Viszerales Fett: Organfett schrumpft Gehirn um 3,4 Prozent
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 22:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Lipidforscher Andreas Koeberle von der Universität Graz identifizierte langkettige Vitamin-E-Metaboliten (LCM) mit dualer Wirkung. In Mausmodellen reduzierten die Stoffe entzündliche Immunzellen und regten gleichzeitig Makrophagen an – das fördert den Heilungsprozess. Zudem schützen die LCM vor Ferroptose, einem programmierten Zelltod bei Entzündungen. Die Forscher sehen Parallelen zu Inhaltsstoffen der Bitterkola.
Organfett schrumpft das Gehirn
Viszerales Fett ist gefährlicher als gedacht. Daten der UK Biobank mit rund 26.000 Teilnehmern zeigen: Mehr Organfett führt zu messbarem Hirnsubstanz-Verlust. Bei Männern schrumpfte die graue Substanz um 3,4 Prozent, bei Frauen um 3,2 Prozent. Die Folge: ein deutlich höheres Risiko für Parkinson oder Schlaganfälle. Betroffen sind auch normalgewichtige Menschen mit hohem viszeralem Fettanteil.
WHO aktualisiert Demenz-Leitlinien
Bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle weltweit wären vermeidbar, so die Weltgesundheitsorganisation in ihren aktualisierten Leitlinien vom Juli 2026. Starke Empfehlungen gibt es für Bewegung, Rauchverzicht und Alkoholverzicht. Gesunde Ernährung und geistige Stimulation gelten als konditionale Maßnahmen. Überraschend: Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B oder E werden ohne nachgewiesenen Mangel ausdrücklich nicht empfohlen.
Joghurt als Krebs-Schutz
Die präventive Wirkung von Probiotika ist belegt. Eine US-Studie mit über 9.400 Teilnehmern zeigt: Regelmäßiger Joghurt- oder Präbiotika-Konsum senkt das Darmkrebsrisiko um etwa 50 Prozent. Die Universität Tokio fand zudem heraus: Die Kombination aus täglichem Joghurt und moderater Bewegung verlangsamt das biologische Altern – gemessen an spezifischen DNA-Markern.
Diabetes-Medikamente gegen Alzheimer
SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Agonisten könnten das Alzheimer-Risiko drastisch senken. Aktuelle Daten vom 20. Juli 2026 zeigen: SGLT2-Hemmer reduzieren das Risiko um bis zu 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um bis zu 33 Prozent. Beide Medikamente werden primär gegen Typ-2-Diabetes eingesetzt. Neue Leitlinien zum kardiorenalen metabolischen Syndrom empfehlen daher ein frühzeitiges Screening.
Bis zu 45% aller Demenzfälle wären vermeidbar – und viszerales Fett ist ein unterschätzter Risikofaktor. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Ihr Organfett messen und mit gezielten Übungen und Ernährung reduzieren. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Durchbruch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Auf dem ASCO-Kongress 2026 wurde ein Fortschritt bei metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs vorgestellt. Das Medikament Daraxonrasib verdoppelte die Überlebenszeit von sechs auf 13 Monate – im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. In den USA ist das Mittel bereits verfügbar, die Zulassung für Europa steht noch aus.
KI erkennt Alzheimer Jahre vorher
Ein KI-Modell der Texas A&M University prognostiziert Alzheimer mit über 92 Prozent Genauigkeit – bis zu sieben Jahre vor den ersten Symptomen. Die NutriNAIL-Studie der Hochschule Fulda untersucht indes Fingernägel als Biomarker-Quelle. Erste Ergebnisse zeigen signifikante Korrelationen zwischen Selenwerten und Supplement-Einnahme sowie zwischen Mineralstoffmängeln und Nagelstruktur.
Grenzen der Allergiediagnostik
Die University of North Carolina zeigt die Grenzen der Antikörper-Diagnostik auf. Trotz hoher Prävalenz von Alpha-Gal-Antikörpern in bestimmten Regionen entwickelt nur ein Bruchteil der Betroffenen tatsächlich eine Fleischallergie nach Zeckenstichen.
Rückschlag für Parkinson-Medikament
Roche erlitt einen Rückschlag: Der Wirkstoff Prasinezumab verfehlte in einer Phase-2b-Studie den primären Endpunkt zur motorischen Progression. Exploratorische Analysen lieferten jedoch Hinweise auf eine mögliche Verlangsamung des Krankheitsprozesses. Weitere Untersuchungen sollen folgen.
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