Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Robotaxi mit 42% weniger Sensoren, 70.000 Euro günstiger

30.05.2026 - 00:42:16 | boerse-global.de

Alphabet-Tochter Waymo bringt die sechste Robotaxi-Generation auf die Straße. Der Ojai von Zeekr ist deutlich günstiger und leistungsfähiger als sein Vorgänger.

Waymo Ojai: Robotaxi mit 42% weniger Sensoren, 70.000 Euro günstiger - Foto: über boerse-global.de
Waymo Ojai: Robotaxi mit 42% weniger Sensoren, 70.000 Euro günstiger - Foto: über boerse-global.de

Waymo startet den öffentlichen Betrieb seiner neuen „Ojai"-Robotaxis – und setzt auf Kosten senkung statt Luxus.

Am 28. Mai 2026 begann der Alphabet-Konzern mit der Auslieferung der sechsten Generation seiner selbstfahrenden Technologie. Zunächst kommen die Fahrzeuge in San Francisco, Phoenix und Los Angeles zum Einsatz. Die ersten Fahrten sind kostenlos – ein kluger Schachzug, um Daten zu sammeln und die Akzeptanz zu steigern.

Deutlich günstiger als der Vorgänger

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Der neue Ojai ist ein vollelektrischer Minivan des chinesischen Herstellers Zeekr (zur Geely-Gruppe gehörend). Das auffälligste Merkmal: die reduzierte Sensorik. Statt der bisher üblichen Bestückung kommen nur noch 13 Kameras, sechs Radareinheiten und vier Lidar-Sensoren zum Einsatz. Das entspricht einer Reduktion um rund 42 Prozent.

Die Kosteneinsparung ist enorm. Analysten von Morgan Stanley schätzen die Produktionskosten pro Einheit auf umgerechnet rund 115.000 Euro – etwa 70.000 Euro weniger als das bisherige Modell auf Jaguar-I-Pace-Basis. Der Innenraum erinnert an ein Wohnzimmer auf Rädern: herausnehmbares Lenkrad, flexible Sitzkonfigurationen, viel Platz.

Trotz der schlankeren Hardware verspricht Waymo bessere Leistung bei Nacht und schlechtem Wetter – selbst Schnee soll kein Problem mehr sein.

Vom Pilotprojekt zum Massengeschäft

Waymo befindet sich auf dem Sprung von der Technikdemonstration zum kommerziellen Großbetrieb. Aktuell absolviert das Unternehmen über 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Mit der neuen Flotte soll diese Zahl bis Ende 2026 auf eine Million steigen.

Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 32 Millionen autonom gefahrene Kilometer in mindestens elf Städten. Nach dem Start in Kalifornien und Arizona stehen Denver, Las Vegas und San Diego als nächste Ziele auf der Liste.

Produktion in Arizona hochgefahren

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Die Basis-Fahrzeuge kommen zwar aus China, die Integration der autonomen Technologie erfolgt aber im eigenen Werk in Mesa, Arizona. Dort will Waymo die Kapazität auf zehntausende Einheiten pro Jahr hochfahren – eine klare Ansage an die Konkurrenz.

Die sechste Generation adressiert auch frühere Schwachstellen. Ältere Versionen haderten mit Baustellen und überfluteten Straßen. Die neue Sensorik und verbesserte Software sollen diese Probleme in den Griff bekommen.

Für die breite Öffentlichkeit wird der Ojai in den kommenden Wochen in den Kernstädten verfügbar sein. Wer zuerst mitfahren will, sollte sich beeilen – die Gratis-Fahrten sind limitiert.

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