Waymo-Robotaxis, Flotte

Waymo-Robotaxis: Flotte soll bis Ende 2027 auf 20.000 Fahrzeuge wachsen

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Medienberichten zufolge will Waymo seine Robotaxi-Flotte bis Ende 2026 auf 8.000 Fahrzeuge ausbauen; Sicherheits- und Regulierungsfragen bleiben Thema.
Eine weitläufige, moderne Autobahnkreuzung in einer US-Großstadt während des Sonnenuntergangs. Illustration mit AI erstellt.

Die Alphabet-Tochter Waymo plant Insiderberichten zufolge eine deutliche Beschleunigung ihres Flottenausbaus. Wie das US-Portal Semafor unter Berufung auf informierte Personen berichtete, beabsichtigt der US-Konzern, seinen Bestand von derzeit rund 4.000 autonomen Fahrzeugen bis Ende 2026 auf 8.000 Einheiten zu verdoppeln. Bis Ende 2027 soll die Flotte demnach auf 20.000 Robotaxis anwachsen. Waymo selbst äußerte sich offiziell nicht zu diesen Zahlen.

Milliardenfinanzierung für internationale Expansion

Zur Finanzierung der Wachstumspläne sicherte sich Waymo am 8. Oktober 2026 erstmals Fremdkapital: Einen Kredit über 5 Milliarden US-Dollar von den Investmentgesellschaften PIMCO, Blackstone und Sixth Street. Zuvor schloss das Unternehmen im Jahr 2026 eine Eigenkapitalrunde in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar ab, die den autonomen Fahrdienst mit 126 Milliarden US-Dollar bewertete.

Waymo betreibt seinen kommerziellen Dienst mit Stand September 2026 in 15 US-Städten über acht Bundesstaaten hinweg und verzeichnete dabei mehr als 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Neben bestehenden Testbetrieben in London und Tokio bereitet der Fahrdienst zudem die Expansion nach Kanada, Singapur und Spanien vor.

Neue Fahrzeugmodelle stoßen auf Bedenken in Washington

Die Vergrößerung der Fahrzeugflotte, die bislang überwiegend aus dem Jaguar I-Pace besteht, stützt sich maßgeblich auf neue Partnerschaften. Zum Einsatz kommen Ioniq 5 Robotaxis aus US-Produktion von Hyundai sowie Vans vom Typ Ojai, die von der zu Geely gehörenden Marke Zeekr stammen und in Mesa im US-Bundesstaat Arizona für den autonomen Betrieb umgerüstet werden.

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Laut einem Medienbericht plant Waymo den Import von rund 5.100 dieser Ojai-Fahrzeuge bis Ende 2026. Als Einsatzgebiete sind Los Angeles, San Francisco und Phoenix vorgesehen, während im Herbst 2026 Starts in Denver, Las Vegas und San Diego folgen sollen.

Die Einfuhr tausender in China gefertigter Elektrofahrzeuge ruft jedoch Widerstand hervor. Mehrere Abgeordnete im US-Kongress äußerten Sicherheits- und Wettbewerbsbedenken hinsichtlich der Kooperation mit dem chinesischen Hersteller.

Sicherheitsdaten und lokale Regulierungsdebatten

Waymo untermauert seine Expansion mit umfangreichen Betriebsdaten. Mit Stand Juni 2026 registrierte das Unternehmen über 271,3 Millionen vollautonom gefahrene Meilen. Dabei traten laut Unternehmensangaben 95 Prozent weniger Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge auf als beim menschlichen Durchschnittswert, was einer Rate von 0,01 gegenüber 0,21 Vorfällen pro Million Meilen entspricht.

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Zudem zählte der Anbieter 87 Fußgänger-Unfälle (93 Prozent), 56 Radfahrer-Unfälle (86 Prozent) und 36 Motorradfahrer-Unfälle (82 Prozent) weniger. Eine Studie des US-Verkehrssicherheitsinstituts IIHS, basierend auf Daten von 2021 bis 2024 und rund 50 Millionen fahrerlosen Meilen, kam zu dem Ergebnis, dass 68 Prozent weniger polizeilich meldbare Unfälle und 81 Prozent weniger Verletzungsunfälle anfielen.

Trotz der Sicherheitsbilanz formiert sich in US-Kommunen regulatorischer Widerstand. In Washington D.C. sieht ein vorliegender Gesetzentwurf Begrenzungen auf maximal 200 Fahrzeuge pro Betreiber und eine Meilenabgabe vor, während die designierte Bürgermeisterin Janeese Lewis George eine Verschiebung der Vorlage wegen drohender Jobverluste fordert.

In New Orleans schlug der Stadtrat städtische Gebühren und Sanktionen vor, was laut Waymo-Sprecher Ethan Teicher einen Start verzögern könne. Demgegenüber erteilte die Nevada Transportation Authority für Clark County bereits Genehmigungen für bis zu 8.000 fahrerlose Taxis über die nächsten zwölf Monate.

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