WhatsApp, Auto-Integration

WhatsApp: iPad funktioniert jetzt ohne iPhone-Verbindung

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 16:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp ermöglicht eigenständige iPad-Nutzung und erweitert die Auto-Integration. Neue Multimedia-Funktionen und ein Design-Redesign für die Mac-App runden das Update ab.

WhatsApp Update: iPad-Unabhängigkeit und neue CarPlay-Features
Modernes Auto-Armaturenbrett mit integrierter Messaging-App im Infotainmentsystem. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messaging-Dienst WhatsApp hat am heutigen Mittwoch eine Reihe grundlegender Funktionsupdates vorgestellt. Im Fokus stehen eine verbesserte Integration in Apple CarPlay und Android Auto sowie der lang erwartete eigenständige Zugriff für iPad-Nutzer.

Schluss mit dem Smartphone-Zwang: iPad wird unabhängig

Bislang war die Nutzung von WhatsApp auf dem iPad nur möglich, wenn das Gerät dauerhaft mit einem iPhone verbunden blieb. Das ändert sich jetzt grundlegend. Nutzer können sich künftig direkt auf dem Tablet anmelden – ohne Umweg über ein Smartphone. Zwar ist für die Registrierung weiterhin eine Telefonnummer nötig, um einen Einmal-Code per SMS zu empfangen. Danach agiert der Account jedoch völlig eigenständig.

Ein Gewinn vor allem für alle, die ihr iPad als primäres Arbeitsgerät nutzen. Die neue Freiheit dürfte besonders in Unternehmen und im Bildungsbereich auf Interesse stoßen.

Volle Kontrolle am Steuer: CarPlay und Android Auto neu aufgestellt

Die überarbeitete Anbindung an die beiden gängigsten Fahrzeug-Plattformen bringt deutlich mehr Komfort für Autofahrer. Künftig lassen sich Nachrichten nicht nur vorlesen und diktieren, sondern auch Anrufe starten und die gesamte Anrufhistorie einsehen – alles direkt über das Display im Armaturenbrett.

Erstmals sind zudem Kontakt-Favoriten in der Auto-Oberfläche verfügbar. Das erlaubt blitzschnelle Kommunikation ohne langes Suchen. Die Bedienung erfolgt per Sprachsteuerung oder vereinfachten Touch-Befehlen. Ziel ist es, Ablenkungen zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen.

Neue Multimedia-Features: Musik teilen, PDFs bearbeiten

WhatsApp erweitert auch seine Medien- und Dokumentenfunktionen deutlich:

  • Musik-Status: Songs von Apple Music und Spotify lassen sich jetzt direkt in den WhatsApp-Status einbinden.
  • PDF-Editierung: Eine neue Integration mit Adobe Acrobat ermöglicht das Öffnen und Bearbeiten von PDF-Dateien direkt in der App.
  • Emoji-Anpassung: In aktuellen Beta-Tests für Android (Version 2.26.29.3) arbeitet WhatsApp an der Möglichkeit, Standard-Reaktions-Emojis zu personalisieren. Branchenbeobachter vermuten, dass diese Funktion Teil eines künftigen Premium-Abos „WhatsApp Plus“ werden könnte.
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„Liquid Glass“: Der Desktop bekommt ein neues Gesicht

Auch optisch tut sich etwas. Seit dem 20. Juli rollt WhatsApp schrittweise das „Liquid Glass“-Redesign für die Mac-App aus. Die Neuerung bringt eine überarbeitete Seitenleiste, eine neu gestaltete Chat-Leiste und ein aktualisiertes Anhang-Menü mit. Hinzu kommen eigene Bereiche für gesperrte Chats und Communities. Das Design gleicht sich damit an die aktuellen Oberflächen von iPhone, iPad und macOS Tahoe an.

Benutzernamen: Mehr Privatsphäre – mit Hindernissen in Indien

Parallel zu den Designänderungen forciert WhatsApp die Einführung von Benutzernamen. Das System, das Ende Juni erstmals vorgestellt wurde, erlaubt es, Kontakte zu knüpfen, ohne die eigene Telefonnummer preiszugeben. Die Nummer bleibt zwar aus Sicherheitsgründen hinterlegt, kann aber vor neuen Kontakten verborgen werden.

Allerdings sorgt die Einführung in Indien für Spannungen. Das dortige Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie forderte eine Aussetzung der Funktion – aus Sorge vor Betrugsmöglichkeiten. WhatsApp reagierte mit Schutzmaßnahmen: Ratenbegrenzungen und die Reservierung bestimmter Namen für prominente Accounts. Indien ist mit über 850 Millionen Nutzern der mit Abstand größte Markt des Dienstes.

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Google Maps zieht nach: Tacho für Android Auto

In einer verwandten Entwicklung bringt Google Maps endlich den lang erwarteten Tacho auf Android Auto. Seit dem 20. Juli testen Beta-Nutzer in Kanada und Indien die Funktion. Sie zeigt die aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs sowie das jeweilige Tempolimit an. Überschreitet der Fahrer das Limit, wechselt die Anzeige die Farbe.

Während Apple CarPlay diese Funktion bereits seit 2024 bietet, schließt Google nun eine seit langem klaffende Lücke zwischen den beiden dominierenden Smartphone-Auto-Schnittstellen.

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