Vitamin-D-Mangel: 60 Prozent der Deutschen unterversorgt
16.06.2026 - 08:14:08 | boerse-global.de
Rechnet man den Bereich unterhalb des Optimalwerts hinzu, sind sogar 60 Prozent der Bevölkerung betroffen. Das zeigen aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts.
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag. Ăber die ErnĂ€hrung ist das kaum zu schaffen: Lebensmittel liefern im Schnitt nur 2 bis 4 Mikrogramm tĂ€glich. Den GroĂteil produziert der Körper selbst â durch Sonnenlicht auf der Haut.
Warum die Sonne nicht reicht
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Das Sommerhalbjahr gilt eigentlich als ideale Zeit, um die Vitamin-D-Speicher aufzufĂŒllen. Doch fĂŒr viele Menschen reichen die Sonnenstunden nicht aus. Der Grund: die moderne Lebensweise.
Lange Aufenthalte in InnenrĂ€umen prĂ€gen den Alltag. Selbst drauĂen blockieren Kleidung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor die nötige UV-B-Strahlung. Hinzu kommen biologische Faktoren wie Hauttyp und Alter â die FĂ€higkeit zur Vitamin-D-Bildung nimmt mit den Jahren ab.
Auf dem Life Summit 2026 betonte Medizinerin Dr. Luisa Werner: âFĂŒr viele Menschen kann eine regelmĂ€Ăige Supplementierung sinnvoll sein.â Auch die Expertin Sophie Chabloz verwies darauf, den individuellen Status unabhĂ€ngig von der Jahreszeit zu prĂŒfen.
Mehr als nur Knochengesundheit
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Die Folgen eines Vitamin-D-Mangels gehen weit ĂŒber die Knochengesundheit hinaus. Eine RBB-Dokumentation vom Juni 2026 zeigte den Zusammenhang zwischen chronischem Sonnenmangel und einem erhöhten Risiko fĂŒr Zivilisationskrankheiten. Dazu zĂ€hlen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und bestimmte Krebsarten.
Auf dem âVision Zeroâ-Summit Mitte Juni in Berlin diskutierten Fachleute die Rolle der PrĂ€vention bei der Senkung von Krebssterblichkeitsraten. Rund 40 Prozent aller KrebsfĂ€lle gelten als vermeidbar. Die Forschung rĂŒckt daher NĂ€hrstoffoptimierung und LebensstilĂ€nderungen stĂ€rker in den Fokus.
Experten fordern eine bessere Dateninfrastruktur und weniger BĂŒrokratie. Nur so lassen sich Erkenntnisse ĂŒber Supplemente und PrĂ€vention schneller in die breite Versorgung integrieren.
