Waymo, Fahrerlose

Waymo: Fahrerlose Robotaxis starten heute in vier US-Städten

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 22:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Waymo expandiert nach Las Vegas, Denver, San Diego und Tampa. Die Flotte wächst auf bis zu 4.000 Fahrzeuge bei 500.000 Fahrten pro Woche.

Waymo startet Robotaxi-Dienst in vier weiteren US-Städten
Waymo - Ein Waymo-Auto mit leuchtenden Sensoren fährt in der Dämmerung durch eine belebte Stadtstraße. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab heute dürfen zunächst Mitarbeiter die autonom fahrenden Fahrzeuge nutzen, später im Jahr soll der Dienst für die breite Öffentlichkeit freigeschaltet werden. Damit ist Waymo in mehr als zehn US-Metropolen aktiv und bedient ein Gebiet von über 3.600 Quadratkilometern.

Flotte wächst auf bis zu 4.000 Fahrzeuge

Der Ausbau folgt dem öffentlichen Start in Nashville Ende Juni. Mit schätzungsweise 3.500 bis 4.000 Robotaxis absolviert Waymo derzeit rund 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Das Unternehmen peilt bis Jahresende eine Million wöchentliche Fahrten an – ein ehrgeiziges Ziel, das die Marktdominanz untermauern würde.

Unterschiedliche Fahrzeuge für verschiedene Städte

Waymo setzt je nach Markt auf spezifische Fahrzeugmodelle. In Denver und Las Vegas kommt der Ojai zum Einsatz, der auf einer Geely-Zeekr-Plattform basiert und mit Hardware der sechsten Generation ausgestattet ist. In Tampa und San Diego rollen dagegen Hyundai IONIQ 5 durch die Straßen. Während der Dienst in den neuen Städten komplett fahrerlos läuft, testet Waymo den IONIQ 5 parallel auch mit Sicherheitspersonal an Bord.

Die Einsatzgebiete sind unterschiedlich definiert: In Denver umfasst das Gebiet die Stadtteile RiNo, Baker und Cherry Creek, ein späterer Anschluss des Flughafens ist geplant. Tampa bedient eine Zone von Sweet Water Creek bis Palmetto Beach. In San Diego fahren die Roboter durch Pacific Beach, Point Loma und South Crest – trotz lokaler Bedenken hinsichtlich möglicher Arbeitsplatzverluste.

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Parallel zur Expansion führte Waymo ein Abonnement namens Waymo Premier ein. Für umgerechnet rund 28 Euro pro Monat richtet es sich an Vielnutzer in etablierten Märkten wie San Francisco, Los Angeles und Phoenix.

Sicherheitsbilanz: Deutlich weniger Unfälle

Das Unternehmen veröffentlichte kürzlich zwei Studien im Fachjournal Traffic Injury Prevention. Demnach hat der Waymo-Fahrer bis März 2026 über 220 Millionen autonome Kilometer zurückgelegt. Die interne Analyse zeigt eine 94-prozentige Reduktion schwerer Unfälle im Vergleich zu menschlichen Fahrern. In Tampa verursacht die Technologie sogar elfmal weniger Unfälle mit Verletzten und fünfmal seltener Airbag-Auslösungen.

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Waymo hat bislang 16 Milliarden Euro eingesammelt, die Bewertung liegt bei umgerechnet rund 117 Milliarden Euro. Die Expansion erfolgt während Konkurrenten wie Zoox und Tesla aufholen – Tesla betreibt eigenen Angaben zufolge rund 20 fahrerlose Fahrzeuge in Austin.

Doch auch Waymo bleibt nicht von Pannen verschont. Am 4. Juli entluden sich mehrere Fahrzeuge bei einem Stau, die Batterien waren leer. Bereits im Mai 2026 hatte das Unternehmen eine freiwillige Rückrufaktion gestartet, nachdem ein Fahrzeug auf überfluteten Straßen in Texas steckengeblieben war. Für die Zukunft plant Waymo den internationalen Markteintritt: In London laufen bereits Tests für einen Start noch in diesem Jahr.

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