WhatsApp: Nachrichten verschwinden nach einmaligem Lesen
Veröffentlicht am: 10.07.2026 um 23:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Messenger-Dienst arbeitet an mehreren Neuerungen: Nachrichten, die nach einmaligem Lesen verschwinden, und ein grüner Punkt statt des „Online“-Schriftzugs.
Neue Selbstzerstörungs-Funktion
WhatsApp testet eine erweiterte Version seiner temporären Nachrichten. Künftig sollen sich bestimmte Mitteilungen automatisch auflösen, sobald der Empfänger sie gelesen hat. Das geht aus aktuellen Beta-Versionen hervor. Die Funktion ergänzt die bestehenden Optionen für einmalige Medien und zeitgesteuerte Nachrichtenlöschung.
Bereits Mitte Mai hatte der Dienst einen privaten Inkognito-Modus für KI-gestützte Chats eingeführt. Diese Unterhaltungen sind so konzipiert, dass der Mutterkonzern Meta keinen Einblick hat – es werden keine Logs auf den Servern gespeichert. Allerdings beschränkt sich der Modus bislang auf Textnachrichten, Bildverarbeitung ist nicht möglich.
Identifikation unbekannter Absender
Seit dem 9. Juli testet WhatsApp zudem eine Funktion, die Facebook- und Instagram-Benutzernamen anzeigt, wenn Nachrichten von unbekannten Nummern eingehen. Die Idee: Nutzer können Absender identifizieren und kommunizieren, ohne ihre eigene Telefonnummer preiszugeben. Datenschützer sehen diese Entwicklung allerdings kritisch.
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Neuer Online-Indikator für iPhone-Nutzer
Die Benutzeroberfläche wird ebenfalls modernisiert. In der iOS-Beta-Version 26.26.10.72 ersetzt ein grüner Punkt im Kontaktinformationsbereich den bisherigen „Online“-Schriftzug. Wichtig: Der Indikator erscheint nur bei Nutzern, die ihren Online-Status grundsätzlich sichtbar gemacht haben – bestehende Privatsphäre-Einstellungen bleiben erhalten.
Angepinnte Nachrichten und Geburtstagserinnerungen
Für Android-Nutzer gibt es Neuerungen bei angepinnten Nachrichten. In der Beta-Version 2.26.27.4 erhalten Teilnehmer eine Push-Benachrichtigung mit speziellem Label, wenn eine Nachricht angepinnt wird – vorausgesetzt, der Chat ist nicht stummgeschaltet.
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WhatsApp integriert zudem soziale Erinnerungen. Die Beta-Version 2.26.27.3 nutzt bereits erhobene Geburtsjahrdaten für Benachrichtigungen über anstehende Geburtstage. Voraussetzung: Der Kontakt muss diese Informationen teilen. Spezielle Privatsphäre-Einstellungen für diese Funktion sind in der frühen Testphase allerdings noch nicht vollständig implementiert. Die Entwicklung zeigt, dass der Messenger zunehmend soziale Netzwerk-Elemente übernimmt, die man sonst von anderen Meta-Plattformen kennt.
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