Vitamin-D-Mangel: Haut bildet ab 70 bis zu 75 Prozent weniger
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 04:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuelle Studien und Berichte beleuchten die gesundheitlichen Risiken eines Vitamin-D-Mangels, einschlieĂlich möglicher SchĂ€digungen an Herzzellen und der Notwendigkeit einer gezielten Supplementierung. Neben der Bedeutung fĂŒr die Knochengesundheit verweisen Mediziner und Behörden zunehmend auf die vielschichtigen Folgen einer Unterversorgung fĂŒr das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden.
Ursachen und saisonale EngpÀsse bei der körpereigenen Synthese
Der menschliche Körper bildet den GroĂteil des benötigten Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut. In den hiesigen Breitengraden steht die Sonne nach Angaben des Robert Koch-Instituts von etwa Oktober bis MĂ€rz jedoch zu niedrig am Himmel, als dass eine nennenswerte körpereigene Vitamin-D-Bildung stattfinden könnte.
ZusÀtzlich beeinflusst das Alter die FÀhigkeit des Körpers zur Eigensynthese erheblich. Untersuchungen des Vitamin-D-Forschers Michael Holick von der UniversitÀt Boston im Journal of Clinical Investigation belegen, dass die Haut eines 70-jÀhrigen Menschen bis zu 75 Prozent weniger Vitamin D bildet als die Haut eines 20-JÀhrigen.
Laut den National Institutes of Health (NIH) sind Àltere Menschen daher besonders hÀufig von einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung betroffen. Zugleich nimmt diese Bevölkerungsgruppe auch Vitamin B12 schlechter auf.
Symptome von Mangelerscheinungen und die Rolle von NĂ€hrstoffen
Ein Defizit an Vitamin D entwickelt sich in der Regel schleichend. Als fettlösliches Vitamin gehört es zusammen mit den Vitaminen A, E und K zu jenen NÀhrstoffen, die mit Nahrungsfetten absorbiert und im Fettgewebe sowie in der Leber gespeichert werden.
Wer sich mit der Bedeutung von Vitaminen befasst, sollte auch die eigenen Blutwerte im Blick behalten, um Fehlinterpretationen und Mangelerscheinungen zu vermeiden. Dieser kostenlose Report erklĂ€rt, welche Werte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Gesundheit gezielt schĂŒtzen. Wichtige Laborwerte jetzt verstehen und prĂŒfen
Ein Mangel bildet sich hĂ€ufig erst ĂŒber Monate hinweg aus. Da fettlösliche Vitamine im Gewebe akkumulieren, besteht bei unkontrollierter Zufuhr hochdosierter PrĂ€parate zudem das Risiko einer sogenannten Hypervitaminose.
Mangelerscheinungen können sich in unspezifischen Beschwerden Ă€uĂern. Die Symptomgruppe um MĂŒdigkeit und Konzentrationsstörungen, oft auch als Gehirnnebel bezeichnet, wird unter anderem Defiziten bei Vitamin B12, FolsĂ€ure, Vitamin D sowie Eisen zugeschrieben.
Eine erhöhte AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infekte steht wiederum hĂ€ufig mit unzureichenden Werten bei den Vitaminen D3, C und A sowie dem Spurenelement Zink in Zusammenhang. Ăber die normale ErnĂ€hrung lĂ€sst sich Vitamin D nur begrenzt aufnehmen. So enthĂ€lt beispielsweise ein mittelgroĂes HĂŒhnerei laut USDA rund 40 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D sowie etwa 0,5 Mikrogramm Vitamin B12.
Neben der ausreichenden Vitamin-Versorgung ist ein gezieltes Training der kognitiven FÀhigkeiten entscheidend, um auch im Alter mental leistungsfÀhig zu bleiben. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Konzentration stÀrken und geistig fit bleiben. Kostenlosen Gehirn-Training-Guide herunterladen
Differenzierte Empfehlungen fĂŒr verschiedene Altersgruppen
FĂŒr bestimmte Personengruppen gelten gesonderte Leitlinien. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) benennt fĂŒr Kinder ab einem Jahr und Jugendliche bei fehlender körpereigener Synthese einen Referenzwert von 800 Internationalen Einheiten (20 Mikrogramm) Vitamin D pro Tag.
Fachpublikationen weisen darauf hin, dass in Deutschland wÀhrend der dunklen Jahreszeit schÀtzungsweise 60 bis 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen.
In der Schwangerschaft mahnt das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR), NahrungsergĂ€nzungsmittel grundsĂ€tzlich nur nach vorheriger Ă€rztlicher Beratung einzunehmen. Die Verbraucherzentrale beziffert die Zufuhr bei unzureichender sonnenbedingter Eigensynthese auf 20 Mikrogramm tĂ€glich, betont jedoch zugleich die Notwendigkeit einer individuellen Abstimmung.
Fachleute unterstreichen, dass vor dem Griff zu PrĂ€paraten stets eine fundierte Bestimmung des individuellen Versorgungsstatus stehen sollte, um Ăberdosierungen zu vermeiden.
