Vitamin D gegen ErkÀltungen: 73 Studien zeigen Zusammenhang mit Mangel
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 18:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Medienberichte greifen verstĂ€rkt wissenschaftliche Untersuchungen auf, die sich mit der Rolle des Vitamin-D-Status bei der Vorbeugung von ErkĂ€ltungskrankheiten befassen. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit eine Supplementierung des sogenannten Sonnenvitamins tatsĂ€chlich vor akuten Atemwegsinfekten schĂŒtzen kann und welche Bedingungen fĂŒr einen messbaren Effekt erfĂŒllt sein mĂŒssen.
Studienergebnisse und statistische ZusammenhÀnge
Ein zentraler Bezugspunkt der aktuellen Debatte ist ein Umbrella-Review der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) aus dem Jahr 2020, in dessen Rahmen die Daten von 73 Studien ausgewertet wurden. Die Analyse ergab einen statistischen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Risiko fĂŒr akute Atemwegsinfektionen.
Demnach deuten die Daten darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D einen prĂ€ventiven Schutz bieten könnte. Eine zweifelsfreie Beleglage fĂŒr eine generelle Schutzwirkung durch die Einnahme von PrĂ€paraten existiere laut den Auswertungen jedoch noch nicht.
ErgĂ€nzend dazu liegen Erkenntnisse einer groĂangelegten australischen Untersuchung aus dem Jahr 2021 vor. An dieser Studie nahmen ĂŒber 21.000 Personen im Alter zwischen 60 und 84 Jahren teil.
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Die Probanden erhielten monatliche Gaben von Vitamin D. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigte, dass bei Menschen, die keinen ausgeprÀgten Mangel aufwiesen, kein signifikanter Unterschied zwischen der Vitamin-Gabe und der Verabreichung eines Placebos feststellbar war.
Einordnung der Blutwerte und Empfehlungen der Fachgesellschaften
Zur medizinischen Einordnung der Vitamin-D-Versorgung werden spezifische Schwellenwerte herangezogen. Eine mangelhafte Versorgung liege vor, wenn die Blutwerte unter 25 bis 30 nmol/l (entspricht 10 bis 12 ng/ml) sinken. Als anzustrebender Bereich, in dem die Versorgung als ausreichend gilt, wird ein Wert ab 50 nmol/l (20 ng/ml) definiert.
Die DGE empfiehlt fĂŒr die Allgemeinbevölkerung keine vorsorgliche Hochdosierung von Vitamin D. Sofern eine Supplementierung aufgrund einer unzureichenden körpereigenen Bildung oder eines festgestellten Mangels notwendig sei, rĂ€t die Fachgesellschaft zu einer tĂ€glichen Dosis von 20 ”g. Dies entspricht einer menge von 800 Internationalen Einheiten (IE).
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MarktĂŒberblick ĂŒber kommerzielle PrĂ€parate
Trotz der zurĂŒckhaltenden medizinischen Empfehlungen zur Hochdosierung zeigt ein redaktioneller Vergleich von Vitamin-D3-K2-PrĂ€paraten, dass am Markt Produkte mit deutlich höheren Dosierungen verfĂŒgbar sind. Diese PrĂ€parate kombinieren hĂ€ufig Vitamin D3 mit Vitamin K2, wobei die Dosierungen je nach Hersteller stark variieren.
In einem aktuellen MarktĂŒberblick werden unter anderem Tabletten von natural elements aufgefĂŒhrt, die 10.000 IE Vitamin D3 und 200 ”g Vitamin K2 enthalten. Derselbe Anbieter fĂŒhrt zudem Tropfen mit einer Dosierung von 1.000 IE D3 und 20 ”g K2 pro Tropfen.
Andere Hersteller wie Vit4ever bieten PrĂ€parate mit bis zu 20.000 IE Vitamin D3 pro Tablette und 200 ”g Vitamin K2 an, wobei PackungsgröĂen von bis zu 400 Tabletten erhĂ€ltlich sind.
Weitere am Markt vertretene Produkte umfassen Kapseln von ESN mit 5.000 IE D3 und 100 ”g K2 sowie PrĂ€parate von SEVENS NUTRITION mit einer Kombination aus 5.000 IE D3 und 200 ”g K2. Der MarktĂŒberblick weist darauf hin, dass sich die ĂŒblichen Dosierungen bei solchen KombinationsprĂ€paraten im Bereich von 1.000 bis 10.000 IE fĂŒr Vitamin D3 und 100 bis 200 ”g fĂŒr Vitamin K2 bewegen.
Fachleute betonen regelmĂ€Ăig, dass diese hohen Dosierungen keine allgemeine medizinische Empfehlung darstellen und eine Einnahme idealerweise auf Basis einer individuellen Bedarfsanalyse erfolgen sollte.
