Waymo, Robotaxis

Waymo: Robotaxis kehren nach zweimonatiger Pause auf Phoenix-Freeways zurück

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Waymo nimmt Robotaxi-Betrieb auf Autobahnen in Phoenix wieder auf. Ein Software-Update soll Baustellen-Probleme beheben, die zuvor zu einer zweimonatigen Pause führten.

Waymo Robotaxis: Rückkehr auf Phoenix Highways nach Update
Ein Waymo-Robotaxi fährt bei hellem Tageslicht auf einer Autobahn in Phoenix. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Phoenix – Waymo, die autonome Fahrsparte von Google-Mutter Alphabet, hat am Dienstag seinen Robotaxi-Service auf den Freeways von Phoenix wieder aufgenommen. Die Rückkehr auf die Schnellstraße beendet eine zweimonatige Pause.

Das Unternehmen hatte den Hochgeschwindigkeitsbetrieb im Mai gestoppt, nachdem es bei 13 Vorfällen zu Problemen in Baustellen gekommen war. Ein freiwilliger Rückruf von rund 4.000 Fahrzeugen im Juni war die Folge. Verletzte gab es bei den Zwischenfällen nicht, doch Waymo zog die Notbremse – und arbeitete an der Technik.

Software-Update soll Baustellen-Probleme lösen

Das aktuelle Update konzentriert sich auf die Szenenerkennung und Routenplanung. Die verbesserte Software soll temporäre Straßensperrungen und komplexe Baustellenlayouts besser identifizieren und umfahren können. Es ist bereits der sechste Rückruf in der Geschichte von Waymo. Frühere Anpassungen betrafen unter anderem das Verhalten in der Nähe von Schulbussen oder bei überfluteten Straßen.

Die Frage, die sich viele stellen: Reicht das diesmal? Waymo setzt auf einen kontrollierten Neustart – mit überwachten Tests und schrittweiser Expansion.

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Ausbau in Los Angeles und San Francisco steht bevor

In den kommenden Tagen sollen die Autobahn-Routen auch in Los Angeles und der San Francisco Bay Area freigeschaltet werden. Miami ist ebenfalls für die Zukunft vorgesehen. Waymo hat in seiner App eine Interessensliste integriert, mit der Nutzer signalisieren können, ob sie Freeway-Routen wünschen.

Doch Vorsicht: Die Routen-Algorithmen können bestimmte Bereiche weiterhin meiden – etwa bei starkem Verkehr oder aktiven Baustellen. Sicherheit geht vor.

Marktwachstum und politische Diskussion

Waymo liefert derzeit mehr als 150.000 bezahlte Fahrten pro Woche aus. Zum Vergleich: Das ist etwa das Zehnfache dessen, was deutsche Carsharing-Dienste wie Share Now in einer ganzen Woche in Berlin abwickeln. Die Branche wächst rasant – aber auch die Skepsis.

Der demokratische Abgeordnete Kevin Mullin hat kürzlich einen Gesetzesentwurf eingebracht, der bundesweite Sicherheitsstandards für autonome Fahrsysteme etablieren soll. Bislang gilt in den USA ein Flickenteppich aus staatlichen Regelungen und freiwilligen Rückrufen. Ein nationaler Rahmen könnte das ändern – und Waymo wie seinen Konkurrenten klare Spielregeln vorgeben.

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Die Konkurrenz schläft nicht: Anbieter wie Cruise oder Zoox haben ebenfalls mit Rückschlägen und regulatorischen Pausen zu kämpfen. Waymo setzt nun auf einen überwachten, schrittweisen Neustart – und hofft, dass die Software diesmal hält, was sie verspricht.

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