Wechseljahre: 250â500 mg Omega-3 tĂ€glich gegen MigrĂ€ne und Depressionen
28.06.2026 - 09:14:04 | boerse-global.de
2025 erreichte das Marktvolumen rund 4,3 Milliarden Euro â ein sattes Plus. 415 Millionen Packungen wurden abgesetzt, fast doppelt so viele wie 2022 (241 Millionen).
Vitamine und Mineralstoffe dominieren
Das RĂŒckgrat der Branche: Vitamine und Mineralstoffe. Sie machen 48 Prozent des Umsatzes und 63 Prozent der verkauften Packungen aus. Der Spitzenreiter unter den Mineralstoffen ist Magnesium â 75,3 Millionen Packungen gingen 2025 ĂŒber die Ladentheke.
DrogeriemÀrkte sind die wichtigsten Vertriebswege. Sie kommen auf 45 Prozent Marktanteil. Der Online-Handel folgt mit 22,5 Prozent.
Kollagen-Boom: Glow25 steigert Umsatz rasant
Ein Paradebeispiel fĂŒr die Dynamik im Markt: Kollagen-PrĂ€parate. Der Anbieter Glow25 steigerte seinen Umsatz von 35 Millionen Euro (2022) auf 130 Millionen Euro (2023). Der Vertrieb lĂ€uft ĂŒber Galeria, Kaufland und DM.
Doch die versprochenen Effekte sind umstritten. OrthopĂ€den und VerbraucherschĂŒtzer bemĂ€ngeln: FĂŒr eine Arthrose-PrĂ€vention oder Hautverbesserung fehlen oft wissenschaftliche Belege.
Regionale Start-ups setzen auf Nischen
Neben den groĂen Playern drĂ€ngen spezialisierte Anbieter auf den Markt. Das Start-up Fevana aus Windach etwa entwickelt MikronĂ€hrstoff-Kombinationen fĂŒr Frauen mit Zyklusbeschwerden oder in den Wechseljahren. GrĂŒnderinnen Charlotte Skudlik und Anton Irlen lassen die Produkte direkt in der Region Landsberg verpacken.
Der Fokus auf Frauengesundheit ist kein Zufall. In Deutschland sind rund neun Millionen Frauen zwischen 45 und 64 Jahren erwerbstĂ€tig. 35 Prozent von ihnen fĂŒhlen sich am Arbeitsplatz mit Wechseljahres-Beschwerden nicht ausreichend unterstĂŒtzt. Die Bewegung âWir sind neun Millionenâ fordert mehr politische Aufmerksamkeit fĂŒr das Thema.
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Was Expertinnen fĂŒr die Wechseljahre empfehlen
FĂŒr die Phase der Wechseljahre nennen Fachleute konkrete Dosierungen: 250 bis 500 Milligramm Omega-3 pro Tag, 300 bis 400 Milligramm Magnesium und 800 bis 2000 IE Vitamin D3 in Kombination mit K2.
Auch medikamentöse AnsĂ€tze rĂŒcken in den Fokus. Studien zu Wirkstoffen wie Semaglutid zeigen: Neben der Gewichtsabnahme könnten auch Risiken fĂŒr MigrĂ€ne, Depressionen und Herz-Kreislauf-Ereignisse sinken.
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Kritik: Kommerzialisierung der Frauengesundheit
Wissenschaftler und Aktivisten wie Silke Burmester warnen vor einer zunehmenden Vermarktung der Frauengesundheit. Besonders die Hormonersatztherapie (HRT) wird kontrovers diskutiert â sie werde zunehmend als Lifestyle-Produkt beworben.
BĂŒcher wie Sheila de Lizâ âWoman on Fireâ (2020) oder Miriam Steins âDie gereizte Frauâ (2022) haben zwar zur Enttabuisierung beigetragen. Doch die Grenze zwischen medizinischer Notwendigkeit und Marketing bleibt fĂŒr Verbraucher und Behörden eine zentrale Herausforderung.
