Waschmaschine, Monatliche

Waschmaschine: Monatliche 60-Grad-Reinigung stoppt GerĂĽche

30.05.2026 - 07:18:43 | boerse-global.de

Experten erklären, wie regelmäßige Reinigung und richtige Nutzung die Lebensdauer von Waschmaschinen verlängern und Hygiene sichern.

Waschmaschine: Monatliche 60-Grad-Reinigung stoppt GerĂĽche - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Waschmaschine: Monatliche 60-Grad-Reinigung stoppt GerĂĽche - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Moderne Waschmaschinen brauchen mehr als nur Wasser und Seife – sonst drohen üble Gerüche und teure Reparaturen.

Viele Haushalte kämpfen mit muffiger Wäsche, obwohl sie regelmäßig waschen. Die Ursache liegt oft nicht im Waschgang selbst, sondern in Bakterien und Waschmittelrückständen, die sich in der Maschine festsetzen. Aktuelle Expertenhinweise zeigen, wie sich das vermeiden lässt.

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Der Monats-Check fĂĽr die Maschine

Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) empfiehlt eine grundlegende Reinigung einmal im Monat. Der Trick: Ein Programm bei mindestens 60 Grad mit einem bleichhaltigen Vollwaschmittel-Pulver laufen lassen. Öko-Programme sparen zwar Strom, erreichen aber oft nicht die nötigen Temperaturen, um Keime und Schimmel abzutöten.

Viele moderne Geräte von Herstellern wie LG, Samsung oder Ariston verstecken zudem spezielle Reinigungsprogramme. Diese sogenannten Trommelreinigungs-Modi lassen sich über bestimmte Tastenkombinationen aktivieren. Sie nutzen besonders viel Wasser und hohe Schleuderdrehzahlen, um Ablagerungen zu entfernen.

Die drei größten Fehlerquellen

Das Waschmittelfach gilt als Hauptverursacher von Gerüchen. Eine einfache Lösung: Das Fach herausnehmen und mehrere Stunden in eine Zitronensäure-Lösung legen. Das löst selbst hartnäckige Ablagerungen.

Der Flaumfilter sollte etwa alle zehn Waschgänge gereinigt werden. Viele Nutzer vergessen diese einfache Maßnahme – mit fatalen Folgen für die Hygiene.

Nach jedem Waschgang gilt: TĂĽr und Waschmittelfach offen lassen. Nur so kann Restfeuchtigkeit entweichen. Auch die Gummidichtung sollte trockengewischt werden. Sonst sammelt sich dort Wasser, das Pilzen und Bakterien ideale Bedingungen bietet.

Wäsche richtig waschen – Material macht den Unterschied

Bettwäsche sollte alle zwei bis drei Wochen gewechselt werden. Reichen 30 Grad im Normalbetrieb aus, sind bei Krankheit oder Hausstaubmilben-Allergie 60 Grad Pflicht.

Bei Handtüchern, Spüllappen und Waschlappen reicht meist ein 40-Grad-Programm mit bleichhaltigem Universalwaschmittel. Bei starker Verschmutzung besser 60 Grad wählen.

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Wichtig: Die Trommel nicht ĂĽberladen und auf den Vorwaschgang verzichten. Das schont sowohl die Umwelt als auch die Maschine.

Essigessenz gilt als nachhaltige Alternative zu Weichspülern. Allerdings warnen Experten: Die Säure kann auf Dauer die Gummidichtungen angreifen. Vorsicht ist also geboten.

Neue Produkte für saubere Wäsche

Die Industrie setzt zunehmend auf umweltfreundliche Lösungen. Werner & Mertz Professional hat mit „CALC off" einen biologisch abbaubaren Entkalker auf Methansulfonsäure-Basis vorgestellt. Er schützt Kupfer- und Edelstahlteile vor Korrosion.

Auch bei den Waschmitteln selbst tut sich etwas:

  • Waschmittel-Blätter des Herstellers Dongguan Ufine Daily Chemical sind phosphatfrei, vollständig biologisch abbaubar und lösen sich bereits in kaltem Wasser auf.
  • Die Marke OceanWash setzt auf ein blattbasiertes Waschmittel in recycelbarer Kartonverpackung. Pro verkaufter Packung soll ein Kilogramm PlastikmĂĽll aus den Ozeanen entfernt werden – in Partnerschaft mit rePurpose Global.
  • Magnetische Anti-Kalk-Bälle von Metaltex (ca. 4,49 Euro) versprechen eine chemiefreie Lösung gegen Kalkablagerungen. Sie sollen den Energieverbrauch senken, ohne zusätzliche Mittel.

Hausmittel wie Zitronensäure und Natron bleiben zwar beliebt. Doch bei komplexen Störungen – etwa wenn das Wasser vorzeitig abgepumpt wird – hilft nur der Profi. Besonders bei älteren Maschinen lohnt sich der Gang zum Kundendienst.

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