Volkswagen, Copilot

Volkswagen und Copilot: Mehr als 330.000 Beschäftigte erhalten KI-Zugang

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 10:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Konzern setzt Copilot und KI-Agenten in mehreren Bereichen ein; Angaben zu Einsparungen und Lizenzkosten fehlen bislang.
Eine moderne, weitläufige Industriehalle einer Automobilfertigung mit präzisen Robotersystemen und technischer Ausrüstung. Illustration mit AI erstellt.

Die Volkswagen Group hat über 330.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Software-Assistenten Microsoft Copilot ausgestattet. Die Zuteilung erstreckt sich über verschiedenste Arbeitsbereiche des Automobilkonzerns und reicht von der technischen Entwicklung im Engineering bis hin zu Arbeitsplätzen in den Fabrikhallen.

Berichten vom 25. und 26. Oktober zufolge gehört dieser Schritt zu den umfangreichsten Implementierungen der Technologie in der industriellen Fertigung.

Phasenweiser Rollout vom Chat-Tool zu KI-Agenten

Die Einführung der Systeme erfolgte bei der Volkswagen Group in einem mehrstufigen Prozess. Am Anfang des Rollouts stand Copilot Chat, das den Beschäftigten grundlegende KI-Funktionen zur Verfügung stellte. Bereits in dieser früheren Phase verzeichnete Copilot Chat über 300.000 monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer im Konzern.

In der nächsten Phase integrierte das Unternehmen Copilot mit Work IQ in vier operativen Kernressorts: im Engineering, in der Produktion sowie im Einkauf und im Vertrieb. Erst nach dieser fachspezifischen Verankerung folgten KI-Agenten, die komplexere Aufgaben automatisieren oder begleiten sollen. Im vergangenen Monat waren gruppenweit bereits über 26.000 dieser KI-Agenten im Einsatz.

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Kennzahlen basieren auf unterschiedlichen Bezugsgrößen

Branchenberichte weisen darauf hin, dass die veröffentlichten Werte nicht summiert oder direkt gegengerechnet werden können. Die über 330.000 ausgestatteten Mitarbeiter, die über 300.000 monatlich aktiven Chat-Nutzer sowie die über 26.000 aktiven Agenten erfassen grundlegend unterschiedliche Einheiten – von der Lizenzvergabe über menschliche Nutzerinteraktionen bis hin zu automatisierten Prozessen. Zudem wurde für die jeweiligen Werte kein gemeinsamer Statistikmonat genannt, weshalb sie methodisch voneinander getrennt zu betrachten sind.

Datenintegration mit Rechteverwaltung und Ausbau von Microsoft Fabric

Über die Funktion Work IQ werden interne Organisationsdaten direkt in die Arbeitsabläufe eingebunden. Um die Sicherheit vertraulicher Konzerninformationen zu gewährleisten, ist der Datenzugriff technisch an die individuellen Berechtigungen der jeweiligen Nutzer gekoppelt.

Niemand erhält über das Assistenzsystem Zugriff auf Dokumente oder Bestände, für die keine reguläre Freigabe vorliegt. Für die datenseitige Weiterentwicklung plant die Volkswagen Group zudem den Ausbau der sogenannten Intelligent Data Foundation auf Basis der Plattform Microsoft Fabric, um Datenbestände konzernweit zu vereinheitlichen.

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Trotz der Größenordnung des Rollouts bleiben wesentliche wirtschaftliche Kennzahlen bislang unbeziffert. Derzeit liegen keine Belege dazu vor, wie viele Arbeitsstunden oder Kosten durch die Einführung tatsächlich eingespart wurden. Auch zu den anfallenden Lizenzkosten sowie zum Return on Investment des Projekts machte die Volkswagen Group bislang keine Angaben.

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