WhatsApp, Benutzernamen

WhatsApp ab 4. Juli: Benutzernamen schützen private Telefonnummern

Veröffentlicht: 05.07.2026 um 08:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Volkshochschulen weiten Beratungsangebote aus, während Norton 25,5 Mio. Betrugsversuche blockiert und WhatsApp neue Schutzfunktionen einführt.

VHS-Offensive: Digitale Hilfe gegen steigende Betrugszahlen
WhatsApp - Nahaufnahme eines Smartphones mit einer Sicherheitswarnung auf dem Bildschirm, gehalten in einer Hand, im Hintergrund unscharf ein Klassenzimmer. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Sicherheitslücken und neue Schutzfunktionen machen das Thema dringlicher denn je.

25,5 Millionen Betrugsversuche in vier Monaten

Die Zahlen sind alarmierend. Zwischen Januar und April 2026 blockierte das Sicherheitsunternehmen Norton in Deutschland mehr als 25,5 Millionen Betrugsversuche. Besonders krass: Über 78 Prozent aller mobilen Bedrohungen entfallen auf sogenannte Scams. Typisches Warnsignal? Künstlich erzeugter Handlungsdruck.

Doch nicht nur die Betrugsmethoden selbst sind das Problem. Forschende des CISPA Helmholtz-Zentrums entdeckten gleich sechs Schwachstellen in Apples AirDrop sowie in Quick Share von Samsung und Google. Apple schloss eine Lücke Ende Juni, Google bessert derzeit seine Windows-App nach. Experten raten: Sichtbarkeit dieser Dienste auf die eigenen Kontakte beschränken.

Die wirtschaftlichen Folgen bleiben immens. Laut Bitkom waren im vergangenen Jahr rund 87 Prozent der deutschen Unternehmen von Attacken betroffen. Der Gesamtschaden: über 289 Milliarden Euro.

WhatsApp und Apple ziehen nach

Die Anbieter reagieren. Seit dem 4. Juli können WhatsApp-Nutzer individuelle Benutzernamen reservieren. Die Funktion soll die private Telefonnummer schützen – und lässt sich mit bestehenden Profilen von Facebook oder Instagram verknüpfen. Vollständig freigeschaltet wird sie im Laufe des Jahres.

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Apple setzt mit iOS 27 auf ein neues Framework namens „Trust Insights“. Die Technologie erkennt Social-Engineering-Betrug in Echtzeit – etwa bei falschen Banking-Anrufen oder Support-Scams. Entscheidend: Die Analyse läuft lokal auf dem Gerät, nicht in der Cloud. Datenschutz first.

Von Haßfurt bis Dresden: Digitale Hilfe vor Ort

Die Volkshochschulen machen jetzt Tempo. Ihr Fokus: Senioren und weniger technikaffine Nutzer. In Haßfurt klärt ein Digital-Café Mitte Juli über sicheres Bezahlen im Urlaub auf. Azubis einer lokalen Sparkasse zeigen, was bei Kartenverlust oder Fremdwährungen zu tun ist.

Die vhs Würmtal setzt auf Online-Kurse. Themen: Tracking, Cookies und digitale Finanzen. Im bayerischen Arberland geht es um Informationskompetenz und die Grundlagen Künstlicher Intelligenz.

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Niederschwellige Angebote ergänzen das Programm. In Dresden veranstaltet ein sozialer Verein wöchentliche Digitalcafés im Kulturforum – ohne Vorkenntnisse, ohne Druck. In Frankfurt helfen ehrenamtliche Digitallotsen wie Nicole Brokamp bei konkreten Problemen mit Hardware oder E-Mails. Und die vhs Berlin-Steglitz-Zehlendorf bietet Einführungen in gängige Messenger an.

Der Trend ist klar: Wer im Digitaldschungel nicht untergehen will, bekommt jetzt Hilfe – direkt um die Ecke.

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