Wahlkommission als Köder: APK-Betrug kostet Rentner 5 Lakh Rupien
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 23:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cyberkriminelle haben in der indischen Stadt Pune gezielt Senioren ins Visier genommen und durch Täuschungsmanöver hohe Geldbeträge erbeutet. Die Täter gaben sich als Mitarbeiter der indischen Wahlkommission (ECI) aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen.
Unter dem Vorwand, Daten auf der Wählerkarte aktualisieren zu müssen, brachten sie einen 80-jährigen Rentner dazu, eine Datei im Android-Paketformat (APK) auf sein Smartphone herunterzuladen.
Durch die Installation der manipulierten Anwendungsdatei gelang es den Unbekannten, weitreichende Berechtigungen auf dem Mobiltelefon zu erlangen. Sie erhielten direkten Zugriff auf den Bildschirminhalt des Geräts und konnten sensible Bankpasswörter abfangen. Im Anschluss überwiesen die Betrüger unbemerkt einen Betrag von Rs 5 lakh vom Konto des Geschädigten.
Ermittlungen der Polizei in Pune laufen
Nachdem der Vorfall bekannt wurde, registrierte die Polizei in Pune den Fall des 80-Jährigen bei der Lakshminagar-Polizeistation. Die Ermittler leiteten ein Verfahren ein, um die Urheber der Cyberattacke sowie die Empfängerkonten der abgeflossenen Gelder aufzuspüren. Die Täter konnten bislang noch nicht identifiziert werden.
Die Masche, offizielle Behörden wie die Wahlkommission zu imitieren, stellt für Sicherheitsbehörden eine wiederkehrende Herausforderung dar. Durch die Vortäuschung behördlicher Notwendigkeiten setzen Angreifer ihre Opfer gezielt unter Druck, administrative Vorgaben schnell und ohne genaue Prüfung auf dem privaten Telefon umzusetzen.
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Weiterer Fall mit hohem Schaden bekannt
Der Fall des 80-jährigen Rentners ist kein Einzelfall. Die Polizei in Pune meldete einen zweiten, separat geführten Betrugsfall, der nach einem sehr ähnlichen Muster ablief. In diesem Fall geriet ein 78-jähriger Mann ins Visier der Betrüger. Diesem hatte ein angeblicher Mitarbeiter der Wahlkommission einen Link übermittelt.
Nach dem Öffnen dieses Links gelang es den Tätern, die Kontrolle über das Mobiltelefon zu übernehmen und auf die darauf gespeicherten Finanzinformationen zuzugreifen.
Zwischen dem 1. und 3. Oktober verlor der 78-Jährige dadurch eine Summe von Rs 8.00.015,34. Auch zu diesem Vorfall hat die Polizei offizielle Ermittlungen aufgenommen. Die Behörden prüfen derzeit Verbindungen zwischen den Taten, während die Fahndung nach den verantwortlichen Akteuren andauert.
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Gefahren durch manuelle App-Installationen
Der Missbrauch des APK-Dateiformats gilt im mobilen Bereich als verbreitetes Einfallstor für Schadsoftware. Werden Installationsdateien außerhalb offizieller Anwendungsportale über zugesandte Weblinks bezogen, können Angreifer Schutzmechanismen des Betriebssystems umgehen.
Die installierten Anwendungen fordern häufig weitreichende Zugriffsrechte an, darunter das Auslesen von Bildschirminhalten, Tastatureingaben oder das Abfangen von Einmalpasswörtern zur Zwei-Faktor-Authentifizierung im Online-Banking.

