WhatsApp, Multi-Account

WhatsApp Multi-Account: Zwei Nummern endlich auf einem iPhone

31.05.2026 - 16:01:55 | boerse-global.de

WhatsApp integriert native Multi-Account-Unterstützung für iPhones und führt einen Spoiler-Modus sowie erweiterte KI-Features ein.

WhatsApp Multi-Account: Zwei Nummern endlich auf einem iPhone - Foto: über boerse-global.de
WhatsApp Multi-Account: Zwei Nummern endlich auf einem iPhone - Foto: über boerse-global.de

Meta rüstet seinen Messaging-Dienst WhatsApp mit einer Reihe neuer Funktionen auf, die vor allem die Verwaltung mehrerer Konten und den Datenschutz betreffen.

Seit Jahren war es ein Ärgernis für iPhone-Nutzer: Wer zwei WhatsApp-Nummern auf einem Gerät nutzen wollte, musste zur Parallel-Installation der Business-Version greifen. Damit soll nun Schluss sein. Berichte von Ende Mai 2026 bestätigen den globalen Rollout einer nativen Multi-Account-Funktion.

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Zwei Konten, eine App

Die neue Funktion erlaubt es, direkt in den Einstellungen der Haupt-App einen zweiten Account hinzuzufügen. Nutzer können dann zwei verschiedene Telefonnummern verwalten – jede mit eigenem Chatverlauf, eigenen Benachrichtigungen und eigenen Medien. Der Wechsel zwischen den Profilen erfolgt über einen Indikator am Profilbild.

Die parallele Nutzung von WhatsApp Business bleibt weiterhin möglich. Wer auf automatisierte Antworten oder Produktkataloge angewiesen ist, wird auf die Business-Version nicht verzichten können. Allerdings warnt die Branche vor erhöhtem Akku- und Speicherverbrauch bei dieser Lösung.

Ausloggen ohne Datenverlust

Ein weiterer Meilenstein betrifft die Sitzungsverwaltung. In der aktuellen Beta-Version für Android (Version 2.26.21.9) testet Meta eine neue Abmeldefunktion. Bislang bedeutet das Ausloggen oft die Komplettlöschung aller Daten oder erforderte eine Neuinstallation.

Das neue Verfahren erlaubt es, das Konto zu verlassen, während Chats, Medien und Einstellungen auf dem Gerät erhalten bleiben. Gedacht ist dies für Nutzer, die eine temporäre Auszeit nehmen möchten, ohne ihre Daten zu verlieren. Die Sicherung selbst läuft weiterhin über iCloud (iPhone) oder Google Drive (Android). Experten empfehlen tägliche oder wöchentliche, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Backups.

„Spoiler-Modus“ und verbesserte Privatsphäre

Ende Mai 2026 führte WhatsApp zudem einen sogenannten „Spoiler-Modus“ ein. Damit lassen sich einzelne Textnachrichten unscharf darstellen – erst durch Antippen werden sie lesbar. Die Funktion ist im bestehenden Textformatierungsmenü integriert.

Parallel dazu arbeiten die Entwickler an der visuellen Kontinuität der Oberfläche. Android-Beta-Tester erhalten die Möglichkeit, Kontaktfotos aus dem lokalen Telefonbuch anzuzeigen, wenn kein öffentliches WhatsApp-Profilbild hinterlegt ist. Diese Bilder werden lokal verarbeitet und nicht über das Netzwerk geteilt – eine Funktion, die iOS-Nutzer bereits besitzen.

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Meta AI und neue Kanalfunktionen

Die integration von Metas Künstlicher Intelligenz schreitet voran. Ende Mai 2026 wurden neue Fähigkeiten für die Beta-Versionen von iOS und Android gemeldet: Foto-Bearbeitung, Schreibhilfe und Dokumentenaustausch direkt in der App.

Gleichzeitig erhalten Community-Funktionen Zuwachs. Seit dem 30. Mai 2026 können Kanal-Administratoren temporäre Status-Updates direkt in ihren Kanälen teilen. Weitere Neuerungen umfassen die Einblendung von Status-Updates in der Chat-Liste sowie spezialisierte Hubs wie das „Football Central 2026“-Zentrum. Auch der Drittanbieter Klipy-GIF-Dienst wurde integriert.

Das Gesamtpaket zeichnet das Bild einer Plattform, die sich von einem reinen Nachrichtendienst zu einem zentralisierten, multifunktionalen Kommunikationsökosystem entwickelt.

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