Wellness, Sinnquelle

Wellness als Sinnquelle: Tatjana Schnell zählt 26 Wege zum Wohlbefinden

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Übergangsrituale, ein beruhigendes Bad und angepasste Schlafbedingungen schaffen im Alltag Raum für Regeneration.
Ein minimalistisches, ruhiges Badezimmer mit gestapelten Handtüchern und einer brennenden Kerze auf einer Holzablage. Illustration mit AI erstellt.

Ein zunehmend verdichteter Alltag lässt bei vielen Menschen das Bedürfnis nach verlässlichen Ruhepunkten wachsen. Aktuelle Veröffentlichungen und Beiträge thematisieren verstärkt, wie sich das mentale Wohlbefinden durch einfache häusliche Routinen spürbar verbessern lässt.

Statt aufwendiger Maßnahmen genügen oft bereits kleine Veränderungen im Tagesablauf, wie die Gestaltung eines häuslichen Pflegebereichs oder feste Übergangsrituale nach Dienstschluss, um dem Nervensystem Raum zur Erholung zu verschaffen.

Feste Übergänge nach dem Feierabend

Um Distanz zu den beruflichen Anforderungen aufzubauen, empfehlen Fachbeiträge gezielte Zäsuren. Bereits kurze Handlungen nach Feierabend – etwa das Wechseln der Kleidung, eine Dusche und fünf Minuten stilles Sitzen – markieren den Beginn der privaten Zeit. Auch ruhige Minuten am Küchentisch, kurze Spaziergänge oder eine bildschirmfreie Pause können helfen, den Kopf zu entlasten und kognitive Energie zu sparen.

Für das Wochenende rücken strukturierte Auszeiten wie ein sogenannter Selbstfürsorge-Sonntag in den Fokus. Die Planung sieht wenige feste Ankerpunkte wie ein spätes Frühstück, Bewegung an der frischen Luft und bewusste Ruhepausen vor.

Begleitend dazu wird ein zeitweises digitales Abschalten nahegelegt: Das Deaktivieren von Benachrichtigungen, das Weglegen des Mobiltelefons und festgelegte Pausen von sozialen Netzwerken mindern die Reizüberflutung.

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Das Badezimmer als privater Erholungsort

Ein eigenes Heimbad erfordert weder umfangreiche Sanierungen noch viel Platz. Schon gedimmtes Licht, ein gewärmtes Handtuch sowie ausgewählte Pflegeprodukte verwandeln den Raum in eine beruhigende Umgebung. Zur Ausstattung zählen Handtücher, Bademantel, Badematten, Lautsprecher für leise Klänge, Badesalz, Körperöl und Duftkerzen, wobei Duftmittel sparsam dosiert werden sollten und regelmäßiges Lüften empfohlen wird.

Typische Abläufe umfassen eine Gesichtsreinigung, das Einwirken einer Pflegemaske und das anschließende Auftragen einer Feuchtigkeitscreme. Auch Fußbäder von 15 bis 20 Minuten Dauer oder Bäder von 10 bis 20 Minuten tragen zur Entspannung bei. Ergänzend unterstützen gezielte Atemübungen, wie vier Sekunden langes Einatmen gefolgt von sechs Sekunden Ausatmen, das Herunterfahren des Organismus.

Wellness als wissenschaftlich erfasste Sinnquelle

Das Streben nach Regeneration ist nicht rein oberflächlich. Tatjana Schnell, Professorin für existenzielle Psychologie an der MF Specialized University in Oslo, stuft Wellness als eine von 26 empirisch identifizierten Sinnquellen ein, wie sie in einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung Mitte Oktober 2026 ausführte. Sie betont, dass Wellness das bewusste Erleben von Wohlbefinden und Genuss beschreibt.

Demnach wird Erholung dann zu einer Sinnquelle, wenn Personen sich selbst achtsam wahrnehmen und ihren Bedürfnissen Beachtung schenken. Wer sich auf das eigene Befinden konzentriert und bewusst für Gutes im Alltag sorgt, schafft nachhaltig Raum für Regeneration.

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Raumklima und Vorbereitung auf die Nachtruhe

Auch die Gestaltung der Wohnräume beeinflusst das seelische Gleichgewicht. Ein aufgeräumtes Umfeld schafft optische Ruhe, während warmes, indirektes Licht aus mehreren kleineren Lichtquellen am Abend beruhigend auf das Nervensystem wirkt. Beim Entzünden von Kerzen empfiehlt sich ein Sicherheitsabstand von mindestens 10 Zentimetern zwischen Teelichtern sowie die Nutzung feuerfester Halter.

Für einen tiefen Schlaf raten Schlafrituale dazu, das Licht etwa 30 bis 40 Minuten vor dem Zubettgehen zu dämpfen und Displays durch analoge Beschäftigungen zu ersetzen. Das Schlafzimmer sollte frei von Arbeitsmaterialien gehalten werden.

Orientiert an Hotelstandards wird zudem eine Raumtemperatur von nachts etwa 18 bis 19 Grad Celsius angeraten, da die kühle Umgebung dem Organismus signalisiert, die Körperkerntemperatur für die Ruhephase abzusenken. Verdunkelungsvorhänge unterstützen den Prozess, indem sie störende Lichtquellen abschirmen.

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