Vishing-Kampagne, Google

Vishing-Kampagne: Google warnt vor KI-gestützten Anrufen bei Banken

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 10:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google warnt vor KI-gestützter Vishing-Kampagne gegen Hedgefonds. Erpresser fordern bis zu 3 Mio. Dollar Lösegeld.

Google deckt Vishing-Angriffswelle auf: Wall-Street-Firmen im Visier
Ein Smartphone auf einem dunklen Schreibtisch vor verschwommenen Servern, das die Bedrohung durch Cyberangriffe symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsexperten von Google haben eine koordinierte Cyberangriff-Kampagne gegen namhafte Finanzunternehmen und Hedgefonds an der Wall Street aufgedeckt. Die Gruppe UNC6671 nutzt demnach Voice Phishing, kurz Vishing, um Zugang zu geschäftskritischen IT-Systemen und Cloud-Umgebungen zu erlangen.

Gefälschte IT-Anrufe mit KI-Unterstützung

Die Angreifer agieren unter Markennamen wie Falcon, Helix, Pink und Redact. Ihr Vorgehen folgt einem präzisen Muster: Sie kontaktieren Mitarbeiter telefonisch und geben sich als internen IT-Support aus. Mit Künstlicher Intelligenz und Social Engineering gewinnen sie das Vertrauen der Beschäftigten, um an Zugangsdaten zu gelangen.

Ein zentraler Baustein der Infrastruktur sind gefälschte Passkey-Seiten, die Sicherheitsvorkehrungen umgehen sollen. Das Ziel: Daten stehlen und die Unternehmen mit der Drohung einer Veröffentlichung erpressen.

Prominente Ziele: Von Apollo bis Citadel

Die Angriffe richten sich gegen Private-Equity-Häuser und Hedgefonds wie Apollo, Bain, Blackstone, Bridgewater, KKR, TPG sowie Point72, Millennium Management, Two Sigma und Citadel. Auch die Ratingagentur Moody's und der Börsenbetreiber CME stehen auf der Liste potenzieller Ziele.

Die Erpresser fordern zwischen 750.000 und 3 Millionen US-Dollar pro Fall. Eine mit der Gruppe verbundene digitale Geldbörse hat bereits Zahlungen in Höhe von rund 141,65 Bitcoin erhalten – ein Gegenwert von etwa 10,7 Millionen US-Dollar.

KI macht Cyberangriffe massentauglich

Die Warnung von Google fällt in eine Zeit steigender Bedrohungen durch hochentwickelte Algorithmen. Branchenexperten beobachten, dass KI-Modelle zunehmend eigenständig IT-Sicherheitslücken identifizieren und ausnutzen. Die Folge: mehr automatisierte Phishing-Versuche und Identitätsdiebstähle.

Anzeige

Wer sich gegen die zunehmende Professionalisierung von Hackerangriffen wappnen möchte, findet in diesem Leitfaden die passenden Strategien. Ein kostenloser Report enthüllt aktuelle Methoden der Cyberkriminellen und wie man psychologische Manipulationstaktiken rechtzeitig entlarvt. Anti-Phishing-Paket jetzt gratis herunterladen

Auch in Europa schlägt man Alarm. Die italienische Finanzinformationsbehörde UIF meldet einen Anstieg von Online-Betrug und Money Muling über soziale Plattformen. Experten raten Unternehmen und Privatpersonen daher zur konsequenten Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung – besonders beim Online-Banking.

Auch der Kryptosektor ist betroffen

Anfang August wurden zudem Hacks bei Bitcoin-Verwahrungssystemen des Anbieters Coldcard bekannt. Dabei entwendeten Angreifer innerhalb kurzer Zeit digitale Werte in Millionenhöhe. Die Häufung der Vorfälle zeigt: Finanzinstitute müssen ihre Sicherheitsarchitekturen laufend an die Fähigkeiten moderner Angreifergruppen anpassen.

Anzeige

Um IT-Sicherheitslücken proaktiv zu schließen und neue gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, ist ein fundierter Überblick über aktuelle Bedrohungslagen unerlässlich. Dieses Gratis-E-Book zeigt auf, wie Unternehmen ihre digitale Infrastruktur ohne hohe Investitionen wirksam absichern können. Kostenloses E-Book zur Cyber-Security sichern

Die Häufung der Vorfälle zeigt: Finanzinstitute müssen ihre Sicherheitsarchitekturen laufend an die Fähigkeiten moderner Angreifergruppen anpassen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69924822 |