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Wegovy-Pille: Novo Nordisk startet Adipositas-Mittel im September

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novo Nordisk bringt die Wegovy-Pille im September 2026 als erstes EU-Land nach Deutschland. Die Tabletten kosten bis zu 275 Euro monatlich, die Krankenkassen zahlen vorerst nicht.

Novo Nordisk: Wegovy-Pille startet im September in Deutschland
Nahaufnahme einer Medikamentenpackung auf einem sterilen Labortisch im Kontext der Markteinführung von Wegovy. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk führt die Wegovy-Pille im September 2026 in Deutschland ein. Damit ist die Bundesrepublik das erste EU-Land mit dem Adipositas-Medikament in Tablettenform.

Der Milliardendeal mit der Pille

Bisher kannten Patienten den Wirkstoff Semaglutid nur als Spritze. Die tägliche Tablette soll die Hürden für die Anwendung senken und eine breitere Patientenbasis ansprechen. Hergestellt wird das Präparat in Dänemark.

In den USA läuft das Geschäft bereits rund: Über fünf Millionen Verschreibungen wurden dort für die Pille registriert. Auch in Großbritannien nutzen rund 300.000 Patienten das Medikament. Weltweit dominiert Novo Nordisk den Markt für orale Adipositas-Präparate mit einem Anteil von etwa 90 Prozent.

Preis: Zwischen 173 und 275 Euro im Monat

Die Kosten variieren je nach Dosierung und Packungsgröße. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung vorerst nicht – Patienten müssen selbst zahlen, sofern keine individuellen Ausnahmeregelungen greifen.

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Damit folgt der Hersteller dem Modell der injizierbaren Wegovy-Variante. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten in Europa aus, um die erwartete Nachfrage zu bedienen.

Quartalszahlen: Wachstum mit Dämpfer

Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal 2026 um 6 Prozent auf 78,5 Milliarden Dänische Kronen (rund 10,5 Milliarden Euro). Der operative Gewinn legte um 8 Prozent auf 33,4 Milliarden DKK zu.

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Doch die Wegovy-Pille blieb mit 3,2 Milliarden DKK Quartalsumsatz hinter den Erwartungen zurück. Enttäuschende Studiendaten zum Kombinationspräparat CagriSema taten ihr Übriges: Die Aktie verlor im August zeitweise zwischen 3,7 und 7 Prozent, während Konkurrent Eli Lilly deutliche Kursgewinne verbuchte.

Novo Nordisk reagierte und hob die Jahresprognose an: Statt eines Rückgangs von bis zu 12 Prozent erwartet der Konzern nun eine stabile Entwicklung bis maximal 6 Prozent Minus. Manager Mike Doustdar betonte die Bedeutung des Deutschland-Starts für die europäische Gesamtstrategie. Ob die Pille die Erwartungen erfüllen kann, wird sich ab September zeigen.

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