Waymo-Rückruf: 3.800 Roboterwagen wegen Fluterkennung-Fehler
05.07.2026 - 22:21:30 | boerse-global.de
Ein unbemanntes Waymo-Fahrzeug ist am Samstag in San Francisco ausgebrannt, nachdem es über einen Feuerwerkskörper gefahren war. Verletzt wurde niemand.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des 1200er-Blocks der Connecticut Street. Die Feuerwehr von San Francisco rückte an und sicherte die Einsatzstelle gemeinsam mit Waymo-Technikern. Das beschädigte Fahrzeug wurde anschließend geborgen.
Weitere Pannen am Unabhängigkeitstag
Videomaterial zeigt zudem ein zweites Waymo-Fahrzeug, das durch explodierende Feuerwerkskörper fuhr – dieses Mal mit Passagieren an Bord. Obwohl Feuerwerk in San Francisco verboten ist, gestaltet sich die Durchsetzung während der Feiertage schwierig. Die Polizei zählte im gesamten Großraum nur eine geringe Zahl von Verwarngeldern.
Nur einen Tag zuvor war es in Los Angeles zu einer weiteren Panne gekommen: Ein Waymo-Fahrzeug blieb auf Bahngleisen an der Kreuzung von Halldale Avenue und Exposition Boulevard stecken. Die Polizei konnte den Wagen ohne Verletzte oder weitere Zwischenfälle von den Gleisen entfernen.
Uber beendet Phoenix-Partnerschaft
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Am selben Tag gab Uber das Ende seiner Zusammenarbeit mit Waymo in Phoenix, Arizona, bekannt. Die Partnerschaft, die 2023 gestartet war, erlaubte Nutzern, autonome Fahrten über die Uber-App zu buchen. Die Trennung folgt auf Waymos Entscheidung vom Mai 2026, den autonomen Autobahnbetrieb in der Region einzustellen.
In anderen Märkten wie Austin und Atlanta arbeiten die beiden Unternehmen weiter zusammen. Waymo gibt an, inzwischen mehr als 500.000 Fahrten pro Woche in verschiedenen US-Städten anzubieten.
Software-Rückruf und Herausforderungen im Straßenverkehr
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Die jüngsten Vorfälle überschatten einen größeren Rückruf: Am 13. Mai 2026 hatte Waymo rund 3.800 Roboterwagen der fünften und sechsten Generation zurückgerufen. Auslöser war ein Sicherheitsvorfall am 20. April, bei dem ein unbemanntes Fahrzeug in San Antonio, Texas, in eine überflutete Straße gefahren und in einen Bach gespült worden war. Der Dienst in der Stadt wurde vorübergehend ausgesetzt, während ein Software-Update für die Fluterkennung entwickelt wird.
Hinzu kommen Schwierigkeiten mit komplexen Verkehrssituationen. Laut Berichten der National Transportation Safety Board (NTSB) haben Waymo-Fahrzeuge in Austin wiederholt Probleme, die Stopp-Signale von Schulbussen zu erkennen. Selbst nach gezielten Software-Updates blieben die Fahrzeuge gelegentlich stehen – ein Problem, das zeigt, wie schwierig es bleibt, künstliche Intelligenz für jede Verkehrsregel zu trainieren.
