Siri, Multi-App-Aufgaben

visionOS 27: Siri AI beherrscht Multi-App-Aufgaben per Stimme

21.06.2026 - 00:33:03 | boerse-global.de

Apples Spatial-Computer bleibt ein Luxusprodukt. Neue Software und KI-Funktionen sollen den Nutzen steigern, eine gĂĽnstige Variante kommt frĂĽhestens 2028.

Apple Vision Pro: M5-Update und visionOS 27 in Hongkong etabliert
Siri - A person wearing an Apple Vision Pro headset in a modern Hong Kong setting, interacting with virtual elements. 21.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Zwei Jahre nach seinem internationalen Debüt hat sich das Apple Vision Pro in Hongkong als feste Größe im High-End-Spatial-Computing etabliert. Nach einem Hardware-Refresh Ende 2025 und den jüngsten Software-Ankündigungen auf der WWDC zeigt sich: Apples Vision für den Computer auf der Nase ist langfristig angelegt – und günstiger wird es vorerst nicht.

Vom Nischenprodukt zur etablierten Plattform

Am 28. Juni 2024 startete der Verkauf in Hongkong – zu Preisen ab 27.999 Hongkong-Dollar (rund 3.300 Euro) für das 256-GB-Modell. Apples Flagship-Stores in der IFC Mall, im Festival Walk und in Causeway Bay boten spezielle 30-minütige Beratungstermine an, um Kunden bei der Passform und Navigation zu helfen. Ein Service, der zeigt: Dieses Gerät will man nicht einfach aus der Packung nehmen und loslegen.

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Mitte Oktober 2025 folgte dann das erwartete Update: Der M5-Chip ersetzte den ursprünglichen M2-Prozessor. Gleichzeitig führte Apple das Dual Knit Band als Standardzubehör ein – eine Reaktion auf die häufigste Kritik: das Gewicht. Die aktuellen Top-Modelle mit M5-Chip kosten in Hongkong inzwischen bis zu 30.999 Hongkong-Dollar (rund 3.650 Euro). Ein stolzer Preis – aber für die Zielgruppe offenbar kein Hindernis.

WWDC 2026: Software statt neuer Hardware

Die diesjährige Entwicklerkonferenz am 8. Juni brachte keine neue Hardware – dafür aber umso mehr Software. Im Zentrum stand visionOS 27, das im Herbst erscheinen soll. Der Star der neuen Version: Siri AI. Der virtuelle Assistent wurde komplett neu aufgebaut und bekommt eine eigene App für die Vision Pro.

Was kann Siri AI? Sie erledigt komplexe Aufgaben über mehrere Apps hinweg. Ein Beispiel: Sprachgesteuerte Bearbeitung von Spatial Photos oder detaillierte Navigation in Maps – per Stimme oder Texteingabe. Dazu kommen weitere Neuerungen: Normale Panorama-Fotos lassen sich künftig in immersive räumliche Szenen verwandeln. Und die WLAN-Geschwindigkeit der Brille wurde deutlich verbessert.

Das Ziel ist klar: Apple will den Nutzen der bestehenden Hardware maximieren, statt auf neue Geräte zu setzen.

Die „Vision Air" lässt auf sich warten

Viele hatten auf eine günstigere Variante gehofft – eine „Vision Air" für den Massenmarkt. Doch daraus wird vorerst nichts. Branchenanalysten, darunter die von Bloomberg, berichten von einer deutlichen Verzögerung. Statt 2027 oder 2028 soll die günstigere Version nun erst Ende 2028 oder 2029 kommen.

Der Grund: Apple kämpft mit Design-Herausforderungen und hat offenbar einen Strategiewechsel vollzogen. Statt einer abgespeckten Vision Pro arbeitet das Unternehmen an einer brillenlosen KI-Smart-Glass-Lösung, die für 2027 geplant ist. Das bedeutet: Für absehbare Zeit bleibt das aktuelle Vision Pro – inklusive M5-Refresh – das einzige Spatial-Computing-Gerät im Apple-Portfolio.

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Das Ökosystem wächst – langsam, aber stetig

In den zwei Jahren seit dem Hongkong-Start hat sich das Vision-Pro-Ökosystem weiterentwickelt. Große Streaming-Dienste bieten inzwischen räumliche Versionen ihrer Bibliotheken an. Im Unternehmensbereich setzen Firmen in der Region auf virtuelle Arbeitsplätze und High-End-Produktivitätstools.

Bleibt die Frage: Wird Apple den Preis irgendwann senken? Oder bleibt die Vision Pro ein Luxusgut für Profis und Enthusiasten? Die aktuellen Signale deuten auf Letzteres hin. Wer auf eine günstige Einstiegsbrille hofft, muss sich noch gedulden – bis 2028 oder 2029.

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