Weltrekord mit 106 Jahren: Sawang Janphram dominiert in Daegu
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Senioren in Daegu haben zum Ende des Augusts 2026 eine Reihe sportlicher Höchstleistungen hervorgebracht. Im Zentrum des Geschehens standen dabei sowohl herausragende Einzelleistungen erfahrener Athletinnen als auch internationale Rekorde über verschiedene Altersklassen hinweg.
Mit über 7.400 teilnehmenden Seniorensportlern aus 106 Nationen unterstrichen die Titelkämpfe die wachsende Bedeutung des professionell betriebenen Master-Sports.
Doppelerfolg für Tatjana Schilling im Hochsprung
Zu den prägenden Figuren der Wettbewerbe am 31. August 2026 gehörte Tatjana Schilling vom TSV Korbach. In der Altersklasse W55 sicherte sie sich die Goldmedaille im Hochsprung. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,44 m setzte sie sich gegen die internationale Konkurrenz durch, die bereits an Höhen von 1,40 m beziehungsweise 1,44 m scheiterte.
Für Schilling markierte dieser Sieg bereits den zweiten Weltmeistertitel im Rahmen der diesjährigen Titelkämpfe in Südkorea. Zuvor hatte die Athletin bereits Gold im Siebenkampf gewonnen. Ergänzt wurde ihre Medaillenbilanz durch eine Bronzemedaille, die sie gemeinsam mit der 4x100-Meter-Staffel in der Klasse W45 in einer Zeit von 51,83 Sekunden erzielte.
Internationale Dominanz und nationale Rekorde
Neben den Erfolgen einzelner Athleten zeigten sich insbesondere die Teams aus Kanada und Kenia in starker Verfassung. Die kanadische Delegation konnte bis zum 31. August 2026 insgesamt 49 Medaillen verbuchen, darunter 14-mal Gold, 16-mal Silber und 19-mal Bronze.
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Zu den herausragenden Leistungen zählte der Sieg von Johanna Flipsen in der Klasse W70 im 20-Kilometer-Gehen mit einer Zeit von 2:15:01 Stunden. Auch in den Sprints und technischen Disziplinen setzten kanadische Athleten wie Wendy Alexis (Silber, W70, 200 m) oder Jason McDonald (Bronze, M40, Kugelstoß mit 14,49 m) deutliche Akzente.
Kenia demonstrierte seine traditionelle Stärke in den Laufdisziplinen und sicherte sich 15 Medaillen, wovon elf in Gold glänzten. Besonders beim Halbmarathon am 30. August 2026 dominierten kenianische Läufer: Alice Chelangat siegte in der Klasse W45 in 1:23:57 Stunden, während Peter Kariuki Wanjiru bei den Männern (M40) die Distanz in 1:06:43 Stunden absolvierte.
Einen neuen amerikanischen Rekord stellte Joetta Clark Diggs auf. Die vierfache Olympiateilnehmerin lief am 30. August 2026 die 100 Meter in der Klasse W60-64 in 13,43 Sekunden und sicherte sich damit die Silbermedaille.
Außergewöhnliche Leistungen in hohen Altersklassen
Die Weltmeisterschaften in Daegu machten zudem durch sportliche Erfolge in den höchsten Altersklassen auf sich aufmerksam. Der 106-jährige Sawang Janphram aus Thailand, der als ältester Teilnehmer der Weltmeisterschaften antrat, sicherte sich Goldmedaillen im Speerwurf sowie im Diskuswurf. Mit einer Weite von 7,59 m im Diskuswurf stellte er Ende August einen neuen Weltrekord in der Klasse M105+ auf.
Im Kugelstoßen der Frauen sorgte ein Familienduo für Beachtung. Die 89-jährige Leonide Baum, die erst vor zwei Jahren mit dem Sport begann, gewann Bronze mit einer Weite von 5,95 m. Ihre Tochter, Jana Müller-Schmidt, holte in ihrer Klasse mit 12,80 m die Goldmedaille und damit ihren insgesamt 17. Weltmeistertitel.
Massenbeteiligung und statistische Einordnung
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Der Halbmarathon-Wettbewerb verzeichnete mit 1.537 Teilnehmern aus 55 Ländern eine hohe Resonanz. Während die Spitze durch internationale Profis geprägt war, zeigten auch regionale Starter beachtliche Leistungen.
So belegte der beste koreanische Läufer, Park Ji-woong, in der Klasse M35 den 19. Platz. Besondere Beständigkeit bewies der 71-jährige Shin Haeng-cheol, der im Halbmarathon sein viertes Gold nach Erfolgen über 10 km, 800 m und 5000 m feierte.
Aus deutscher Sicht erreichte Katrin Niggul vom SV Kirchheimbolanden in der Klasse W55 mehrere vordere Platzierungen. Sie beendete die Wettbewerbe im Gewichtwerfen (11,56 m), im Diskuswurf (27,57 m) sowie im Wurf-Fünfkampf jeweils auf dem vierten Rang. Im Hammerwurf erzielte sie mit 33,77 m den sechsten Platz.
Die nächsten World Masters Athletics Championships sind für das Jahr 2028 in Breda geplant.
