Voxel, Series-1

Voxel Series-1: Tuesday Labs nimmt 200-Dollar-Reservierungen an

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Roboter kostet voraussichtlich rund 20.000 US-Dollar; Auslieferungen werden frühestens 2028 erwartet.
Ein aufgeräumtes, modernes Wohnzimmer mit hellem Parkettboden und natürlichem Lichteinfall durch ein großes Fenster. Illustration mit AI erstellt.

Das US-amerikanische Robotik-Start-up Tuesday Labs hat am 20. Oktober 2026 Vorbestellungen für seinen zweibeinigen Haushaltsroboter Voxel Series-1 eröffnet. Das System ist vorerst ausschließlich für Kunden in den USA vorgesehen. Die Auslieferung der Geräte wird ab 2028 oder möglicherweise später erwartet.

Das New Yorker Unternehmen beziffert den voraussichtlichen Preis auf rund 20.000 US-Dollar, betont jedoch, dass dieser Richtwert nicht bindend sei und sich bis zum Marktstart noch ändern könne. Für eine Reservierung verlangt Tuesday Labs eine vollständig rückzahlbare Anzahlung von 200 US-Dollar.

Die Reservierung gilt nicht als verbindlicher Kaufvertrag. Zudem wird die Anzahlung nicht auf einem Treuhandkonto verwahrt; Vorbesteller treten stattdessen einer Gruppe namens Founding Series bei.

Aufgabenprofil zwischen Aufräumen und Objektsuche

Der Voxel Series-1 wird als Luxusprodukt für den Heimbereich positioniert. Das Unternehmen kündigte mehrere Hauptfunktionen an, die unter Bezeichnungen wie Home Reset, Find, Fetch und Tend geführt werden. Der Roboter soll im Alltag Gegenstände aufräumen und an ihren Platz zurücklegen, Pflanzen gießen sowie verlegte Dinge wie Schlüssel oder Fernbedienungen suchen und bringen.

Komplexere Haushaltsarbeiten wie Kochen oder das Wechseln von Windeln beherrscht das System zur geplanten Markteinführung nicht. Das Waschen von Wäsche und das Einräumen von Geschirr wurden lediglich als perspektivische, bislang unbestätigte Möglichkeiten genannt. Unabhängige Tests zu den tatsächlichen Fähigkeiten des Geräts liegen bislang nicht vor.

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Hardwarearchitektur und Entwicklungsstand

Die Konstruktion des zweibeinigen Roboters basiert auf zwei Z-förmig faltbaren Beinen mit nach hinten beugenden Knien. Diese Bauweise ermöglicht es dem Gerät, seine Arbeitshöhe flexibel an Arbeitsplatten, Schränke oder Tische anzupassen.

Die beiden Arme verfügen über jeweils sieben Freiheitsgrade, während anstelle von Fingern Greifer mit einem Freiheitsgrad verbaut sind. Für die optische Erfassung nutzt das System eine Stereo-RGB-Kamera sowie eine separate Weitwinkelkamera, unter denen am Torso LED-Augen angebracht sind.

Angaben zu Gesamthöhe, Gewicht und Akkulaufzeit machte Tuesday Labs bislang nicht. Die Energieversorgung erfolgt über einen integrierten Akku mit zugehöriger Dockingstation. Die Software zur Fortbewegung berücksichtigt Neigungen, Stöße und Hindernisse, um ein leises Gehen zu ermöglichen. Bewegungsmuster werden dafür zunächst per 3D-Animation entworfen und anschließend mittels maschinellem Lernen auf die Hardware übertragen.

Der Angel-Investor Benjamin Bolte merkte an, dass der Voxel auf dem Modell Unitree G1 basiere. Laut den offiziellen Reservierungsbedingungen handelt es sich bei dem gezeigten Modell jedoch lediglich um einen Konzept- und Entwicklungsprototypen. Vor der Auslieferung soll die Hardware noch wesentlich überarbeitet werden. Eine behördliche Gerätezulassung durch die Federal Communications Commission steht gegenwärtig noch aus.

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Halbautonomer Betrieb und gestalterischer Ansatz

Tuesday Labs wurde 2025 von Rosalind Shinkle gegründet, einer ehemaligen Ingenieurin von Boston Dynamics. Technisch setzt das Unternehmen auf ein halbautonomes Konzept: Der Roboter agiert teils eigenständig und teils über Fernsteuerung. Frühe Kunden sollen die Software im Heimeinsatz mittrainieren, bevor eine spätere Skalierung der Fertigung eine breitere Verfügbarkeit ermöglichen soll.

Beim Design wählte das Start-up bewusst einen unkonventionellen Weg abseits klassischer humanoider Formen, um Unbehagen bei Nutzern zu vermeiden. Das Erscheinungsbild orientiert sich an Einrichtungsgegenständen wie Lampen und Stühlen sowie an Aktentaschen und verwendet quaderförmige Formen mit einer matten Kunststoffhülle.

An der optischen Gestaltung und der Persönlichkeit des Roboters wirkte Alonso Martinez mit, ein ehemaliger Charakterdesigner des Animationsstudios Pixar.

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