WeChat, Fußspuren-Funktion

WeChat testet Fußspuren-Funktion: Tencent verunsichert iOS-Nutzer

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 12:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tencent erprobt die neue WeChat-Funktion „Fußspuren“ im iOS-Test. Das Unternehmen betont, dass keine Besucherprotokolle erstellt werden und der Datenschutz gewahrt bleibt.

Tencent testet „Fußspuren“-Funktion in WeChat: Datenschutzbedenken bei iOS-Nutzern
Nahaufnahme einer Person, die ein Smartphone in einer modernen städtischen Umgebung hält, wobei der Bildschirm verschwommen ist. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der chinesische Technologiekonzern Tencent hat eine Testphase für eine neue Funktion namens „Fußspuren“ in seinem Messaging-Dienst WeChat bestätigt. Wie der Kundensupport des Unternehmens mitteilte, wird die Erweiterung derzeit innerhalb der iOS-Version der App erprobt. Die Ankündigung der Funktion, die im Original als „Anzeige von Fußspuren“ bezeichnet wird, führte unter den Anwendern umgehend zu Diskussionen und Verunsicherungen hinsichtlich des Datenschutzes.

Eingrenzung des Testlaufs auf iOS-Nutzer

Nach Angaben des Tencent-Kundensupports befindet sich die Funktion in einem sogenannten Gray-Scale-Test im iOS-Client. Dieser Testlauf richtet sich vorrangig an aktive Nutzer, die eine aktuelle Version der Anwendung verwenden, wobei konkret die Version iOS 8.0.73 genannt wurde. Das primäre Ziel der neuen Funktion sei es, die soziale Interaktion innerhalb der Plattform zu verstärken.

Trotz der Einführung dieses Features betonte der Support, dass WeChat zum gegenwärtigen Zeitpunkt über keine Funktion verfüge, die eine klassische Abfrage von Besuchern ermögliche. Das Unternehmen unterstrich, dass sämtliche Neuentwicklungen unter dem strengen Vorbehalt stünden, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die Funktion befinde sich noch in der Erprobungsphase, weshalb Anpassungen jederzeit möglich seien.

Abgrenzung zur Status-Funktion und frühere Experimente

Um die Spekulationen über eine umfassende Überwachung von Profilbesuchen einzudämmen, äußerten sich auch Vertreter des Managements zu der Themaik. Zhang Jun, PR-Direktor bei Tencent, erklärte in einem öffentlichen Beitrag, dass die Status-Funktion von WeChat grundsätzlich keine Protokolle über Besucher bereitstelle. Er stellte klar, dass Tests zur Anzeige der Anzahl von Statusaufrufen sowie interaktive Versuche mit Avatar-Blasen bei Freundesstatus bereits eingestellt worden seien.

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Diese Darstellung wurde durch weitere Mitarbeiter des Konzerns gestützt. Auf direkte Anfragen hieß es vonseiten des Unternehmens, dass der WeChat-Status keine Funktionen zur Einsicht von Besucherprotokollen biete. Damit differenziert das Unternehmen deutlich zwischen der neuen „Fußspuren“-Funktion und den bestehenden Status-Updates.

Fokus auf soziale Interaktion und Privatsphäre

Die Verunsicherung der Nutzer rührt vor allem daher, dass soziale Netzwerke in der Vergangenheit oft kontrovers über die Sichtbarkeit von Profilbesuchen diskutiert haben. Tencent versucht hierbei, eine Balance zwischen der gewünschten Steigerung der Interaktionsraten und den hohen Anforderungen an den Datenschutz zu finden. Da sich die „Fußspuren“ noch in einem begrenzten Teststadium befinden, bleibt abzuwarten, in welcher Form und mit welchem Umfang an Sichtbarkeit die Funktion letztlich für die gesamte Nutzerbasis von WeChat ausgerollt wird.

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Der Konzern bekräftigte abschließend, dass das Vertrauen der Nutzer in die Privatsphäre ein zentraler Bestandteil der Produktentwicklung bleibe, auch wenn neue Wege zur Förderung des sozialen Austauschs beschritten würden.

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