Waymo-Rückruf: Softwarefehler ließ Robotaxis in überflutete Straßen fahren
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 07:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Erkennung von Umweltbedingungen und unerwarteten Hindernissen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben für autonome Fahrsysteme. Ein behördlich erfasster Rückruf beim Technologieunternehmen Waymo verdeutlicht die technischen Hürden, die selbst fortschrittliche Systeme bewältigen müssen: Ein Softwareproblem führte dazu, dass automatisierte Fahrzeuge überflutete Straßenabschnitte nicht ordnungsgemäß mieden.
Der Vorfall in San Antonio und die technischen Hintergründe
Gegenstand der behördlichen Untersuchung und des anschließenden Rückrufs sind Fahrzeuge, die mit dem Autonomiesystem der fünften sowie der sechsten Generation des Unternehmens ausgestattet sind. Bei diesen Systemen konnte ein spezifischer Softwarefehler auftreten, der dazu führte, dass die fahrerlosen Autos potenziell in überflutete Straßenbereiche steuerten.
Auslöser für die genauere Prüfung der Steuerungssoftware war ein konkreter Vorfall in der texanischen Stadt San Antonio. Dort war ein fahrerloses Waymo-Robotaxi unterwegs, in dem sich zum Zeitpunkt des Geschehens keine Passagiere befanden.
Das Fahrzeug fuhr trotz einer offensichtlichen Überflutung der Fahrbahn mit geringer Geschwindigkeit in das stehende Wasser hinein. Das Ereignis zeigte auf, dass die Sensoren und Algorithmen die Wassertiefe oder das damit verbundene Sicherheitsrisiko nicht wie vorgesehen als unpassierbares Hindernis einstuften.
Behördliche Dokumentation und die Suche nach Abhilfe
Der Rückruf der betroffenen Einheiten ist in offiziellen Dokumenten der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA festgehalten. In den entsprechenden Unterlagen wird das Fehlverhalten der Software detailliert aufgeführt, das im Straßenverkehr zu potenziell gefährlichen Situationen für die Fahrzeuge und das Umfeld führen kann.
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Überflutete Fahrbahnen stellen für sensorbasierte Fahrsysteme eine erhebliche Herausforderung dar. Kameras, Radar und Laserscanner müssen reflektierende Wasseroberflächen von regulärem Asphalt unterscheiden und abschätzen, ob eine Durchfahrt gefahrlos möglich ist.
Nach dem Vorfall in San Antonio hat Waymo Maßnahmen eingeleitet, um die Erkennungsmechanismen zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet den Behördenunterlagen zufolge an einer endgültigen Abhilfelösung, um das Fahrverhalten bei Wasseransammlungen softwareseitig dauerhaft zu korrigieren.
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Die Dokumentation des Vorfalls bei der NHTSA unterstreicht die regulatorische Aufsicht, der autonome Flottenbetreiber bei Zwischenfällen im Straßenverkehr unterliegen. Während fahrerlose Fahrdienste in ausgewählten Regionen weiter betrieben und erprobt werden, bleibt die softwareseitige Beherrschung seltener und extremer Wetterszenarien ein zentraler Prüfpunkt für die Weiterentwicklung der Systeme.
