Video Remix: Google startet KI-Videobearbeitung mit Gemini-Omni
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 04:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Google erweitert sein KI-Angebot: Mit „Video Remix“ verwandeln sich kurze Clips per Sprachbefehl in Kunstwerke.
Der Suchmaschinenkonzern hat am 8. Juli eine neue Funktion für Google Photos vorgestellt. Das Tool namens „Video Remix“ steckt voller automatisierter Bearbeitungsmöglichkeiten – und wird vom Gemini-Omni-Modell angetrieben.
Von Aquarell bis Ölgemälde: Die kreativen Möglichkeiten
Die Technologie erlaubt Eingriffe, die bislang nur mit professioneller Software möglich waren. Dazu zählen kinoreife Lichtanpassungen („Cinematic Relighting“) oder das komplette Austauschen des Hintergrunds. Ein Klick genügt, und das Motiv steht plötzlich in einer völlig neuen Umgebung.
Noch weiter gehen die künstlerischen Filter: Nutzer können ihren Clips den Look einer Aquarellzeichnung, einer Skizze oder eines Ölgemäldes verpassen. Google hat zudem vorgefertigte Vorlagen integriert. Diese simulieren etwa das warme Licht der Morgendämmerung, versetzen die Szene in ein Gewächshaus oder tauchen das gesamte Video in einen verträumten Aquarell-Look. Die Verarbeitung dauert laut Unternehmen nur wenige Sekunden.
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Wer bekommt Zugriff? – Einschränkungen und Voraussetzungen
Einfach so nutzen kann die Funktion allerdings niemand. „Video Remix“ ist Premium-Kunden vorbehalten – konkret Abonnenten der Tarife Google AI Plus, Pro oder Ultra. Zudem müssen Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein.
Das Tool findet sich im „Erstellen“-Tab der Google-Photos-App. Aktuell verarbeitet es nur Clips mit einer maximalen Länge von zehn Sekunden. Der Fokus liegt klar auf kurzen, stylishen Inhalten für soziale Netzwerke.
Globaler Rollout – Deutschland zunächst außen vor
Der Start erfolgte Anfang dieser Woche in 14 Ländern. Dazu zählen die USA, Indien, Japan, Südkorea, Brasilien und Mexiko. Weitere unterstützte Regionen sind Argentinien, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indonesien, Pakistan, die Philippinen und die Türkei.
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Deutschland und der gesamte europäische Markt fehlen in der ersten Welle. Wann europäische Nutzer die Funktion erhalten, ist noch offen.
Ein strategischer Schritt
Mit „Video Remix“ treibt Google die Integration seiner Gemini-Omni-KI in alltägliche Anwendungen voran. Das Ziel ist klar: Wer Videobearbeitung auf Knopfdruck bekommt, bleibt im Google-Kosmos – und zahlt am Ende für das Premium-Abo. Für Hobby-Filmer und Social-Media-Fans dürfte das Angebot verlockend sein. Die Frage ist nur, wann die Funktion auch hierzulande an den Start geht.
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