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Vitamin E: Neue Metabolite lösen Entzündungen aktiv auf

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien belegen schmerzlindernde Effekte von Melatonin und Vitamin-E-Metaboliten. Auch Qigong und Cannabis zeigen positive Ergebnisse bei chronischen Leiden.

Chronische Schmerzen: Neue Therapien mit Melatonin und Vitamin E
Eine ruhige Komposition aus Heilkräutern, einem glatten Stein und sanftem Licht, die alternative Therapien und Heilung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Forscher setzen zunehmend auf alternative und ergänzende Therapien – von Hormonen über pflanzliche Stoffe bis zu Bewegung.

Melatonin als Schmerzmittel?

Forscher der University of Sydney haben Melatonin genauer unter die Lupe genommen. Eine Analyse von 23 Studien mit über 2.000 Teilnehmern zeigt: Das Hormon kann chronische Muskel- und Gelenkschmerzen um durchschnittlich 9 Punkte auf einer 100er-Skala senken. Das entspricht in etwa der Wirkung von Paracetamol oder Ibuprofen.

Die Dosierungen lagen zwischen 1 und 10 mg. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse warnen Experten vor Selbstmedikation. Eine ärztliche Begleitung sei unerlässlich.

Vitamin E: Entzündungen lösen statt nur hemmen

Ein Team der Universität Graz um Andreas Koeberle hat neue Erkenntnisse zur Wirkung von Vitamin E veröffentlicht. In der Fachzeitschrift Acta Pharmaceutica Sinica B beschreiben die Forscher spezifische langkettige Vitamin-E-Metabolite (LCM). Diese wirken nicht nur entzündungshemmend – sie fördern aktiv die Auflösung von Entzündungsprozessen.

In Mausmodellen reduzierten die Metabolite die Zahl entzündlicher Immunzellen und beschleunigten Heilungsprozesse. Strukturell ähneln die Stoffe Inhaltsstoffen der Bitterkola.

Qigong gegen Krebsmüdigkeit

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Auch Bewegung zeigt messbare Effekte. Eine Studie des University of Texas M. D. Anderson Cancer Center mit 96 Brustkrebs-Patientinnen in Shanghai untersuchte Qigong während der Strahlentherapie. Fünf Einheiten pro Woche à 40 Minuten – das Ergebnis: Die Probandinnen berichteten über signifikant weniger depressive Symptome und eine gesteigerte Lebensqualität. Die Effekte hielten bis zu drei Monate nach der Behandlung an.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) empfiehlt Bewegungstherapien zudem für Patienten mit chronischem Koronarsyndrom. Ziel: Belastbarkeit steigern und klinische Werte verbessern.

Cannabis: Verordnung vereinfacht

Seit der Legalisierung von medizinischem Cannabis in Deutschland haben sich die Verordnungswege konsolidiert. Jeder approbierte Arzt kann Rezepte ausstellen. Die Kosten in Apotheken: 10 bis 25 Euro pro Gramm. Krankenkassen übernehmen in über 60 Prozent der Fälle die Kosten – bei Vorliegen einer Genehmigung. Neben der Praxis haben sich Online-Angebote als Bezugsquelle etabliert.

In Berlin gibt es zudem spezialisierte tanztherapeutische Ansätze. Die sogenannte „Booty Therapy“ – inspiriert von afrikanischen Tänzen – soll durch gezielte Hüftbewegungen emotionale Blockaden lösen. Eingesetzt wird sie vor allem bei Traumata nach Gewalterfahrungen.

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130 Millionen für die Forschung

Rund 50 Prozent der Patienten sprechen nicht auf herkömmliche Medikamente an. Um diese Versorgungslücke zu schließen, fließen erhebliche Mittel in die Forschung. Das mitteldeutsche Forschungscluster am Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit – mit den Standorten Jena, Halle und Magdeburg – erhält bis 2030 Fördermittel von rund 130 Millionen Euro.

Professor Martin Walter leitet dort Untersuchungen zu Zusammenhängen zwischen entzündlichen Erkrankungen, ADHS und psychischen Leiden. Ziel: präzisere Therapieformen. Ein Symposium im Juli 2026 in München widmete sich zudem neuen Behandlungsansätzen bei Polyneuropathie und zeigte Patienten Perspektiven für künftige Therapien auf.

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