiviert sind, das System im UEFI- statt im Legacy-Modus läuft und Windows 11 in der Version 25H2 installiert ist.

Die Kombination dieser Anforderungen macht deutlich, dass Vanguards neue Sicherheitsarchitektur tief in die Hardware- und Firmware-Konfiguration eingreift – ein Umstand, der sowohl private Nutzer als auch Hersteller vorkonfigurierter Gaming-PCs vor neue Herausforderungen stellt.

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