WhatsApp, Cloud-Backup-Service

WhatsApp: Neuer Cloud-Backup-Service mit 50 GB für 99 Cent

20.06.2026 - 21:17:40 | boerse-global.de

WhatsApp arbeitet an eigenem Cloud-Backup, überarbeitet die Online-Anzeige und führt neue Widgets für Android ein.

WhatsApp testet neue Backup-Optionen und Widgets
WhatsApp - A close-up of a smartphone screen showing the WhatsApp application with new features, including a green online dot and backup settings. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen verbesserte Backup-Optionen, überarbeitete Anzeigen des Online-Status sowie spezielle Widgets für Sprach- und Statusnachrichten.

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Neue Backup-Lösung mit eigenem Cloud-Dienst

WhatsApp plant offenbar einen großen Schritt in der Datenverwaltung. Seit einem Update der Google Play-Dienste vom 15. Juni 2026 wird die Backup-Verwaltung direkt in die Android-Systemeinstellungen integriert. Nutzer können alte oder doppelte Sicherungen künftig deutlich einfacher einsehen und löschen.

Parallel dazu arbeitet der Dienst an einem eigenen Cloud-Backup-Service als Alternative zu bestehenden Drittanbietern. Das Modell sieht ein zweistufiges System vor: eine kostenlose Variante mit bis zu zwei Gigabyte Speicher sowie eine kostenpflichtige Option mit 50 Gigabyte für rund 0,99 Euro pro Monat. Die Backups sollen standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Die Funktion befindet sich allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase und steht nicht einmal Beta-Testern zur Verfügung.

Grüner Punkt ersetzt „Online"-Text

Die Beta-Versionen für Android zeigen eine interessante Änderung in der Benutzeroberfläche: Statt des bisherigen „Online"-Textes in der Chat-Info erscheint künftig ein grüner Punkt auf dem Profilbild des Kontakts. Die Anzeige respektiert die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen – sie erscheint nur, wenn der Kontakt die Sichtbarkeit seines Status freigegeben hat.

WhatsApp überarbeitet zudem die Organisation von Gruppeninformationen. Die neue Oberfläche teilt die Einstellungen in zwei Bereiche auf:

  • Einstellungen: Hier landen Optionen für Chat-Designs, Mediensichtbarkeit und Speicherverwaltung.
  • Privatsphäre: Dieser Bereich bündelt Sicherheitsfunktionen wie Chat-Sperren und Verschlüsselungsdetails.

Für iOS und Android kommen zudem neue Nachrichten-Animationen. Ein Skalierungseffekt beim Erscheinen von Nachrichtenblasen lässt sich in den Chat-Einstellungen ein- oder ausschalten.

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Widgets für Sprachnachrichten und Status

Ein neues Widget für den Android-Startbildschirm soll die Kommunikation beschleunigen. Das 3x1-Widget, das sich möglicherweise in der Größe anpassen lässt, erlaubt das Aufnehmen und Versenden von Sprachnachrichten ohne Öffnen der Haupt-App. Die Funktion soll das gleichzeitige Senden an mehrere Kontakte oder das direkte Posten als Statusmeldung unterstützen. Ein separates Widget für Status-Updates befindet sich ebenfalls in der Planung.

Aus für personalisierte Avatar-Sticker

Im Zuge einer Bereinigung des Angebots stellt WhatsApp die Erstellung personalisierter Avatar-Sticker ein. Grund ist die geringe Nutzung der Funktion. Neue Sticker lassen sich nicht mehr generieren, bereits erstellte bleiben jedoch in den Chat-Verläufen sichtbar.

Die aktuellen Entwicklungen folgen auf mehrere Meilensteine in diesem Jahr. Im März führte WhatsApp die Unterstützung für zwei Konten auf iOS ein, im April begann der Rollout optionaler Nutzernamen. Diese können zwischen drei und 35 Zeichen lang sein und lassen sich mit einem vierstelligen Code schützen. Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwarten Branchenkenner ein neues, auktionsbasiertes Preismodell für Geschäftskunden sowie die weitere Integration KI-gestützter Werkzeuge für Fotobearbeitung und Textentwürfe.

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