Wechseljahre, Ernährungsmodelle

Wechseljahre: Fünf Ernährungsmodelle bremsen viszerales Fett

30.06.2026 - 18:56:25 | boerse-global.de

Studien belegen: Mediterrane Kost und proteinreiche Ernährung reduzieren viszerales Fett in den Wechseljahren.

Wechseljahre: Fünf Diät-Modelle gegen Bauchfett
Wechseljahre - Eine Gruppe lachender Frauen mittleren Alters isst gemeinsam eine gesunde Mahlzeit, die frisches Gemüse und Fisch enthält. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders das viszerale Fettgewebe nimmt zu, die Insulinresistenz steigt. Experten haben jetzt fünf Ernährungsmodelle identifiziert, die gezielt gegensteuern.

Mittelmeer-Diät als Goldstandard

Die Mittelmeerdiät steht ganz oben auf der Liste. Laut Dr. Walter Willett von der Harvard University und Dr. Lisa Young von der NYU senkt sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Gleichzeitig reduziert sie Entzündungsprozesse im Körper.

Ergänzend empfehlen Forscher die DASH-Diät zur Blutdruckkontrolle. Die MIND-Diät – eine Kombination aus mediterraner Ernährung und DASH – schützt speziell die kognitiven Funktionen.

Flexitarisch und proteinreich essen

Die flexitarische Ernährung und eine gezielt proteinreiche Kost runden die Liste ab. Dr. Stuart Phillips von der McMaster University betont: Ausreichend Protein bremst den altersbedingten Muskelabbau und hält die Stoffwechselrate oben.

Das ist kein nebensächlicher Punkt. Eine Studie der Women's Health Initiative mit über 5.000 Teilnehmerinnen zeigte: Höhere Muskelkraft ist mit einer bis zu 12 Prozent niedrigeren Sterblichkeit verbunden – unabhängig von der allgemeinen Aktivität.

Der FrĂĽhstĂĽcksfehler, den viele Frauen machen

Ernährungsberaterin Josie Porter empfiehlt Mahlzeiten mit mindestens 20 Gramm Protein und 6 Gramm Ballaststoffen. Das kurbelt die Muskelsynthese an und steuert das Sättigungsgefühl.

Der häufigste Fehler ab 40: zu wenig Protein am Morgen, zu viele Kalorien am Abend. Das begünstigt die Fettspeicherung.

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Technologie hilft beim Durchhalten

Kommerzielle Anbieter reagieren auf die Forschung. Weight Watchers nutzt ein Punktesystem, das KI-gestützte Body-Scanner und spezielle Menopause-Programme integriert. Proteinreiche Lebensmittel laufen dort als „ZeroPoint Foods“.

Für schwerwiegende Fälle von Adipositas gibt es operative Optionen. Die RoMed Klinik Bad Aibling veranstaltet Mitte Juli 2026 einen Informationsabend dazu.

Jo-Jo-Effekt: Nicht so schlimm wie gedacht

Eine aktuelle Studie dänischer Forscher der Universität Kopenhagen liefert überraschende Erkenntnisse. Die Wissenschaftler Faidon Magdos und Norbert Stefan kommen zu dem Schluss: Gewichtsschwankungen sind nicht zwangsläufig schädlich.

Die Vorteile einer wiederkehrenden Gewichtsreduktion – verbesserte Stoffwechselwerte und gesteigerte Lebensqualität – überwiegen die Risiken. Angesichts von weltweit 2,5 Milliarden übergewichtigen Menschen ist das eine wichtige Botschaft.

Mikronährstoffe nicht vergessen

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Neben der Makronährstoffverteilung rücken Magnesium, Zink und Eisen in den Fokus. Magnesium verbessert die Insulinsensitivität, Zink ist für die Proteinsynthese unerlässlich.

Ein Warnhinweis der Fachleute: Extreme Kalorienrestriktion unter 800 kcal stört die Hormonproduktion und senkt die Stoffwechselrate nachhaltig. Besser ist eine moderate Reduktion in Kombination mit Krafttraining und ausreichend Schlaf.

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