Verpackungsrecht, Bundestag

Verpackungsrecht: Bundestag beschließt Reform ab 2027

12.06.2026 - 18:22:20 | boerse-global.de

Bundestag beschließt neues Verpackungsgesetz mit ökologischen Lizenzentgelten ab 2027. Firmen drohen jährliche Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro.

Verpackungsreform 2027: Neue Kosten und Pflichten für Unternehmen
Verpackungsrecht - Hände sortieren verschiedene recycelbare Materialien wie Plastikflaschen, Karton und Glas, symbolisch für Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab 2027 werden Lizenzentgelte für duale Systeme stärker an ökologischen Kriterien ausgerichtet. Ziel: Anreize für recyclingfreundliche Verpackungen und mehr Rezyklate schaffen.

Bis Mitte August erfolgt zudem die deutsche Anpassung an die EU-Verpackungsverordnung. Die Wirtschaft trifft das hart: Jährliche Mehrkosten von 2,5 Millionen Euro plus einmalige Umstellungskosten von 4,5 Millionen Euro.

Die Deutsche Umwelthilfe übt Kritik. Auf einer Fachkonferenz Mitte Juni bemängelte sie fehlende verbindliche Förderungen für Mehrwegsysteme. Gefordert werden Abgaben auf Einweg-Takeaway-Behälter.

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EU-Projekt: Lebensmittelfolien fast vollständig recycelbar

Neben der Politik treibt die Forschung die Kreislaufwirtschaft voran. Im Juni schloss das EU-Projekt SURPASS ab. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie entwickelten eine Pilotlinie für mehrschichtige Lebensmittelfolien – mit fast vollständiger Geruchsentfernung.

Auch im Bahnverkehr gibt es Fortschritte: Recycelbare Kunststoffe wurden normgerecht für Personenzüge aufbereitet.

Lokale Initiativen zeigen, wie Kreislaufwirtschaft im Alltag funktioniert. Im Kreis Mettmann organisieren Bürger regelmäßig Kleidertausch-Aktionen. Prinzip: Eine begrenzte Anzahl Kleidungsstücke mitbringen, unbegrenzt mitnehmen. Das verlängert Produktlebenszyklen und spart Ressourcen.

Der Mehrweg-Innovationspreis 2026 würdigte Unternehmen mit Glas-Mehrwegsystemen, KI-gestützten Logistikplattformen und RFID-Tracking.

App-Abo oft 30 Prozent teurer als Web-Variante

Privathaushalte können bares Geld sparen – wenn sie den richtigen Bezugskanal wählen. Marktanalysen vom Juni zeigen: Abos über Smartphone-Apps kosten bis zu 30 Prozent mehr als über den Webbrowser. Grund: Die Provisionen der App-Store-Betreiber.

Ein Beispiel: Premium-Videodienst kostet über das mobile Betriebssystem rund 20 Euro, über die Website nur 15 Euro. Ausnahme: ChatGPT Plus ist in der App-Version geringfügig günstiger.

Auch bei energetischen Sanierungen winkt Steuerersparnis. Eigentümer können bis zu 20 Prozent der Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum über drei Jahre absetzen – maximal 40.000 Euro. Wichtig: Eine Kombination mit bestimmten staatlichen Zuschüssen kann ausgeschlossen sein. Vor dem Einbau von Wärmepumpen oder Photovoltaik sollten Eigentümer die Elektroinstallation prüfen lassen.

Netzentgelte: Reform ab 2029 mit Gewinnern und Verlierern

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Die Energiepreise entwickeln sich unterschiedlich. Die Inflationsrate lag im Mai bei 2,6 Prozent. Der Tankrabatt bremste den Anstieg. Strom und Erdgas wurden im Jahresvergleich günstiger.

Ein Reformkonzept vom Mai 2026 stellt die Netzentgelte ab 2029 auf den Kopf. Geplant: Ein Deckel für den Grundpreis bei Privatkunden. Betreiber von Solaranlagen müssen dagegen mit höheren Grundpreisen rechnen – Balkonkraftwerke ausgenommen.

Stromspeicher sollen 20 Jahre von Netzentgelten befreit bleiben, danach kommt ein Kapazitätspreis. Die Reform verteilt die Kosten der Energiewende breiter und schafft Anreize für Systemstabilität.

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