LĂ€nder drĂ€ngen auf Klarheit fĂŒr Startchancen-Programm
21.06.2023 - 18:47:20"Ich erwarte hier klare Aussagen der Bundesregierung", sagte Katharina GĂŒnther-WĂŒnsch (CDU), Berlins Schulsenatorin und PrĂ€sidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), der "SĂŒdwest Presse" (Donnerstagausgabe). Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) forderte, Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) mĂŒsse "endlich Klarheit schaffen und den Stillstand beseitigen".
Lorz, der in der KMK die LĂ€nder mit CDU-Regierungen koordiniert, forderte "belastbare Aussagen" bei den GesprĂ€chen. Das "Startchancen"-Programm gilt als zentrales Bildungsprojekt der Ampel-Regierung. Gezielte Investitionen in Schulen, deren SchĂŒlerschaft durch ArmutsgefĂ€hrdung und hohen Migranten-Anteil geprĂ€gt ist, sollen soziale Benachteiligungen mindern. Doch trotz monatelanger Verhandlungen sind selbst Grundlagen umstritten: Finanzierung, Mittelverteilung oder Umsetzung. Baden-WĂŒrttembergs Kultusministerin Theresa Schopper (GrĂŒne) sprach von "komplizierten, aber dennoch erkennbar zielorientierten" Verhandlungen. Ein Sprecher Stark-Watzingers erklĂ€rte: "Die Verhandlungen zwischen Bund und LĂ€ndern verlaufen konstruktiv und sind von dem gemeinsamen Willen getragen, dass das Startchancen-Programm pĂŒnktlich zum Schuljahr 2024/25 starten kann." Das Ministerium beabsichtige, sich mit bis zu einer Milliarde Euro jĂ€hrlich fĂŒr das Programm zu engagieren. "Angesichts der groĂen Herausforderungen im Bildungsbereich wird von den LĂ€ndern ein Beitrag in gleicher Höhe erwartet." Das lehnen mehrere LĂ€nder allerdings ab.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


